Test - Detroit: Become Human : Ein Meisterwerk

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Greift zu, wenn...

… ihr auch nur ein Fünkchen Interesse für Interactive Novels habt und schon immer selbst der Regisseur einer Geschichte sein wolltet.

Spart es euch, wenn...

… ihr ein konventionelles Spiel wünscht oder ein Problem mit Klischees habt.

Fazit

Andreas Altenheimer - Portraitvon Andreas Altenheimer
Ein wahres Meisterwerk eines Interactive Movie

Fanboy-Alarm: Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die bislang jedem Spiel von Quantic Dream etwas abgewinnen konnten. Heavy Rain ist sogar eines meiner absoluten Lieblingsspiele, weil es eine bis dato ungeahnte Mischung aus interaktivem Film, extrem hochwertiger Präsentation und erstaunlich vielen Storywegen war.

Detroit: Before Human pulverisiert diese Leistung, ohne Wenn und Aber. Ungefähr die Hälfte der 30 Kapitel steckt voller unterschiedlicher Möglichkeiten und Verzweigungen, dass es eine helle Freude ist. Darüber hinaus hat Quantic Dream nicht einfach nur ein paar alternativen Enden erstellt: Allein das letzte Kapitel ist mehr als sechsmal so groß wie alle anderen und entsprechend verzweigt! Die an Zero Escape erinnernde Übersichtsgrafik mit all ihren relevanten Verzweigungen motiviert mich enorm, sämtliche Möglichkeiten auszutüfteln.

Die ersten Spielstunden war ich noch etwas nervös, weil mir die Geschichte zu klischeehaft beginnt und insbesondere Kara ein paar unumstößliche Entscheidungen trifft, die mich innerlich zusammenzucken lassen (Stichwort Zlatko). Zudem steckt in Detroit: Become Human sowohl eine tolle als auch eine schwache Geschichte, was von euren individuellen Entscheidungen abhängt.

Doch im Gegensatz zu anderen Quantic-Dream-Titeln ist den Franzosen diesmal nicht auf halber Strecke die Puste ausgegangen. Ganz im Gegenteil: Je mehr es dem Ende zugeht, desto epischer und immersiver wird das Spiel.

Von den Charakteren bleibt Markus mein absoluter Favorit, was nicht zuletzt an Jesse Williams brillanter Schauspielleistung liegt. Er gibt mir das Gefühl, etwas wahrlich Großes zu bewirken. Und deshalb ist das Fazit vergleichbar mit Heavy Rain: Man kann über dies mäkeln und über jenes motzen. Doch Detroit: Become Human strotzt voller magischer Momente, die alles vergessen machen.

Schlechte Entscheidungen: Top 10 Arschlochaktionen in Spielen: Nein, ich will das nicht tun!

Überblick

Pro

  • atemberaubende Kombination aus herausragender Präsentation und Entscheidungsfreiheit
  • wirklich (!) viele verschiedene Storywege
  • Geschichte wird von Kapitel zu Kapitel besser
  • bemerkenswerte schauspielerische Leistung
  • ihr könnt gleichzeitig „gut“ und „böse“ spielen

Contra

  • ein paar sehr klischeehafte Nebencharaktere, deren Gesinnung man bereits beim ersten Treffen voll durchschaut
  • man wird zu Beginn zu ein paar Entscheidungen gezwungen, die man eigentlich nicht eingehen möchte
  • Dialoge lassen sich nicht abbrechen, was beim Austüfteln aller Wege leicht stört

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