Test - Demon's Souls : Angst vor dem Tod?

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In eurer Basis im Nexus hinterlegt ihr erbeutete Gegenstände, verbessert eure Waffen oder kauft neues Kriegsgerät sowie Rüstungen. Der Nexus ist zudem der einzig wirklich sichere Ort. Gut. Ihr seid jetzt also tot. Doch wie wieder ins Leben zurückkehren? Einer der Nexusbewohner gibt euch die Antwort: Ihr müsst zurück in die Welt und einen Dämonenboss erledigen. Nichts leichter als das, denkt ihr? Weit gefehlt.

Ein Level, tausend Tode

Im ersten Areal lauft ihr erst einmal ohne zu zögern nach vorne. Erfahrene Spieler sterben schließlich nicht allzu schnell. Doch eure Lebensenergie ist als Wandelnder auf 50 Prozent heruntergefahren. Erst wenn der große Dämon im Level tot ist, gibt es wieder die volle Lebensenergie. Wie begrenzt euer Handlungsspielraum ist, merkt ihr sehr schnell -spätestens nach dem ersten Ableben. Die ersten paar Gegner mögen noch einfach sein, doch dann ist es so weit. Ihr verschätzt euch, nehmt zu spät die Deckung hoch und fallt um.

Schnell findet ihr euch am Levelanfang wieder, alle bisher gesammelten Seelen liegen am Ort eures Todes. Wenn ihr auf dem Weg dorthin sterbt, sind diese Seelen für immer verloren. Da Demon's Souls praktisch permanent automatisch speichert, entfällt das Laden früherer Spielstände. Am Anfang des Spiels mag das wenig schmerzen. Doch spätestens beim Verlust von mehreren tausend Seelen ist die Seelenpein auch in der Realität mehr als groß.

Übrigens erklärt euch das Spiel keine dieser Mechaniken. Wer sich nicht die „Black Phantom Edition" samt Strategieleitfaden zulegt, wird noch weitaus mehr Tode sterben. Darin findet ihr viele hilfreiche Tipps samt einem kompletten Leitfaden zum Durchspielen. Als weitere Goodies warten ein kleines Artwork-Buch sowie eine CD des Spiel-Soundtracks auf euch.

Die Angst in den Füßen

Nach diesen ersten Erfahrungen gerät das Erkunden der Levels zur spannungsgeladenen Zitterpartie. Da die Areale teils extrem dunkel sind, seht ihr manche Feinde erst, wenn sie euch angreifen. Mit der Zeit lernt ihr die verschiedenen Gegnertypen und ihre Schwächen kennen. Immer wieder kommt es dabei zum besagten Tod. Beispielsweise wenn euch ein Ritter per Lanzenrammattacke urplötzlich die gesamte Lebensenergie raubt.

Der Spaß am Erkunden und der Stolz auf die eigene Leistung stellen sich erst mit der Zeit ein. Spätestens wenn ihr mit einem dicken Paket Seelen das erste Mal wieder heil im Nexus landet, ist die Freude groß. Zudem belohnt euch das Spiel mit vielen Extras, wie Geheimgängen und mächtigen Gegenständen, die ihr in so manch entlegenem Winkel findet. Der Frust ist dafür besonders heftig, wenn ihr mal wieder durch einen kleinen Fehler tausende Seelen verliert. Laute Wutausbrüche oder krampfhaftes Festhalten des Controllers, um ihn nicht in die Ecke zu pfeffern, sind da keine Seltenheit.

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