20.09.2012 - Marcus Rätzke
Der normale Ablauf beim Kauf eines Konsolenspiels ist simpel. Spiel erwerben, Konsole anschalten, Silberling einschieben und los geht die wilde Jagd. Unkompliziert und zugänglich – so wie es heutzutage üblich ist. Da ist die Spezies der PC-Spieler freilich etwas differenzierter gestrickt. Hier wird erst mal in wohliger Vorfreude das Spiel gekauft und brav auf dem Rechenknecht installiert. Nach erfolgreicher Aufspielung startet das imposante, aber nichtssagende Intro von Dark Souls. Zunächst wird natürlich das Menü der grafischen Möglichkeiten erkundet. Schließlich wollen wir in Erfahrung bringen, was der Grafikmotor so alles leisten kann.
Schon kommt die erste Ernüchterung auf. Nur rudimentäre Einstellungsmöglichkeiten wie Auflösung, Frequenz oder Vollbild lassen sich unter dem Punkt "Bildschirm" anpassen. Das Ganze wird nur noch durch Anti-Aliasing und etwaige Bewegungsschärfe ergänzt. Dies ist für den Computer-Veteranen verständlicherweise viel zu wenig, zumal auch matschige Texturen und Clipping-Fehler die Qualität der Darstellung trüben. An dieser Stelle schafft eventuell die Modifikation eines Fans Abhilfe, die zur Verbesserung der Texturschärfe bei höheren Auflösungen beitragen soll.
VERGLEICHSSCREENSHOT mit MOD
VERGLEICHSSCREENSHOT ohne MOD
Das Land der aufgehenden Sonne ist nachweislich keine Hochburg von PC-Spielen. Umso erstaunlicher ist, dass NAMCO Bandai dem Wunsch der Community folgte und eine Portierung in Auftrag gab. Die abgekühlte Stimmung bezüglich der Grafik wird noch kälter, wenn der geneigte PC-Spieler sein bevorzugtes Werkzeug, nämlich Maus und Tastatur, nicht nutzen kann. Zwar ist jeder Knopfdruck im Menü editierbar, aber es ist eine Illusion zu glauben, man hätte somit die volle Kontrolle. Daraus machen die Japaner auch keinen Hehl – laut eigener Aussage ist der Titel nur mit Gamepad vernünftig spielbar. Im Test können wir dieses Statement nur bestätigen, die Kameraführung ist in der Tat sehr gewöhnungsbedürftig und das Ausführen der Aktionen zu hakelig. An dieser Stelle sei erwähnt, dass nur XInput-kompatible Eingabeapparate ihren Dienst verrichten werden.
Letztendlich liegen aus technischer Sicht zu viele Steine auf dem Weg, die nur unter Anstrengung oder mit gutem Willen beseitigt werden können. Dazu kommen noch weitere Probleme, die besonders am Anfang das Risiko erhöhen, das Spiel links liegen zu lassen. Doch hier möchten wir gleich einhaken. Nostalgisch veranlagte Fans und Rollenspieler, die eine Herausforderung suchen, werden in Dark Souls Hunderte von Erlebnissen haben, die das wohlige Gefühl der Pionierzeit von Computer-Spielen wiederbringen. Dark Souls ist kein Titel für Gelegenheitsspieler. Versprochen!
Zu Beginn bastelt ihr euch genretypisch euren Charakter zusammen. Hierfür stehen euch zehn unterschiedliche Klassen wie Kleriker, Krieger oder Dieb zur Auswahl. Im kleinen, aber feinen Editor noch die unwichtigen Äußerlichkeiten festgelegt und ab in den Kampf. Fragt sich nur, wie der gemeistert werden kann. Der Controller ist voll belegt und jede Taste hat ihre eigene, spezielle Funktion. Die Schultertasten dienen zum Blocken und für diverse Schwerthiebe, Stiche und Schwünge, während das Steuerkreuz für die Item-Schnellauswahl zuständig ist. Die Buttons werden gedrückt, um die Items zu nutzen oder vom Einhand- auf den Doppelhandgriff zu wechseln.
Woher wir das wissen? Jedenfalls nicht aus einem ausführlichen Tutorial. Wenn überhaupt, treffen wir auf kleine Textpassagen, die die Eingangserklärung übernehmen. Aber selbst das ist für ein solches Spiel schon fast zu viel des Guten. Eigentlich möchte Dark Souls uns ohne große Erklärungen in seine Welt schicken und uns nicht bei jedem Schritt an die Hand nehmen. weiter...
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Kommentare zu Dark Souls
Dark Souls mag sonst ein ordentliches Spiel sein, aber die PC-Fassung ist ein ungeheuer schlechter Port geworden.
ABER es ist trotzdem irgendwie sau geil. Obwohl ich überhaupt keinen Plan habe worum es in dem Spiel geht, außer fast jeden Abschnitt x mal zu wiederholen und dann doch an Stellen wo man 20x schon durch war zu sterben.
Vielleicht solltest du die genauere Beschreibung deiner Items lesen indem du zweimal die anzeige umschaltest. Dann wirst du manche Sachen verstehen.
Die Zusatzinhalte sind eigentlich nicht der Rede wert. Die Story um Artorias wird etwas vertieft und das Spiel um ein paar knackige Bosse und Gegenstände erweitert. Zugriff auf die Inhalte hast du frühstens, nachdem du das Herrschergefäß gefunden und abgegeben hast.
