Preview - Def Jam Fight For NY : Def Jam Fight For NY

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Pimp my Game! Rundum generalüberholt, eingebettet in eine noch dichtere Storyline und gespickt mit Prominenz aus allen Medienbereichen setzt EA zum Finishing Move gegen die versammelte Wrestling-Konkurrenz an. Und obwohl 'mehr’ nicht immer mit 'besser’ Hand in Hand einhergeht, stehen bislang tatsächlich alle Zeichen auf Sieg. Der Gong ertönt, die Kontrahenten sind bereit: Lasset die Spiele beginnen!

Welcome to the dark side!

Nachdem der Spieler die Blutfehde des ersten Teiles von 'Def Jam' mit einem Sieg gegen D-Mobb zu seinen Gunsten entscheiden konnte, setzt 'Fight For NY' das brutale Geschehen nahtlos mit der Verhaftung des breitschultrigen Gang-Königs fort. Auf dem Weg zum Revier fährt aber den verantwortlichen Detectives ein Unbekannter wortwörtlich an den Karren und befreit den Ghetto-Mafioso aus dem staatlichen Gewahrsam. Als rechte Hand des machtbesessenen Freistil-Unternehmers helft ihr fortan schlagkräftig beim Wiederaufbau des Fight Club-Imperiums mit.

Was folgt, ist die wohl originellste Create-a-Player-Sequenz der Videospielgeschichte. In der Haut eines der lädierten Fahnder beschreibt ihr Körpergröße und -masse sowie die Stimme von D-Mobbs Befreier und lasst ein Phantombild anfertigen - wirklich pfiffig!

Die Qual der Wahl

Nach erfolgreicher Flucht entscheidet ihr euch im heimeligen Hauptquartier für einen von fünf Kampfstilen: Neben den selbsterklärenden Streetfighting-, Kickbox-, Martial Arts- und Wrestling-Styles befindet sich ebenfalls die Kunst der 'Submissions' im Angebot, welche sich darauf spezialisiert, durch Haltegriffe die Sehnen und Gelenke des Gegenübers nicht allzu ergonomischen Dehnübungen zu unterziehen. Wer unter akuter Entscheidungsschwäche leidet, sei bereits an dieser Stelle beruhigt: Beim hauseigenen Trainer (sehr charismatisch: Rock-Poet Henry Rollins) widmet ihr euch neben der Verbesserung eurer körperlichen Attribute später dem Meistern bis zu zweier weiterer Stile. Die diversen Kombinationsmöglichkeiten der Techniken ermöglichen hierbei eine große Individualisierung der eigenen Vorlieben und ergeben je nach Mixtur jeweils andere, unverwechselbare Bewegungsmuster und Attacken.

Get in the Ring!

Auf dem Kreuzzug, die detailliert und belebt gestalteten städtischen Clubs von den Schlägern des Unterwelt-Thronfolgers Crow (herrlich fies: Snoop Dogg) zu säubern, wird schnell klar: weder mit den olympischen noch mit den Ringen eines klassischen Wrestling-Spiels haben die 'Def Jam'-Kämpen besonders viel am Hut. Stattdessen prügelt man sich mit rohester Gewalt und allerlei unfairen Argumenteverstärkern meist auf den Dancefloors gut besuchter Lokalitäten. Zwar wurde das auf Griffe, Kicks und Schläge basierende Kampfsystem beibehalten, die Atmosphäre erinnert mit ihren düsteren grauen und braunen Tönen aber eher an 'Fight Club' auf urbanen Beats als an die Show-Sport-Arenen des Vorgängers. Immerhin sind nach wie vor einige beseilte und mit Eckpfosten versehene Schauplätze mit von der blutigen Partie, diese wichen im Kern aber den angesprochenen Party-Tempeln oder speziellen Outdoor-Arealen. Hier bremsen oft einzig eine Zementmauer, Stahlträger oder das Publikum unsanft einen 'Whip-In'.

Ebenso untypisch gibt sich das Regelwerk - sofern man davon sprechen kann. Einen Sieg erlangt ihr nunmehr ausschließlich durch K.O. oder die Aufgabe des Gegners - das aus WWE und Co. bekannte 'Pinning' gehört der Vergangenheit an. Was Wrestling-Fans zunächst sauer aufstoßen könnte, wird aber durch die zahlreichen Möglichkeiten, dieses Ziel zu erreichen, wieder locker ausgebügelt. Einen angeschlagenen Gegner fällt ihr nach wie vor durch einen von 82 erspielbaren Finishing Moves oder aber je nach gewähltem Stil durch harte Griffattacken, bestimmte Kick-Kombos oder eben zermürbende Aufgabetechniken.

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