Test - Cougar im Dreierpack! : Zwei Tastaturen und eine Maus im Test

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    Mäuse richtig angelegt?

    Zu einem Keyboard gehört natürlich immer eine Maus. Cougar hat deshalb die 300M gleichzeitig mit den Tastaturen veröffentlicht. Der kleine Nager soll mit 4.000 dpi, 1.000 Hz Abtastrate, 1 ms Reaktionszeit und 7 programmierbaren Tasten punkten. Im ersten Moment hören sich 4.000 dpi vielleicht wenig an, tatsächlich sind sie aber völlig ausreichend, sofern man nicht mit extrem hohen Auflösungen oder Multi-Monitor-Set-ups zockt. Bei Full HD verringern die meisten ihre Dots-per-Inch-Rate ohnehin auf knapp 2.000, da Spiele wie Counter-Strike ansonsten einem Eichhörnchen auf Speed gleichkommen.

    Die Maus ist relativ klein und leicht. Wer also größere Pranken oder lieber etwas mehr in der Hand hat, wird damit nicht glücklich. Die beworbene Soft-Touch-Oberfläche macht einen billigen Eindruck. Das Mausrad sowie die seitlichen Tasten bestätigen dies. In Spielen verhält sie sich wie jede andere Standardmaus. Der Zusatz „Gaming“ ist also etwas deplatziert. Die im April getestete Hori Edge 101 kostet minimal mehr (knapp 15 Euro), bietet dafür aber bessere Qualität in allen Belangen. Dementsprechend gibt es keinen Kaufgrund für die 300M, abgesehen vom Preis. Ansonsten sollte man sich lieber eine Maus kaufen, die etwas teurer, dafür aber auch hochwertiger ist.

    Welcome to the Rubberdome

    Das letzte Peripheriegerät ist eine Rubberdome-Tastatur. Die Membrantechnik ist immer noch am weitesten verbreitet, auch wenn Spieler mehr und mehr zu mechanischen Tastaturen greifen. Membran-Keyboards sind leise, kostengünstig und die Tasten haben einen weichen Anschlag.

    Im Vergleich mit einer mechanischen Tastatur gibt es aber einen wesentlichen Unterschied: Die Taste muss komplett gedrückt sein, damit die darunterliegende Platine den Befehl annimmt und weitergibt. Dementsprechend ist die Abnutzung größer und die Qualität geringer. Sofern man nicht täglich am PC sitzt, an seinem Rechner arbeitet und zockt, wird einem das aber reichen.

    Die Cougar 300K ist somit vom Gefühl her eine Standardtastatur, die nur durch ihre Features einen Unterschied macht. Allem voran bietet sie ein vollständige gelbe Hintergrundbeleuchtung. Anders als ihr mechanischer Bruder ist sie gleichmäßig ausgeleuchtet. Außerdem bietet sie Makroaufzeichnungen, sodass Tasten frei belegt werden können. Für etwas mehr als 30 Euro war es das schon. Für ein Rubberdome-Keyboard stimmt somit das Preis-Leistungs-Verhältnis.

    Wer kein Interesse an einer mechanischen Ausgabe hat, kann getrost zugreifen. Haben wir jedoch eure Neugierde für mechanische Schreibbretter geweckt, solltet ihr euch die einsteigerfreundliche Logitech G610 mal genauer anschauen.

    Software oder gar Treiber sind für alle drei getesteten Geräte übrigens nicht notwendig. Wer möchte, kann sich die offizielle Cougar-Software herunterladen, erhält dadurch aber nur einige Zusatzfunktionen wie das Einstellen der Makros.

    Fazit

    Julian Laschewski - Portraitvon Julian Laschewski
    Ordentliche Tastaturen, schwache Maus

    Als bekennender Fan mechanischer Tastaturen freue ich mich immer über die Gelegenheit, neue Hardware auszuprobieren. Die Attack X3 hat mir gut gefallen, auch wenn sie nicht zu meinen Favoriten zählt. Preis und Qualität stimmen aber. Anders sieht das bei der Maus 300M aus. Sie wirkt recht billig und hat mir nicht zugesagt. Zudem passt sie nicht gut in meine Handfläche und war dadurch nicht angenehm zu bedienen. Die 300K ist eine solide Rubberdome-Tastatur, die vollkommen ausreichend ist, wenn man nicht täglich am PC sitzt. Wenn doch, sollte man sich unbedingt mal im mechanischen Segment umschauen!

    Überblick

    Pro

    • hochwertiger Korpus und hochwertige Switches (X3)
    • leiser, aber merkbarer Widerstand (X3)
    • angenehmes Tippgefühl (X3)
    • keine Treiber notwendig (X3)
    • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (X3)
    • kostengünstig (300K und 300M)
    • nette Features (300K)
    • schicke, gleichmäßige Hintergrundbeleuchtung (300K)

    Contra

    • kein USB-Passthrough (X3)
    • Plastikzierleisten wirken billig (X3)
    • Multimediatasten scheinen deplatziert (X3)
    • Beleuchtung nicht gleichmäßig (X3)
    • kaum Einstellungsmöglichkeiten (X3)
    • billige Verarbeitung (300K und 300M)
    • recht klein (300M)
    • fühlt sich nach Plastik an (300M)

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