Ach ja, sind die Ruckler bei der Ruckelstadt in der prepare to die - edition verbessert worden? Wären die Ruckler nicht so extrem wäre es einer meiner lieblingsgebiete gewesen. Außerdem habe ich ja gehört, dass das Problem mit den Performance-Problemen gelöst wurde.
Ich habe die Performance-Probleme nachwievor. Allerdings habe ich den im Test beschriebenen MOD bei mir installiert - eventuell hängt das damit noch zusammen. Wahrscheinlicher ist aber, dass diese noch nicht restlos ausgemerzt wurden.
Aber wie stark sind sie? Sind sie immer noch so stark wie vorher oder sinkt es nur ganz leicht z. B. 4-5 Frames weniger?
Dark Souls mag sonst ein ordentliches Spiel sein, aber die PC-Fassung ist ein ungeheuer schlechter Port geworden.
ABER es ist trotzdem irgendwie sau geil. Obwohl ich überhaupt keinen Plan habe worum es in dem Spiel geht, außer fast jeden Abschnitt x mal zu wiederholen und dann doch an Stellen wo man 20x schon durch war zu sterben.
Die Zusatzinhalte sind eigentlich nicht der Rede wert. Die Story um Artorias wird etwas vertieft und das Spiel um ein paar knackige Bosse und Gegenstände erweitert. Zugriff auf die Inhalte hast du frühstens, nachdem du das Herrschergefäß gefunden und abgegeben hast.
Ach ja, sind die Ruckler bei der Ruckelstadt in der prepare to die - edition verbessert worden? Wären die Ruckler nicht so extrem wäre es einer meiner lieblingsgebiete gewesen. Außerdem habe ich ja gehört, dass das Problem mit den Performance-Problemen gelöst wurde.
Ich habe die Performance-Probleme nachwievor. Allerdings habe ich den im Test beschriebenen MOD bei mir installiert - eventuell hängt das damit noch zusammen. Wahrscheinlicher ist aber, dass diese noch nicht restlos ausgemerzt wurden.
Die Zusatzinhalte sind eigentlich nicht der Rede wert. Die Story um Artorias wird etwas vertieft und das Spiel um ein paar knackige Bosse und Gegenstände erweitert. Zugriff auf die Inhalte hast du frühstens, nachdem du das Herrschergefäß gefunden und abgegeben hast.
Trotzdem sollten sie erwähnt werden. Schließlich würde ich gerne wissen, wie viele Stunden man da verbringen kann und wie viel Detail sie haben.
Ach ja, sind die Ruckler bei der Ruckelstadt in der prepare to die - edition verbessert worden? Wären die Ruckler nicht so extrem wäre es einer meiner lieblingsgebiete gewesen. Außerdem habe ich ja gehört, dass das Problem mit den Performance-Problemen gelöst wurde.
Der Mod hat nix mit verbesserten Texturen zu tun. Das Problem ist: egal, welche Auflösung du einstellst, das Spiel rechnet intern wohl nur in 1024x720 und skaliert dann auf die Bildschirmauflösung hoch (wie auch auf den Konsolen). Das Ergebnis sieht absolut grausig aus, wer sonst 1080p oder höher am PC gewohnt ist. Gut, dass es den Mod gibt, sonst wär das ein K.O.-Grund. Auch gut, dass die Gamepad-Steuerung was taugt, denn sonst wär die gräßliche Maus/Tastatur-Unterstützung der nächste K.O.-Grund.
Dark Souls mag sonst ein ordentliches Spiel sein, aber die PC-Fassung ist ein ungeheuer schlechter Port geworden.
@liligerlol
Die Zusatzinhalte sind eigentlich nicht der Rede wert. Die Story um Artorias wird etwas vertieft und das Spiel um ein paar knackige Bosse und Gegenstände erweitert. Zugriff auf die Inhalte hast du frühstens, nachdem du das Herrschergefäß gefunden und abgegeben hast.
Was die deutschen Untertitel betrifft:
Ich vermute mal, dass die auf Basis der japanischen Version übersetzt wurden. Anders kann ich mir die teils massiven Unterschiede zu den englischen Texten nicht erklären.
Dark Souls zeigt sehr schön, dass man in heutigen Spielen als Spieler viel zu fest an der Hand genommen wird und geführt wird. Es ist einfach toll in einer Welt zu sein, in der man genau so viel weiss wie der Protagonist, nämlich nichts. Kein Ritter-GPS dass mir den Weg verrät, keine Radar, der mir mitteilt "Höhle, 200 Meter rechts" wie im ungemodeten Skyrim. Dazu schönes Leveldesign, das zuerst "schlauchig" wirkt aber Schlussendlich genau das Gegenteil ist.
Schöner Test, ABER was ist mit den Zusatzinhalt? Auf den wurde kaum eingegangen.
Und die Vergleichsbilder mit und ohne mod kann ich nicht wirklich bestätigen. Bei meiner XBOX sieht es nur von einem betimmten Blickwinkel aus. Bei der normalen Entfernung sind die Rüstungen sehr detailreich. Liegt wohl am guten Anti-Aliasing.
Zu guter letzt: Was ist mit den Rucklern und Ladezeiten(die so oder so kurz sind aber trotzdem)? Ich hab gehört die sollen verbessert worden sein.
Wenn ihr das noch ergänzt bin ich zufrieden. Danke im Voraus.