Test - Die Monster AG : Die Monster AG

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Sobald ein erfolgreicher Film in die Kinos kommt, ist es oft nur eine Frage der Zeit, bis ein passendes Spiel dazu erscheint. So verhält es sich auch mit Disneys neustem Streifen, 'Die Monster AG'. Allerdings treiben Sulley und Mike nicht nur auf Sonys Konsolen ihr Unwesen, sondern versuchen ihr Glück nun auch auf dem Game Boy Advance. Wie sich die Monster im Test schlagen, erfahrt ihr in diesem Review.

Die Monster AG
Die Story wird mit Standbildern erzählt.

Viel Auswahl habt ihr schon am Anfang von 'Die Monster AG' für den GBA nicht. Neben den Optionen, in denen ihr Sound und Musik nach belieben ein- und ausschalten könnt, gibt es nämlich lediglich eine Passwortfunktion, die den fehlenden Batteriespeicher ersetzt, und natürlich die Möglichkeit, ein neues Spiel zu starten. Wenn ihr euch für ein neues Spiel entscheidet, müsst ihr dann noch einen von drei Schwierigkeitsgraden wählen, die das Spiel in mehreren Punkten entweder erleichtern oder erschweren. Anschließend dürft ihr das Intro, oder besser den Ersatz dafür, betrachten, um euch auf das Geschehen einzustimmen. Da es sich aber nur um ein paar Bilder aus dem Kinofilm handelt, wollen wir hier etwas näher auf die Story eingehen.

Ein Kind im Monsterland
Dass Monster existieren und nicht nur eine Erfindung von kleinen, schreckhaften Kinder sind, wissen wir ja wohl alle. Das deren Feldzüge durch die Kinderzimmer auf der ganzen Welt aber über ihre Existenz entscheiden, hätte wohl keiner gedacht. Der Grund, weshalb Monster gar nicht anders können, als Menschen zu erschrecken, sind unsere Schreie. Diese brauchen die Monster nämlich, um ihre Kraftwerke zu betreiben und zu überleben. Eines Tages passiert allerdings ein Unglück in der Monster AG, wo die Monster durch spezielle Türen in die Welt der Menschen gelangen. Ein Kind hat es nämlich tatsächlich geschafft, irgendwie durch eine Tür zu kommen und befindet sich nun in der Monsterwelt. Verantwortlich für diesen Patzer ist einer der besten Erschrecker überhaupt: Sulley. Ein anderes Monster, das mit ihm im engen Konkurrenzkampf steht, will nun sichergehen, dass Sulley auch sicher bestraft wird und hat deshalb einen bösen Plan geschmiedet. Randall will nämlich die Tür, durch die das Mädchen, die den Spitznamen Buh trägt, in die Monsterwelt gekommen ist, zerstören. Wenn diese Türe zerstört ist, könnte Sulley das Kind schließlich nicht mehr zurückschicken.

Die Monster AG
Sulley auf seinem Schlitten.

Nun liegt es an euch, Sulley und seinem grünen Kumpel Mike dabei zu helfen, Buh in die Menschenwelt zurückzubringen. Dies könnt ihr nur, wenn ihr alle Teile der zerstörten Türe einsammelt und zusammensetzt. So einfach ist das Ganze allerdings nicht, da ihr euch auch noch vor der Kindersuchagentur in Acht nehmen müsst, die überall nach dem für Monster angeblich gefährlichen Kind sucht.

Hüpfen, rennen, erschrecken und puzzeln
Wie die Suche nach Buhs Tür spielerisch umgesetzt wurde, könnt ihr euch wohl schon ausmalen. Wieder einmal ist simple Jump 'n' Run-Kost angesagt, bei der lizenzierte Helden hinhalten müssen. In den normalen Levels, von denen mehr als 20 auf euch warten, seht ihr Sulley von der Seite und müsst ihn durch zweidimensional dargestellte Räume lotsen, auf denen allerdings drei Tiefenstufen existieren. Das heißt, ihr könnt ganz vorne, ganz hinten oder in der Mitte des Raumes herumlaufen. Des Öfteren müsst ihr so natürlich Hindernisse umgehen, die nicht einfach per Druck auf den A-Knopf übersprungen werden können. Damit ihr aber nicht einfach so gelangweilt durch die Levels streift, die stets aus mehreren Räumen bestehen, gibt es noch ein paar Gefahren, die auf euch lauern. Darunter natürlich die erwähnte Kindersuchagentur, deren Mitarbeiter ihr mit der R-Taste erschrecken könnt, so dass diese weglaufen. Um die Agenten der KSA für längere Zeit außer Gefecht zu setzen, braucht ihr die Lachkanone, mit der ihr mit L ein fröhliches Kinderlachen abfeuern könnt, das den Monstern ganz schön zusetzt.

