Test - DeathSpank : Humor und Action dank Ron Gilbert

  • PS3
  • X360
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Aufgaben über Aufgaben

Ihr seid im Endeffekt der Pingpongball für Auftraggeber, die euch übers Land schicken, um diverse Aufgaben zu erledigen. Meistens kloppt ihr euch durch das Spiel, hin und wieder wird aber auch etwas Grips gefordert. So sollt ihr zum Beispiel ein paar rote Imp-Hörner besorgen. Dumm nur, dass es nur weiße Exemplare gibt. Jetzt könnt ihr entweder viel Geld für Farbe ausgeben oder ihr lenkt einen Kirschbaumbesitzer ab, indem ihr einen Amboss in seinem Brunnen versenkt. So gelangt ihr an seine Kirschen, mit denen ihr die Hörner färben könnt.

Ein anderes Mal müsst ihr wortwörtlich mit einem Spezialhammer die Kacke aus den Monstern hauen. Da fällt es schwer, dieses Spiel nicht zu lieben. Wisst ihr mal bei einer Quest nicht weiter, könnt ihr gesammelte Glückskekse gegen Tipps eintauschen. Damit ihr euch in der Welt von DeathSpank etwas schneller bewegt, dürft ihr euch von Toilettenhäuschen zu Toilettenhäuschen transportieren. Diese dienen auch als Speicher- und Wiedereinstiegspunkt.

Gerade das Diablo-Spielprinzip bietet sich ja hervorragend für einen Mehrspielermodus an. Den gibt es auch. Zumindest offline dürfen zwei Spieler gleichzeitig ran. Spieler Nummer eins schlüpft dann in die Rolle von DeathSpank, Spieler zwei ist als Sparkles unterwegs: ein Zauberer, der unterstützend zur Seite steht, allerdings weder auf eingesammelte Items zurückgreifen noch sich hochleveln kann. Im Endeffekt ist Sparkles mehr ein netter Sidekick als ein vollständiger Charakter. Einen Online-Mehrspielermodus gibt es leider nicht. Hier wurde definitiv viel Potenzial verschenkt.

Hübsch ist es ja schon

Der grafische Stil passt zum Humor. Die Welt ist bunt und wirkt rund. Im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn ihr durch das Land zieht, habt ihr das Gefühl, über einen kleinen Planeten zu wandern, dessen Krümmung neue Areale freigibt. Bäume und Häuser wirken dabei wie flache Papierschnitte. Abwechslung gibt es auch ausreichend. Neben grünen Wiesen und Feldwegen wandert ihr durch düstere Gegenden und macht auch so manche Höhle unsicher. Wie bereits erwähnt ist die Sprachausgabe hervorragend, allerdings gibt es das Spiel nur auf Englisch. Die Musik lockert das Spielgeschehen ungemein auf und trägt zur guten Atmosphäre bei.

Fazit

Felix Rick - Portraitvon Felix Rick
Schafft es Ron Gilbert, sich hier ein weiteres Denkmal zu setzen? Nicht ganz. Alleine die Hühnchenkanone, die eine Schar kämpfender Hühner verballert, ist immer wieder für einen Lacher gut. Auch die Charaktere, auf die ihr trefft, und die Dialoge, die sich daraus ergeben, sind einfach fantastisch. Allerdings fehlt nach ein paar Stunden die Abwechslung und das Ganze beginnt sich ziehen. Leider muss man an manchen Stellen unnötig grinden, um gegen Feinde des nächsten Areals überhaupt eine Chance zu haben. Da passt das Balancing nicht. Letztendlich darf man aber nicht vergessen, dass man hier für knapp 15 Euro ein wirklich witziges Spiel bekommt, dessen Spielmechanik hier und da zwar angestaubt ist, aber dennoch einfach gute Unterhaltung bietet.

Wertung

  • X360
    75
    %
  • PS3
    75
    %

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