Preview - Destiny 2 - gamescom Vorschau : Unterwegs im zerstörten Europa

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Mit Destiny 2 drückt Entwickler Bungie den Reset-Knopf. So bekommen die zuvor ausgesperrten PC-Spieler ein komplett neues Kapitel serviert, das so gut wie gar nicht an vorherige Ereignisse anknüpft. Mit dem zweiten Anlauf möchten die Entwickler klotzen und nicht mehr kleckern. Ist Destiny 2 also jene schicksalhafte Begegnung, die man schon mit dem Erstling erwartet hat? Unser Ausflug in die European Dead Zone liefert erste Ausblicke auf die Antwort zu dieser Frage.

Was unmittelbar auffällt, als unser Titan-Hüter den europäischen Boden betritt: Destiny 2 bietet mehr fürs Auge. Nicht zwingend, was die grafische Qualität betrifft, hier gibt es nur moderate Sprünge zu verzeichnen. Nein, ich rede von der Welt selbst: Die European Dead Zone im zweiten Teil von Destiny ist interessanter gestaltet. Zwar wirkt das Areal im Vergleich zur EDZ im Vorgänger nicht mehr so weitläufig, dafür umso strukturierter. Als hätte jeder Ort Sinn. Im Fachjargon nennt man das „Environmental Storytelling“. Zusammen mit der wahrlich epischen musikalischen Untermalung rückt Bungie die Spielerfahrung ins rechte Licht.

Ihr findet überall Schauplätze und stellt euch die Frage, was hier wohl in der Vergangenheit vorgefallen sein mag. Etwas, was ja die Soulsborne-Titel ziemlich gut können. Im Zusammenspiel mit Mini-Versionen von Dungeons, die „Lost Sector“ genannt werden, macht das Erkunden der European Dead Zone in Destiny 2 mehr Spaß. Auch, weil das Gebiet so schön abwechslungsreich ist. Es gibt ein kleines Dorf, das sich hervorragend für hitzige Gefechte auf engem Raum anbietet. Hier findet ihr viele Ecken, die sich für einen Hinterhalt eignen. Andererseits stoßt ihr außerhalb auf sich schlängelnde Landstraßen und beinahe idyllische Waldabschnitte, unterbrochen von einem Außenposten der Kabale, die ein fettes Kommandoschiff geparkt haben.

  • Destiny 2 - Screenshots - Bild 1
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Wie wollt ihr heute die Welt retten?

Habt ihr schon ein bisschen Zeit in der Welt von Destiny verbracht, könnt ihr euch auf bekannte Aufgaben einstellen. Patrouillen halten euch mit kleineren Herausforderungen bei Laune: Mal müsst ihr ein bestimmtes Gebiet scannen, eine gewisse Anzahl an Gegnern töten oder Gegenstände sammeln. Nichts Wildes. Deutlich spannender und motivierender sind die „Adventures“. Dabei handelt es sich um Story-basierte Aufgaben, die wie der kleine Bruder der Kampagnen-Missionen daherkommen. Sie sind abwechslungsreich, aufwändiger gestaltet und gewähren euch weitere Einblicke in die Welt von Destiny 2 sowie seine Charaktere.

Dazwischen tauchen immer mal wieder hochrangige Ziele auf, die umgeschossen werden wollen. Public Events sind ebenfalls mit von der Partie und erfordern die Zusammenarbeit mehrerer Hüter. Neben neuer Ausrüstung bekommt ihr entsprechende Marken. In der European Dead Zone tauscht ihr diese bei Devrim Kay ein. Devrim ist Scharfschütze, Bartträger und generell ein cooler Typ. Mit den Marken steigt ihr in seiner Gunst. Schaltet ihr eine Stufe frei, bekommt ihr legendäres Equipment. So habt ihr bei euren Erkundungstouren ein klares Ziel vor Augen, auf das ihr hinarbeiten könnt. Wer fleißig ist, sammelt im Handumdrehen viele Marken und wird entsprechend großzügig belohnt.

Destiny 2 - PC Open Beta Trailer
Dieser neue Trailer zu Destiny 2 liefert euch einen kleinen Ausblick auf die bevorstehende Open Beta auf dem PC.

Fazit

Christian Kurowski - Portraitvon Christian Kurowski
Sinnvolle Änderungen für den ultimativen Loot-Rausch

Destiny 2 ist Destiny – und zwar durch und durch. Gerade Veteranen des ersten Teils werden sich in der European Dead Zone sofort heimisch fühlen und wissen, wie der Hase läuft. Trotzdem: Bungie gibt den offenen Gebieten abseits der Hauptkampagne mehr Sinn und Zweck. Es ist simpel wie genial: Bungie platziert in jedem Gebiet einen NPC, der als zentrale Anlaufstelle fungiert. Egal, was ihr auf dieser Karte macht, mit den gesammelten Münzen werdet ihr bei diesem NPC belohnt. So wird man schnell in einen Kreislauf gezogen. Ein paar Aufgaben erledigen, Truhen finden und hochrangige Gegner besiegen, um mit den Marken gute Ausrüstung einzuheimsen.

Im Anschluss geht der Spaß von vorne los. Dieser steigt mit jedem Kumpel, der eurem Feuertrupp beitritt. Die European Dead Zone bietet interessante Gegenden und reichlich Kram zu erledigen, sodass die Zeit wie im Flug vergeht. Hier merkt man im Gegensatz zu Destiny 1 eine deutliche, positive Entwicklung.

Hier gibts noch mehr Action: Top 10: Die besten Spiele der gamescom 2017

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