Preview - Diablo III: Reaper of Souls : Umbauarbeiten

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Abenteuer und Erkundung

Doch damit ist noch nicht Schluss. Wart ihr bisher nach Erreichen des Maximallevels damit beschäftigt, entweder das Spiel noch etliche Male durchzuspielen oder einzelne Bereiche immer wieder abzugrasen, gibt es nun einen neuen Adventure-Modus. Der bietet euch von Anfang an die gesamte Spielwelt mit den Gebieten aller fünf Akte. In jedem Akt gibt es fünf Bounty-Aufträge. Das kann bedeuten, in einem bestimmten Gebiet einen bestimmten Elitegegner zu erledigen oder einen Bereich eines Dungeons zu säubern. Die Belohnung: Erfahrungspunkte und Blutscherben. Erledigt ihr alle fünf Aufträge, kommt noch ein Horadrim-Behälter dazu, der mit reichlich wertvollen Objekten gefüllt ist.

Immer noch nicht genug? Ab und zu findet ihr Risssteine. An einer Säule, die in jedem Hauptquartier zu finden ist, könnt ihr mit diesen Steinen Portale zu zufälligen Dungeons öffnen. Diese bestehen zumeist aus anders kolorierten und mehr oder minder zufällig zusammengestellten Bereichen aus dem „normalen“ Spiel, vollgestopft mit einer bunten und eher zufälligen Mischung aus Gegnern und Bossen. Hier müsst ihr euch zunächst durch Horden von Monstern kämpfen, bis ihr einen Balken gefüllt habt. Ist das erledigt, erscheint ein spezieller Bossgegner, meist eine Variante bekannter Bosse. Habt ihr den erlegt, könnt ihr zurück in die Stadt und bei einem speziellen NPC wieder einen Horadrim-Behälter mit Beute sowie einige Blutscherben und natürlich Erfahrungspunkte einsacken.

Besagte Scherben tauscht ihr bei speziellen Händlern gegen zufällige Gegenstände ein oder aber ihr sammelt sie fleißig, um damit weitere Horadrim-Behälter zu erwerben. Des Weiteren könnt ihr im Adventure-Modus natürlich die üblichen großen Bosse vermöbeln. Damit ihr auf dem Weg zu den Aufträgen nicht ganze Gebiete erneut durchwandern müsst, könnt ihr in diesem Modus mittels Umgebungskarte direkt von jeder Stelle aus zu allen Teleportern reisen. Derzeit ist das Abarbeiten von Rissen noch deutlich lukrativer als die Kopfgeldjagd, das kann sich natürlich während der Beta noch ändern.

Adieu Inferno, willkommen Torment

Ganz nebenher hat Blizzard das alte System der Schwierigkeitsgrade über Bord geworfen. „Normal“, „Alptraum“, „Hölle“ und „Inferno“ sind verschwunden. Stattdessen gibt es nun von Beginn an die Schwierigkeitsstufen „Normal“, „Hard“ und „Experte“. Mit Level 60 kommt „Master“ hinzu, bei Erreichen der Maximalstufe dazu noch „Torment“ nebst sechs weiteren Stufen per Schieberegler, die wiederum bestimmte Boni im Spiel gewähren. Ihr müsst das Spiel tatsächlich nicht mehr mehrfach durchspielen, um die Schwierigkeitsgrade freizuschalten. Nach Kapitel fünf werdet ihr etwa bei Stufe 40 bis 45 sein, danach könnt ihr quasi machen, was ihr wollt. Prinzipiell müsst ihr mit neuen Charakteren nicht einmal mehr die Kampagne spielen, sondern könnt direkt im Adventure-Modus leveln.

Mit Erreichen von Level 70 startet das bekannte Paragon-System, allerdings gibt es auch hier Überarbeitungen. Am wichtigsten: Eure Attribute werden nicht mehr automatisch verändert, sondern ihr vergebt für jedes Paragon-Level Punkte in vier verschiedenen Bereichen, die sich in weitere vier Unterbereiche unterteilen, in die ihr jeweils bis zu 50 Punkte stecken könnt. So erhöht ihr im Offensivbaum beispielsweise Angriffswerte oder die Chance auf kritische Treffer, im Utility-Baum hingegen den Bonus auf das Finden magischer Gegenstände oder eure Laufgeschwindigkeit. Also endlich wieder eine Möglichkeit, eure Charaktere ein wenig zu spezialisieren. Ein Reset-Knopf ist vorhanden, wer sich also verheddert hat, muss sich keine Sorgen machen.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp

Zusätzlich zm recht ordentlichen fünften Akt scheut sich Blizzard nicht, umfangreiche Aspekte des Spiels zu überarbeiten, um die Langzeitmotivation der Spieler besser zu unterstützen und das am Ende doch etwas mühsame, mehrfache Durchspielen der Hauptkampagne zu beseitigen. Bisher gefällt uns dieser Ansatz gut, auch wenn die Kalifornier noch einiges an Arbeit vor sich haben, die Neuerungen richtig auszubalancieren. Speziell bei der Monsterdichte im Adventure-Modus und bei der Wirkung der Elementareffekte fehlt es noch an Feinschliff. Mit dabei sind einige mutige Entscheidungen, die einiges in der Spielstruktur umkrempeln, aber ehemalige Spieler wieder an den Bildschirm zurücklocken soll. Reaper of Souls ist auf einem guten Weg, das auch tatsächlich zu schaffen. Der Umfang ist gut, die Überarbeitungen sind interessant und – nicht zu vergessen – das viel gehasste Auktionshaus wird mit der Erweiterung endlich zu den Akten gelegt. Zugegeben, einige der Aspekte hätte man sich schon von Anfang an bei Diablo III gewünscht, aber besser spät als nie. Ich freue mich drauf.

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