Test - Dark Age of Camelot: Catacombs : Dark Age of Camelot: Catacombs

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Seit nun mehr als drei Jahren laufen die Server des Online-Rollenspiels 'Dark Age of Camelot' auf Hochtouren. Nachdem die Konkurrenz immer stärker wird, will Mythic mit einem Add-on dafür sorgen, dass der Anschluss nicht verloren geht. Mit Erfolg?

Seit nun mehr als drei Jahren laufen die Server des Online-Rollenspiels 'Dark Age of Camelot' auf Hochtouren. Die Konkurrenz ist mittlerweile größer geworden und gerade 'World of WarCraft' scheint das Genre übermächtig zu dominieren. Doch Mythic Entertainment schob vor einigen Wochen mit 'Catacombs' ein viel versprechendes Addon nach, das wir im Langzeittest unter die Lupe nahmen. Laue Erweiterung oder sinnvolle Zusätze?

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Dark Age of Camelot
The Elder Scrolls IV: Oblivion
EUR 25.99 / CHF 49.00
Frische Solokost

'Catacombs' ist mittlerweile die fünfte Erweiterung für 'Dark Age of Camelot' – sofern man auch die kostenlosen Add-ons einberechnet. Im Gegensatz zum direkten Vorgänger 'New Frontiers' konzentrierten sich die Entwickler diesmal darauf, vor allem dem PvE-Part wieder mehr Bedeutung zu geben. Gerade Solo- und Gelegenheitsspieler hatten es bis vor kurzem noch sehr schwer, ohne Unterstützung einer Gilde oder einem so genannten 'Buffbot' (ein zweiter Charakter, der den anderen ausschließlich mit Stärkungszaubern bestückt) ordentlich zu leveln. Streitereien um bestimmte Areale mit Monstern waren keine Seltenheit und allgemein war das Vorankommen doch etwas mühsam. Genau hier setzte Mythic Entertainment an und schiebt sinnvolle Neuerungen nach.

So gibt es jetzt bereits ab der ersten Charakterstufe eine Vielzahl frischer Quests, die neben Geld- und Sachbelohnungen auch einen großen Batzen Erfahrungspunkte einbringen. Die Aufgaben reichen vom Töten konkreter Monster bis hin zum Aufspüren versteckter Objekte. Die Atmosphäre und Abwechslung eines 'World of WarCraft' wird dabei zwar nicht erreicht, doch es ist definitiv der Schritt in die richtige Richtung. Hinzu kommen instanzierte Dungeons, die ausschließlich für einen Spieler bzw. eine Gruppe erstellt und mit passenden Monstern und Aufträgen bestückt werden. Nie war Leveln in 'Dark Age of Camelot' so einfach. Hinzu kommen die schicken neuen Untergrundgebiete, die den Forschertrieb wieder aufkeimen lassen.

Frisches Blut

Doch damit nicht genug. Gleichzeitig tauchen mit dem Addon gleich fünf neue Spielklassen auf, die zahlreiche neue Mechaniken mit sich bringen. Ab sofort gibt es mehrere Zauber, die einen kegelförmigen Wirkungsbereich besitzen und sich vor dem Charakter ausbreiten – ein völlig neues Konzept. Ebenfalls interessant ist der Hexenmeister. Dieser kann quasi zwei Sprüche auf einmal wirken, benötigt jedoch auch fast doppelt so lange, um diese zu sprechen. Gleichzeitig speichert er einige Zauber in so genannten 'Kammern', um diese dann auf Knopfdruck blitzschnell zu entfesseln. Die Banshee arbeiten mit der Macht der Akustik und verfügen über eine Vielzahl von Flächen- und Angriffszaubern. Der Ketzer aus Albion ist eine Mischung aus Heiler und Supporter, der gefallene Kameraden in Form eines Monsters wiederbeleben kann und mit pulsenden Feuerzaubern um sich wirft. In der aktuell vorliegenden Version sind die Klassen allerdings noch nicht sonderlich ausbalanciert. Der Hexenmeister aus Midgard beispielsweise richtet innerhalb weniger Sekunden extrem viel Schaden an und legt selbst mächtige Tank-Klassen mit einem Fingerschnippen flach. In den USA wurde diese Klasse bereits etwas abgeschwächt.

Frische Optik

Neben den spielerischen Neuerungen ist wohl die grafische Generalüberholung der größte Pluspunkt des Add-ons. Sämtliche Charaktere bekamen neue, sehr detaillierte Skins spendiert und lassen diese in völlig neuem Glanz erstrahlen. Auch die neuen Areale und Zaubereffekte sind famos in Szene gesetzt und gehören definitiv zur Oberklasse des Genres – gute Hardware vorausgesetzt. Schade nur, dass alte Clippingfehler und öde Texturen diesen Eindruck vermiesen. Akustisch hat sich bis auf ein paar neue Soundeffekte nicht allzu viel getan, wenn diese auch allesamt recht ordentlich klingen.

Fazit

André Linken - Portraitvon André Linken
Diese Frischzellenkur hatte das angestaubte 'Dark Age of Camelot' bitter nötig. Endlich dürfen sich auch Gelegenheitsspieler wieder an das Spiel wagen. Die Grafik sieht toll aus und auch die neuen Klassen machen Spaß. Die Balance und die Atmosphäre bleiben weiter verbesserungswürdig.

Überblick

Pro

  • fünf neue Klassen
  • optische Generalüberholung
  • erhöhte Einsteigerfreundlichkeit
  • Leveln dank Instanzen/Quests einfacher

Contra

  • einige Klassen (noch) zu stark
  • Quests meist recht eintönig
  • alte Grafikfehler noch vorhanden
  • Powergamer noch immer zu stark im Vorteil

Wertung

  • PC
    85
    %

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