Preview - Def Jam Fight For NY : Def Jam Fight For NY

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Außerdem spielt die Interaktion mit der Umgebung eine tragende Rolle, denn auch mit Hilfe von Publikum, Interieur und Waffen löscht ihr die Lichter eures Kontrahenten ein für alle Male. Der Kampfablauf gibt sich also gewohnt taktisch: Soll ich den Gegner mit Unterstützung des Publikums auseinander nehmen, sein Gesicht einer Schönheitsoperation auf dem Billardtisch unterziehen oder mich allein auf meine Konterfähigkeiten und den Knochen brechenden Blazing Move verlassen?

Auf zur Balz!

Dass eine steile Karriere in der New Yorker Unterwelt auch das vermeintlich schwache Geschlecht auf den Spieler aufmerksam macht, ist ja bereits aus dem Vorgänger bekannt. Auch anno 2004 darf der Spieler wieder um die Gunst aufreizender Schönheiten werben - Eifersuchts-Episoden inklusive! Sieht die Begleitung des Spielers ihr Revier verletzt, geraten schon mal die Östrogene in Wallung. Der Macho am Joypad übernimmt in diesem Fall die Kontrolle über die Herzdame seiner Wahl. Rücksicht auf Frisur oder frisch erneuerte Fingernägel nehmen die Grazien hierbei allerdings nicht.

Mo' Money, mo' Problems?

Anstatt wie beim Serienerstling vorgefertigte Outfits auf den Leib geschneidert zu bekommen, investiert ihr eure hart verdienten Dollar in euer anfangs recht unspektakuläres Outfit. So tauscht ihr den Mammon im Gear Shop gegen eine schier unerschöpfliche Anzahl lizenzierter Markenklamotten, testet neue Frisuren und Bärte bei eurem Lieblingsfrisör oder frönt dem Körperkult im Tattoo-Shop von Manny. Die Krönung stellt im Wortsinne aber der Juwelier Jakob dar. Neben den hier erhältlichen Edelmetallen und -steinen wirken die Kronjuwelen der kompletten europäischen Adelsriege wie die Strass-Perlen um Tante Elviras Hals.

Gleich und gleich gesellt sich gern

Wer so toll aussieht, braucht natürlich auch die richtige Gesellschaft. Hier zeigt sich wieder einmal was es heißt, einen starken Publisher an der Hand zu haben. Neben der namengebenden 'Def Jam'-Prominenz geben sich toll nachgebildete Schauspieler und Musiker aller Couleur die Ehre. Mimen wie Omar Epps ('Mod Squad', 'Brother', 'In too deep'), Vorzeigemexikaner Danny Trejo ('From Dusk Till Dawn', 'Desperado') oder Carmen Elektra ('Baywatch') lassen zusammen mit Sean Paul, Busta Rhymes und Lil' Kim den packenden Storymodus schon fast wie eine ungleich brutalere Fassung eines MTV Awards anmuten. Vor allem in den lebensecht animierten Echtzeit-Zwischensequenzen schöpfen die virtuellen Protagonisten aus dem Vollen. Lediglich die deutlichen Ruckler bei Vier-Spieler-Matches reißen den Spieler in dieser Vorabfassung noch aus dem befremdlichen Schickeria-Event heraus. Jeder der über 70 Gegner steht selbstredend nach seiner Niederlage für Gefechte gegen bis zu drei Freunde in prallen neun verschiedenen Varianten zur Verfügung. Gesellige Naturen werden also auch vortrefflich versorgt. Dass lizenzierte Hip Hop-Tracks namhafter Künstler und lippensynchrone Originalstimmen aller Beteiligten mal wieder für den passenden Klangteppich sorgen, ist natürlich Gangster-Ehrensache.

Fazit

von Alexander Bohn
Eine schlichte Pflichterfüllung sieht anders aus. Vielmehr hat die Aki Corporation es geschafft, einen Nachfolger zu erschaffen, der alle Erwartungen bei weitem zu übertreffen scheint. Vor allem die freie Kombination der fünf verschiedenen Kampfstile sowie die rabiate Interaktion mit der Umgebung bürgen schon jetzt für überaus dynamische Keilereien - und an dem bewährten Grundgerüst der 'Def Jam'-Saga gibt es sowieso nichts zu mäkeln. Werden jetzt noch die teils langen Ladezeiten und die Stotterer bei hohem Feindaufkommen beseitigt, steht der Sieger im Kampf um die Wrestling-Krone schon fest, bevor der Ringrichter den Fight überhaupt eröffnet hat.

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