Test - Creative Sound Blaster Tactic3D Fury : Vielseitiger Schreihals für Einsteiger

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Der Abhörskandal weitet sich aus! Nachdem wir kürzlich bereits das Siberia Elite in unser Programm gegen inkompetente Sound-Maschinen (kurz PRISM) aufnahmen, starten wir nun einen Lauschangriff auf Creative. Das neue Sound Blaster Tactic3D Fury soll PC/Mac- und PS4-Spieler als Einsteiger-Headset dienen. In unseren heutigen Enthüllungen leaken wir, ob sich der Tonapparat für euch lohnt und welchen Platz er auf unserer Most-Wanted-Bestenliste einnimmt.

Creative schmuggelt das Fury für knapp 60 Euro auf euren Kopf, weswegen die kabelgebundene Klangbüchse gerade noch in die Einsteigerkategorie gehört. Die Elektronik bettet der Traditionshersteller in sein typisches Gehäuse-Design für Spiele-Headsets ein, auf dessen Vor- und Nachteile wir gleich noch beim Tragekomfort eingehen.

Bezüglich der Ausstattung überrascht der rot-schwarze Brüllbügel. Aus den 40-mm-Lautsprechern plätschert auf Wunsch ein 7.1-Raumklang, den es aber nur dann zu hören gibt, wenn ihr die mitgelieferte kleine USB-Sound-Karte an euren PC/Mac stöpselt. In diesem Fall könnt ihr zudem Creatives beigelegte SBX-Software für Windows und Mac anwerfen, um beispielsweise die Equalizer einzustellen oder per VoiceFX eure Stimme zu verfremden - passend für anonyme Enthüllungsanrufe. Ohne Sound-Karte sprudeln nur Stereotöne heraus.

Für den Analogbetrieb ohne Sound-Karte baumelt ein vierpoliger 3,5-mm-Stecker am Headset, den ihr beispielsweise an euer Smartphone/Tablet oder an eure PlayStation 4 anschließen könnt. Weil der Stecker das Mikrofon berücksichtigt, funktioniert bei diesen Geräten praktischerweise die Sprachübertragung. Auch auf dem PC kann das analoge Signal ohne Sound-Karte verwendet werden, sofern ihr das Fury über das beigelegte Zusatzkabel mit getrennten Audio- und Mikrofonsteckern andockt.

Am fest mit dem Headset integrierten Kabel baumelt ein spartanisches Steuerpult, mit dem ihr das abnehmbare Mikrofon stummschalten und die Lautstärke justieren könnt.

Klang und Mikrofon

Gemessen am Preis verdient sich die Ausstattung eine feste Umarmung. Beim Klang verspielt das Fury ein paar dieser Vorschusslorbeeren wieder, insbesondere beim analogen Betrieb über den Klinkenstecker. In dem Fall klingen sowohl die für Spieler wichtigen Mitteltonlagen als auch höhere Tonfrequenzen etwas stumpf, aber für den Preis allemal im akzeptablen Rahmen. Mit intensiven Bässen versucht das Fury diese kleineren Tonschwächen zu kaschieren, kann über sie letztendlich aber nicht hinwegtäuschen. Klangverliebte wird diese Qualität stören, normale Spieler werden sie dagegen relativ akzeptabel finden.

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