Die Monster AG
Monster auf dem Klo sind eher unfreundlich.

Auch wenn das Erschrecken von wandelnden, gelben Handschuhen unglaublich viel Spaß bereitet, gilt es dennoch, das eigentliche Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, nämlich die Reparatur von Buhs Tür. In jeder der vier Welten gibt es eine unterschiedliche Anzahl Levels, die ihr nach Teilen der Tür durchsuchen müsst. Wenn ihr alle Teile gefunden habt, verlasst ihr das Level und könnt euer Glück im nächsten versuchen. Sobald alle Teile einer Welt gefunden sind, müsst ihr sie in einem Minigame richtig zusammensetzen und danach einen Bossgegner besiegen. Diese Puzzleaktionen sind dabei sogar unterhaltsamer als das eigentliche Spiel, dass durch die ewige Sucherei recht schnell langweilig wird. Als weiteres Minigame gibt es noch das Schlittenfahren, bei dem ihr euch plötzlich auf einem großen Gletscher wiederfindet, wo ihr mit Hilfe eures Holzschlittens einer großen Schneelawine entkommen müsst.

Einer der guten und auch mehr oder weniger innovativen Ideen in 'Die Monster AG' sind die zufallsgenerierten Levels. Bei jedem neuen Spielstart werden alle Levels neu generiert, so dass einem mehrmaligen Durchspielen eigentlich nichts im Wege steht, außer natürlich das eher öde Gameplay.

Die Monster AG
Per Passwort sichert ihr eure Fortschritte.

Bunte Grafik und Musik, die immerhin nicht nervt
Die Grafik ist wohl der stärkste Punkt von 'Die Monster AG' für den GBA. Sulley und seine Umgebung bedienen sich nämlich zahlreicher, angenehm kräftiger Farben. Zudem verfügen sowohl Sulley als auch die anderen Charaktere über angenehm flüssige Animationen und sind auch sehr detailliert. Zwar wiederholen sich einige Einzelteile der Levels wie beispielsweise Kartonschachteln immer wieder, doch wirklich auffallen tut dies nicht, da auch immer wieder ein paar neue Objekte eingestreut wurden.

Der Sound kann leider nicht ganz mit der Grafik mithalten, ist aber auch keinesfalls so schlimm, wie bei einigen anderen Jump 'n' Runs. Die Soundeffekte sind zwar nicht sehr abwechslungsreich, umfassen aber auch nicht viel mehr als einige Sprunggeräusche oder Sulleys Schreie. Die Musik, die bei Spielen solcher Art nicht selten in eine Dudelorgie ausartet, wiederholt zwar auffallend oft irgendwelche Melodien, wechselt aber fast immer gerade dann zur nächsten, wenn die alte nicht mehr gehört werden will. Je nachdem, wie lange ihr euch in den einzelnen Levels aufhält, kommt es dann aber natürlich doch zu unangenehmen Wiederholungen.

 

Fazit

von Sascha Szopko
Dass es 'Die Monster AG' nun auch für den GBA gibt, dürfte vor allem den jüngeren Spielern Freude bereiten, und genau für die ist das Spiel auch gedacht. Die Jump 'n' Run-Einlagen, die den mit Abstand größten Teil des Spiels ausmachen, sind auffallend einfach und deshalb leider auch nicht sehr aufregend oder abwechslungsreich. Hier wollte man wohl keinen überfordern, und dies dürfte auch gelungen sein. Für die bitter nötige Abwechslung sorgen die beiden Minigames leider nur bedingt, da sie zu selten eingesetzt werden, um die langen und zähen Levels aufzulockern. Technisch gibt es wenig zu beklagen: Die Grafik ist dank dem Einsatz vieler, kräftiger Farben schön anzusehen und der Sound schafft es immerhin, das Spiel passend zu untermalen und nicht in nervendes Gedudel auszuarten.  

Wertung

  • GBA
    73
    %

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