Test - Crimson Sea 2 : Crimson Sea 2

  • PS2
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Während das SciFi-Abenteuer 'Crimson Sea' nur auf der Xbox erschienen ist, dürfen sich die PS2-Anhänger dafür nun auf den Nachfolger freuen. Ob ’Crimson Sea 2’ aber tatsächlich ein Grund zur Freude ist, klären wir im Review.

Es ist mittlerweile etwas über zwei Jahre her, als der Hybrid Sho die Galaxis Theophilus vor dem sicheren Untergang gerettet hat. Die galaktische Sicherheitsorganisation IAG steht mittlerweile jedoch kurz vor dem Zusammenbruch, was Anarchie und Chaos nach sich ziehen würde. Wieder mal liegt das Schicksal in den Händen des jungen Helden; seines Zeichens halb Mensch und halb Alien. Doch diesmal ist er nicht ganz alleine.

Besser im Duett

Wie bereits im Vorgänger schlüpft ihr in die Rolle des Vipa namens Sho, der aufgrund seiner ausgeprägten Kampfkünste und seinen speziellen Fähigkeiten der ideale Mann ist, um es mit einer Heerschar von außerirdischen Monstern aufzunehmen. Ihm zur Seite steht ab sofort die hübsche aber ebenso energische Feanay mit ihren individuellen Fähigkeiten. Bevor man sich jedoch die fiesen Biester vornimmt, sollten sich gerade Einsteiger zunächst mal das umfangreiche Tutorial etwas näher anschauen. Dort werden euch sowohl die grundlegende Steuerung als auch einige Spezialmanöver vorgeführt, die ihr dann auch gleich in einer kleinen Trainingsrunde ausprobieren könnt. Um sich wirklich effektiv durch die Gegnerhorden schlagen zu können, ist es ratsam, das gesamte Angebot an Aktionen und Special Moves auszuschöpfen. In gewohnter Manier nehmt ihr die Monster entweder mit eurem Fernwaffenarsenal aufs Korn oder geht mit scharfen Klingen direkt in den Nahkampf über. Geschickte Combos lassen einen Zähler nach oben schnellen, der ab einem bestimmten Stand einen kurzfristigen Zeitlupen-Effekt aktiviert, der besonders den Kampf gegen mehrere Feinde gleichzeitig deutlich erleichtert.

Mit Hilfe bestimmter Tasten- und Stickkombinationen führt ihr besonders tödliche Manöver aus, bei der kaum noch ein Gegner auf den Beinen bleibt. Dank einer halbautomatischen (auf Wunsch auch auf Tastendruck aktivierbaren) Zielerfassung passiert es nur selten, dass ein Schlag oder Schuss mal ins Leere geht. Habt ihr genügend Tote auf eurem Konto, dürft ihr die NeoPsionischen Fähigkeiten aktivieren, von denen es gleich mehrere Varianten gibt. So könnt ihr beispielsweise mit einem schützenden Schirm quer durch die Feindesmassen stürmen, ohne auch nur einen Kratzer abzubekommen.

Tröge Actionkost

Ihr dürft sogar im Verlauf des Spiels, eure Waffen in verschiedenen Bereichen aufwerten und müsst zu diesem Zweck entsprechende Objekte einsammeln. Diese findet ihr in den über 60 Missionen, die ihr an einer Art Terminal auswählen dürft. Dadurch gestaltet sich der Verlauf nicht mehr ganz so linear wie gewohnt, doch wirklicher Handlungsfreiraum wird euch dadurch nicht gewährt. Auch die teilweise recht interessante Story und ein paar kleine Mini-Rätsel können nicht darüber hinwegtäuschen, das man im Prinzip doch nur von einer Massenschlacht zur nächsten rennt, was auf Dauer viel zu eintönig ist, um wirklich zu begeistern. Etwas mehr Abwechslung und Spaß bietet der Multiplayer-Part mit insgesamt drei verschiedenen Spielvarianten.

Grafisch sieht es recht ähnlich aus. Die verschiedenen Waffen- und Spezialeffekte sind zum größten Teil imposant in Szene gesetzt und sorgen anfangs noch für offene Münder. Nach einiger Zeit hat man sich daran aber satt gesehen und dann prägt die ziemlich karge Umgebungsdarstellung den insgesamt nicht sonderlich berauschenden Gesamteindruck. Auch soundtechnisch wird nicht mehr als minimal überdurchschnittliche Kost geboten.

Fazit

André Linken - Portraitvon André Linken
'Crimson Sea 2' präsentiert sich ausgereifter als der Vorgänger, trotzdem bleibt am Ende nur ein knapp gutes Action-Spiel mit ein paar schicken Grafikeffekten. Auch der verbessere Multiplayer-Modus kann da nicht mehr viel reißen.

Überblick

Pro

  • interessante Story
  • zwei spielbare Charaktere
  • einige coole Grafikeffekte

Contra

  • technisch insgesamt nur Durchschnitt
  • auf Dauer zu eintönig
  • wenig anspruchsvoll

Wertung

  • PS2
    72
    %

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