Test - Destiny: König der Besessenen : Die neue Erweiterung im Test

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Kaum ein Spiel wurde in der jüngeren Vergangenheit so kontrovers diskutiert wie Bungies Destiny. Die einen bemängeln die fehlende Abwechslung und Story, die anderen hängen jeden Abend im Turm ab oder suchen nach neuer Ausrüstung, um ihren Hüter zu verbessern. Das Entwicklerstudio aus Seattle läutet mit der Erweiterung König der Besessenen das zweite Jahr des Shooters ein. Kann Destiny seine Zweifler nun überzeugen?

Update 22.09.2015: Wir haben die Wertung jetzt nachgereicht. Ihr findet sie auf Seite 3 dieses Artikels.

Oryx ist stinksauer. Ihr habt seinen Sohn Crota auf dem Gewissen - wahrscheinlich sogar mehrmals. Schließlich wart ihr als Destiny-Spieler sicherlich öfters im entsprechenden Raid Crota's End - wenn ihr den Shooter überhaupt bis dahin gespielt habt. Es gab ja auch einige, die sich schon nach der Kampagne verdünnisiert haben. Der Gottkönig jedenfalls macht sich mit seinem Dreadnaught-Schiff und einer üppigen Gefolgschaft Richtung heimisches Sonnensystem auf, um die Hüter und alle anderen seinen Zorn spüren zu lassen.

Ihr bekommt die Aufgabe, den Vormarsch von Oryx zu verhindern. In der gut fünfstündigen Kampagne besucht ihr neue Gebiete und alte Schauplätze gleichermaßen, tötet Bösewichte und sammelt Informationen über die neue Bedrohung. Auf den ersten Blick bleibt also alles wie gehabt. Etwas hat sich jedoch erheblich geändert: Die Story ist präsenter. Nun gibt es vermehrt Zwischensequenzen, die euch die Geschichte erklären, und Charaktere mit Persönlichkeit.

Da wäre zum Beispiel Cayde-6, der schon seit dem Release des Hauptspiels als Jägervorhut im Turm verweilt und euch bis jetzt fleißig Ausrüstung verkauft hat. Für König der Besessenen zieht er sich den Stock aus seinem Exohintern und betritt mit viel Witz das Rampenlicht. Wahrscheinlich realisierte Bungie erst jetzt, dass man mit Nathan Fillion die Rolle mit einem fähigen Schauspieler besetzte. Er darf jetzt jedenfalls seinen Charme spielen lassen. Das tut dem Charakter sichtlich gut.

Der eigentlich so simple Kniff hat eine große Wirkung, denn es berührt euch, was in den Story-Missionen passiert. In der Vergangenheit war dieser Teil von Destiny der Hindernisweg zum eigentlichen Spiel und den Inhalten, die tatsächlich unterhielten. Auch wenn die Kampagne das Rad bei Weitem nicht neu erfindet, dafür fehlt es stellenweise an Abwechslung und inszenatorischer Klasse innerhalb der Missionen, so ist dieser Part nicht mehr die Schwachstelle des Spiels.

Destiny: König der Besessenen - Video Review
Mit 'König der Besessenen' ist nun das bisher größte Update zu Destiny erschienen. Wir haben es für euch durchleuchtet.

Übersicht und Fokus

Dass euch Bungies Shooter stets bei Laune hält, liegt auch an der neuen Struktur. Der mit dem Patch 2.0 eingeführte Questbildschirm zeigt euch ohne große Ablenkung an, was ihr aktuell erledigen könnt, und lässt euch per Knopfdruck eine Aufgabe priorisieren. Ihr seid dadurch in der Lage, euch Ziele zu setzen, und wisst jederzeit, was ihr zu tun habt. Ein wichtiges Hilfselement, denn König der Besessenen geizt nicht mit Missionen.

Jeder neue exotische Gegenstand besitzt seine eigene kleine Questreihe. Bungie entfernt sich klugerweise vom alten Prinzip des Zufalls. Den gibt es in Raids oder Strikes immer noch in Maßen, aber die Entwickler wollen es euch ermöglichen, jeden besonderen Gegenstand als Belohnung für erfüllte Aufträge zu bekommen. Mal teilen euch NPCs die entsprechenden Bedingungen mit, für andere Objekte müsst ihr erst Geheimnisse aufdecken. Bungie wird da unterschiedliche Wege einschlagen.

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