Special - Destiny 2 : Im Check: Erweiterung II – Kriegsgeist

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Zwar ernüchtert von der Story-Sparpackung, gebe ich den übrigen Inhalten trotzdem eine Chance. Im neuen Gebiet Mars stehen gewohnte Patrouillien an, bei denen ich Münzen und anderen Kram als Belohnung bekomme. Außerdem gibt es frische Abzeichen und andere, DLC-spezifische Extras zu ergattern. Nett, aber mehr auch nicht, zumal viele Gegenstände einfach nur anders aussehen.

Interessanter, weil neu klingt das Eskalationsprotokoll. Über den Mars verteilt sind Stationen aufgestellt, die nach Aktivierung Feindgruppen hervorrufen. Diese werden immer zahlreicher und aggressiver, zugleich läuft ein Zeitlimit ab. Erst wenn alle samt dickem Brocken am Ende erledigt sind, werden die Belohnungen verteilt. Mehr als Dauerballern wird mir dabei nicht abverlangt, entsprechend hängt der Erfolg maßgeblich von der Stärke meiner Ausrüstung und der Teamgröße ab.

Und sonst?

Raid-Zocker mit Lust auf Nachschub dürfen sich auf einen neuen Trakt für Leviathan freuen, der am morgigen Freitag ab 20 Uhr offen steht: In der Sternenschleuse erwarten euch wertvolle Gegenstände und ein neuer Endgegner. Zugleich soll dies die letzte Erweiterung von Leviathan sein.

Ebenfalls hinzugekommen sind zwei Strikes, die sich in die Playlist einreihen und wie gehabt nach dem Zufallsprinzip ausgewählt werden. Habt ihr die Kampagne von Kriegsgeist durch, kennt ihr beide aber bereits. Für PlayStation-4-Spieler exklusiv ist der dritte Strike Terminus der Einsicht, welcher nicht vor Herbst 2018 für die Xbox One und den PC verfügbar sein soll. Darin erkundet ihr ein Vex-Grab auf Nessus und bekämpft einen mächtigen Psion-Kommandanten. Ebenfalls PS4-Zockern vorbehalten ist ein besonderes Rüstungsset für jede der drei Hüter-Klassen, das erspielt werden kann.

Fazit

Zweite Erweiterung, zweite Enttäuschung. Fast decken sich meine Erfahrungen beim Spielen von Kriegsgeist mit denen bei Fluch des Osiris. Weil die Story äußerst kurz ist, zahle ich für zwei (bzw. als PS4-Spieler drei) neue Strikes, die repetitiven Eskalationsprotokolle und etwas frischen Loot satte 20 Euro. Raid-Experten kriegen immerhin Nachschub für Leviathan, doch zu Umfang und Qualität lässt sich erst ab dem 11. Mai Konkretes sagen. Lässt man diesen Teil  außen vor, ist Kriegsgeist sehr dünn. Für länger andauernde Beschäftigungen sorgen wieder nur die bekannten Abschuss- und Sammelaufträge, die man in vergleichbarer Form allerdings aus dem Hauptspiel kennt.

Als störend empfand ich, für einige der neuen Aufgaben deutlich zu schwach zu sein, obwohl ich die Story bereits abgeschlossen hatte. Daher sehe ich bei den Eskalationsprotokollen sowie Strikes mit meinem Power-Level 340 ohne potente Mitspieler kaum Land. Um stärker zu werden, stünde viel Arbeit an. Dass ich mir diese mache, ist unwahrscheinlich. Vermutlich legt mein Hüter also bald wieder eine Pause ein - bis zum nächsten Update und der erneuten Hoffnung, dass Destiny 2 damit endlich durchstartet.

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