Special - Destiny 2 : Im Check: Erweiterung II – Kriegsgeist

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Wenig Inhalt, wenig Action, wenig Motivation: Fluch des Osiris wollte viel, ließ die Spieler von Destiny 2 jedoch unbefriedigt zurück. Nun ist mit Kriegsgeist der zweite DLC erschienen. Wir haben die 20 Euro teure Erweiterung durchgecheckt.

Meine anfängliche Leidenschaft für Destiny 2 ist schon seit einer Weile erkaltet. Nach der Kampagne hielt mich das Endgame noch etwas bei der Stange, doch dann war eine Pause angesagt. Erst mit DLC I, dem Fluch des Osiris, kam das Feuer zurück. Schließlich lockten eine neue Geschichte und frischer Sammelkram zurück in den Online-Shooter. Doch der DLC enttäuschte mit knappem Umfang sowie vielen Wiederholungen.

Destiny 2: Der Fluch des Osiris - der DLC im Check

Das war Mitte Dezember, seitdem ruhte sich mein Hüter einmal mehr aus. Nur zwischendurch drehte ich ein paar Runden auf dem Sparrow, erledigte öffentliche Events und spielte vereinzelte Matches im Schmelztiegel. Meine Gedanken blieben immer gleich: Grafik und Gunplay sind top, doch mangelt es an Abwechslung und Beschäftigung. Den Raid zu schaffen, habe ich mir schon lange abgeschminkt, weil mir Zeit und Mitspieler fehlen. Alle anderen Aktivitäten sind bekannt und langweilen darum. Ich will spielen, aber was? Da kommt die zweite Erweiterung Kriegsgeist wie gerufen. Vielleicht wird es ja doch noch was mit mir und Destiny 2 ...

Am 8. Mai um 19 Uhr ging DLC Nummer 2 an den Start. Oder auch nicht, denn vorher musste es ein 6 GB großes Update auf die PS4-Festplatte schaffen. Nachdem ich eingeloggt und im Orbit war, suchte ich mir direkt die neuen Story-Missionen raus. Denn wie schon Fluch des Osiris bietet auch Kriegsgeist eine eigene Geschichte, in deren Zentrum der Planet Mars steht.

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Ab dem morgigen Dienstag ist der große Warmind-DLC zu Destiny 2 mit zahlreichen frischen Inhalten erhältlich.

Eine kurze Angelegenheit

Die Ausgangslage ist bekannt: Erneut droht das Universum im Chaos zu versinken, weil ein großes Übel aufgetaucht ist. Natürlich können einzig die Hüter helfen, alles zum Guten zu wenden - oder so ähnlich. Die Storys in Destiny 2 schmeißen mit derart vielen Namen, Begriffen und Ereignissen um sich, dass ich immer mehr verwirrt als mitgerissen werde. Bei Kriegsgeist ist das leider nicht anders.

Spielerisch ist der Trip durch die frostigen Gebiete des Mars samt Auseinandersetzungen mit der Eis-Schar, unterkühlten Vertretern der Rasse, eine Wucht. Jeder Schuss mit meiner liebgewonnenen Handfeuerwaffe Scharlach fühlt sich hervorragend an, dazu renne, rutsche und springe ich punktgenau wie eh und je. Weil der allgemeine Powerlevel in Destiny 2 mit Kriegsgeist auf 385 angehoben wurde, bekomme ich ständig bessere Ausrüstung. Also steht wieder Tauschen, Zerlegen und Infundieren auf dem Plan. Das ist alles bestens bekannt, spornt aber nach wie vor zum Weitermachen an.

Doch gerade, als ich wieder einigermaßen "drin" bin im Spiel und Lust auf mehr kriege, ist die Kampagne zu Ende. Nach dem hübsch inszenierten, aber spielerisch laschen Bosskampf schaue ich auf die Uhr: Viel länger als 90 Minuten hat die Kampagne nicht gedauert! Zwar habe ich die ganze Zeit mit einem Freund zusammen gespielt, aber auch allein dürfte die Zwei-Stunden-Marke nur geringfügig überschritten werden. Das ist wenig.

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