Test - Das Schwarze Auge: Blackguards 2 : Verbessertes DSA-Abenteuer

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Daedalics Spieletüftler sind vornehmlich für ihre Point-&-Click-Adventures in der Spielergemeinde bekannt. Doch spätestens mit Das Schwarze Auge: Blackguards haben sie gezeigt, wie gut sie ordentliche Hexfeldtaktik mit einem Aventurien-Rollenspiel vereinen können. Das Spiel hatte ohne Frage noch Ecken und Kanten. Diese möchte man nun mit dem Nachfolger Blackguards 2 rundschleifen. Man hat sich die zahlreichen Kritiken der Community zu Herzen genommen und versucht jetzt, ein besseres Taktikrollenspiel anzubieten. Darum haben wir uns erneut mitsamt des DSA-Regelwerks nach Aventurien begeben, um in den Rundentaktikkämpfen herauszufinden, in welche Richtung Daedalic Blackguards lenkt. Ob es der richtige oder falsche Weg ist, verraten wir euch in unserem Test.

Ihr schlüpft in die Rolle von Cassia. Sie ist ein junges Fräulein, das sich in einem Kerker voller finsterer Kreaturen wiederfindet und eines der Glanzlichter des Spiels darstellt. Eingesperrt hat euch dort der Gladiatorenkönig Marwan von Mengbilla. Euer erstes Ziel ist also, aus diesem finsteren Verlies inmitten eines riesigen Labyrinths zu fliehen. Vor allem die Riesenspinnen sorgen für reichlich Schmerzen inklusive dummer Nebeneffekte, die über kurz oder lang entweder zum Tod oder zum Wahnsinn führen.

Ist euch die Flucht gelungen, beginnt eine lange Reise, um am Ende Marwan vom Thron zu befördern, ergo die Fantasy-Welt zu erobern. Ein hochgestecktes Ziel, das ihr alleine nicht schaffen werdet. Aber mit einer gescheiten Truppe aus alten Helden Blackguards sollte dies gelingen. Außerdem müsst ihr mit eurer waschechten Antiheldin eine große Armee aufstellen - eine der Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger. Aber dazu später mehr.

Ich, Cassia, bin gut oder böse

Mit der vorgefertigten Cassia habt ihr zwar keine Möglichkeit, eure Spielfigur individuell zu erstellen, dafür habt ihr freie Hand, im Verlauf des Spiels die Richtung zu bestimmen. Das bedeutet, ihr könnt selbst wählen, ob eure Protagonistin einen diplomatischen Weg einschlägt oder als kompromisslose, brutale Führerin berühmt-berüchtigt wird. Auf eurem Feldzug der Eroberung trefft ihr die meiste Zeit alle Entscheidungen selbst. Das betrifft die zahlreichen gut synchronisierten Dialoge, die Haupt- und Nebenquests sowie die Entscheidungen in den Taktikkämpfen. Das Schöne ist, dass das nicht nur auf der Packung steht, sondern bis zum fulminanten Ende gut umgesetzt wird.

Das Schwarze Auge: Blackguards 2 - New Features Trailer #2: Gameplay
Im zweiten Features-Trailer zu Blackguards 2 werden die Gameplay-Neuerungen gegenüber dem Vorgänger vorgestellt.

In diesem Spiel ist durch die Entscheidungsfreiheit so ziemlich alles an Konsequenzen möglich. Sogar dass ihr am Ende alleine dasteht, wenn ihr als Ekelpaket durch die Lande zieht oder wie ein Elefant im Porzellanladen eure Gefolgschaft vergrault. Seine Blackguards zu verlieren, macht das Ganze nämlich nicht einfacher.

Freunde gesucht

In Blackguards 2 kämpfen erneut Gefährten an eurer Seite. Unter ihnen findet ihr etliche der illustren Charaktere aus dem ersten Teil wieder. Also reichlich zwielichtige Halunken, Diebe und Mörder der Blackguards, die den ersten Akt überlebt haben. Wie im Vorgänger kommt mit diesen verrückten Personen reichlich moralischer Abschaum ins Spiel, was aber auch den Spaß an der Andersartigkeit dieser Charaktere anhebt. Dadurch und durch die Entscheidungsfreiheit schafft es Daedalic, einen besseren Bezug zwischen Story und Spielfiguren aufzubauen.