Test - Diablo III: Rise of the Necromancer : Lasst die Toten tanzen!

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Mit dem DLC Rise of the Necromancer feiert der Totenbeschwörer sein Comeback in der Welt von Diablo. Blizzard hat sich reichlich Zeit gelassen, um die „neue“ Klasse für Diablo III zu veröffentlichen. Umso gespannter waren wir, wie er sich letztendlich spielen würde.

Wir erinnern uns: Im Actionrollenspiel Diablo II, das im Jahr 2000 auf den Markt kam, konnten wir anfangs mit fünf unterschiedlichen Klassen in den Kampf gegen den Fürsten der Unterwelt ziehen. Eine davon war der Totenbeschwörer, der schon aufgrund seiner einzigartigen Spielweise schnell eine große Fangemeinde für sich gewinnen konnte. Jetzt, 17 Jahre später, feiert der Herr über Skelette, Golems und Flüche sein lang erwartetes Comeback in Diablo III.

Möglich macht das der kostenpflichtige DLC Rise of the Necromancer, der gleichzeitig mit dem umfangreichen Update 2.6.0 erschienen ist. Nicht nur alteingesessene Diablo-Veteranen haben sich lange Zeit gefragt, wie sich der Totenbeschwörer in seiner neuen Variante spielen wird. Um es kurz zu machen: sehr spaßig mit einem leicht faden Beigeschmack.

Herr über die Toten

Im Kern unterscheidet sich der „neue“ Totenbeschwörer nicht großartig von seinem Vorgänger aus Diablo II. Abermals dreht sich bei ihm alles um die Beschwörung von Skeletten und Golems, die Manipulation von Knochen sowie den Einsatz von Flüchen. Diesmal benötigt er jedoch für einige seiner Zauber kein Mana, sondern eine Ressource namens Essenz. Geht die mal zur Neige, könnt ihr sie - wie von anderen Klassen aus Diablo III gewohnt – mithilfe bestimmter Fähigkeiten wieder auffüllen. So ergibt sich auch beim Totenbeschwörer ein relativ dynamisches Zusammenspiel aus Einsatz und Verbrauch der unheiligen Kraft.

Wie spielt sich das? Vor allem in der Anfangsphase sind die Partien mit dem Totenbeschwörer extrem entspannt und flüssig. Anders kann man es nicht beschreiben. Recht schnell kann er eine kleine Armee von Skeletten beschwören, die sich auf die Gegner stürzt. Der vorzeitige Höhepunkt des Spielspaßes ist jedoch erreicht, wenn er die Fähigkeit der Leichenexplosion erlernt. Getötete Gegner – komischerweise auch besiegte Skelette – hinterlassen eine Leiche auf dem Boden. Diese kann der Totenbeschwörer auf unterschiedliche Weise manipulieren. Am spaßigsten ist es, wenn ihr zunächst einen einzelnen Gegner inmitten eines großen Pulks erledigt und danach zahlreiche Explosionen folgen lasst. Dabei stellt sich ein erhabenes Gefühl der Dominanz ein, wenn sich der Herr der Toten durch ein Meer aus zerplatzenden Körpern kämpft.

  • Diablo III: Necromancer - Screenshots - Bild 1
  • Diablo III: Necromancer - Screenshots - Bild 2
  • Diablo III: Necromancer - Screenshots - Bild 3
  • Diablo III: Necromancer - Screenshots - Bild 4
  • Diablo III: Necromancer - Screenshots - Bild 5
  • Diablo III: Necromancer - Screenshots - Bild 6

Auf höheren Schwierigkeitsgraden lässt diese Dominanz allerdings spürbar nach – zumindest dann, wenn ihr nicht bestimmte Gegenstände oder gar komplette Sets besitzt. In dem Fall ist vielmehr das möglichst geschickte Zusammenspiel aus Knochenzaubern, Beschwörungen und Flüchen gefragt. Apropos Flüche: Von ihnen hatten wir ehrlich gesagt etwas mehr erwartet und sind bisher noch ein wenig enttäuscht. Sie haben durchaus ihre Daseinsberechtigung, werden aber von weitaus mächtigeren Zaubern gerne in den Hintergrund gedrängt.

Auf in neue Gefilde

Das mit dem DLC Rise of the Necromancer gleichzeitig veröffentlichte Update 2.6.0 für Diablo III führt zudem zwei neue Gebiete ins Spiel ein. So könnt ihr im zweiten Akt nun neben den in Nebel gehüllten Mooren auch einen Tempel der Erstgeborenen erkunden. Wie von den anderen Schauplätzen gewohnt sind auch diese beiden Neuzugänge sehr stimmig in Szene gesetzt. Vor allem der Tempel sieht ziemlich schick aus, ohne jedoch grafische Höhepunkte zu setzen. Das Moor hätte unserer Meinung nach einige zusätzliche Details vertragen können, passt aber gut ins Gesamtgefüge von Diablo III.

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Etwas interessanter sind da schon die neuen Herausforderungsportale. Es handelt sich hierbei quasi um statische Versionen von zuvor bereits abgeschlossenen großen Nephalemportalen, die im wöchentlichen Rhythmus wechseln. Das Spiel erstellt eine exakte Kopie sowohl des Portals als auch des damals darin aktiven Charakters samt angelegter Ausrüstung und Fähigkeiten. Wenn ihr es schafft, das Portal in einer kürzeren Zeitspanne zu absolvieren als zuvor, erhaltet ihr eine Belohnung – eine Tasche voller Beute, Handwerksmaterialien und Blutsplitter.

Das klingt im ersten Moment nicht sonderlich spannend, doch der Wettbewerb mit anderen Spielern um die besten Zeiten ist durchaus motivierend. Hier muss aber noch der Langzeittest zeigen, wie gut das mit dem wöchentlichen Wechsel funktioniert. Das können wir noch nicht final einschätzen.

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