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Dead Rising 3

Keine Macht den Zombies

  • One

Zombies, wohin man schaut. Gefühlt jede zweite Spielankündigung kommt nicht mehr ohne die verwesenden, schlecht gelaunten Untoten aus. Capcom Vancouver setzt diesem Trend die Krone auf und konfrontiert euch mit nicht enden wollenden Heerscharen lebender Leichen. In keinem anderem Spiel wird euer Weg wohl mit so vielen Toten gepflastert werden. Dead Rising 3 scheint seinen Vorgängern also in nichts nachzustehen.

Zehn Jahre sind seit den Ereignissen des letzten Teils vergangen und die Bedrohung durch die lebenden Toten scheint kein Ende zu nehmen. In der Rolle von Nick Ramos, einem allem Anschein nach ganz gewöhnlichen Mechaniker, bewegt ihr euch die fiktive Stadt Los Perdidos im Bundesstaat Kalifornien. Im Klartext heißt das: Eine frei begehbare Oberwelt lädt zur Erkundung ein. Die Entwickler wollen mit Dead Rising 3 bewusst eine düstere und dunklere Grundstimmung etablieren, gleichzeitig aber auch den für die Serie typischen Humor beibehalten. Überzeichnete Gewaltdarstellungen sind auch hier an der Tagesordnung.

Dead Rising 3 Bild 1Dead Rising 3 Bild 2Dead Rising 3 Bild 3

Damit ihr euch gegen die unzähligen Zombies ordentlich zur Wehr setzen könnt, werdet ihr auf ein umfangreiches Waffenarsenal zurückgreifen. Capcom verspricht Hunderte von Waffen, die wiederum miteinander kombiniert werden können. Dazu werden spezielle Blaupausen benötigt. Mit der entsprechenden Vorlage seid ihr dann in der Lage, beispielsweise eine Pistole mit einer Taschenlampe zu kombinieren und so neue Ausrüstung herzustellen.

Neben der Verbesserung der Shooter-Mechanik liegt der Schwerpunkt insbesondere auf einer realistischeren Physik-Engine. Die E3-Präsentation zeigte bereits, wie diese eingesetzt wird. Wer denkt, er könne mit einem Auto einfach in die versammelte Untoten-Meute ohne schwerwiegende Folgen hineinbrettern, wird schnell eines Besseren belehrt. Die unzähligen Zombies bremsen euren fahrbaren Untersatz nicht nur ab, sondern halten sich auch an dem Wagen fest und versuchen euch so an einer Flucht zu hindern.

Dead Rising 3 - E3 2013 Gameplay Demo

Doch selbst in scheinbar ausweglosen Situationen gibt es Hoffnung. Wie in Zombie U werden eure Gegner geradezu magisch von Lichtquellen angezogen. Mittels Feuerwerkskörpern könnt ihr euch so aus brenzligen Situationen retten. Dead Rising 3 wird eine optionale Kinect-Unterstützung bieten. Kinect registriert während des Spielens eure Stimme, was wiederum spielerische Konsequenzen nach sich zieht. Wer während einer Spielsitzung laut redet oder Angstschreie von sich gibt, lockt schnell Zombies an. Hat einer der Untoten euch im Klammergriff, könnt ihr diesem nur entrinnen, indem ihr den Controller schüttelt. Optional könnt ihr mittels SmartGlass-Funktion Luftunterstützung rufen oder schneller hilfreiche Gegenstände ausfindig machen.

Fazit

Größer, düsterer, blutiger

Der dritte Teil der Dead-Rising-Reihe wurde aus dem Nichts auf Microsofts Pressekonferenz enthüllt. Trotzdem - oder gerade deswegen - könnte Capcoms Untotenhatz ein blutiger Geheimtipp werden. Eine ganze von Zombies überrannte Stadt dient als Schauplatz, den ihr frei nach Herzenslust erkunden dürft. Die düstere Stimmung passt gut zum Szenario. Trotzdem bin ich froh, dass die Entwickler nicht den übertriebenen Stil vernachlässigen, der Dead Rising ausmachte und viele Fans bescherte. Der dritte Teil verzichtet auf Ladezeiten und lässt viele Untote gleichzeitig auf dem Bildschirm umherwandern, was möglicherweise die Ursache für die Ruckler während der gezeigten Szenen ist. Diese technischen Unzulänglichkeiten sollte Capcom noch in den Griff bekommen. Außerdem zeigte Capcom nur einen ganz kleinen Ausschnitt des Spiels. So bleiben gegenwärtig noch einige Fragen offen, unter anderem, ob es die Entwickler schaffen, die große Spielwelt mit interessanten Spielelementen zu füllen. Trotzdem dürfen sich Zombie-Fans auf frisches Futter freuen. Ob Dead Rising 3 aber in Deutschland erscheint, ist momentan noch fraglich.