Special - Wet Keyboard Contest : Razer Black Widow vs. Corsair K68 RGB

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Corsair K68 RGB

Corsair geht es mit der K68 RGB etwas gemächlicher an, was die Schutzklasse betrifft. Diese wird mit IP32 angegeben, was Schutz gegen Fremdkörper > 2,5 mm und gegen Tropfwasser bedeutet. Das dürfte vor allem durch die dedizierten Multimediatasten im rechten oberen Bereich begründet sein, unter denen keine zusätzliche Verkleidung zu entdecken ist. Die Haupttastenbereiche sind aber wie bei der Black Widow mit einer Verkleidung unterlegt, die durchaus geeignet ist, Krümel oder den Guss aus der Kaffeetasse schadlos zu überstehen.

Die Corsair K68 RGB ist mit 139,99 Euro rund 20 Euro teurer als ihr Razer-Gegenstück. Das Gehäuse besteht zwar aus Kunststoff, ist aber – wie bei Corsair üblich – sehr robust und sauber verarbeitet. Mit der beiliegenden abnehmbaren Handballenablage sammelt die K68 sogleich den ersten Pluspunkt gegenüber der Black Widow Ultimate. Zudem nimmt sie trotz der zusätzlichen Multimediatasten ohne Ablage mit Abmessungen von 455 x 170 x 39 mm sogar einen Tick weniger Platz ein.

Corsair setzt bei den Schaltern auf die bewährten Cherry MX Red mit ihrem weicheren Tippverhalten ohne Klickgeräusche. Auch hier wieder: Geschmackssache. Gerade zum Zocken haben sich die roten Switches aber bewährt, sie gehören zu den beliebtesten Schaltern. Die Features sind im Grunde ähnlich und umfassen Anti-Ghosting sowie 1.000 Hz Polling Rate, aber dafür ein Full-Key-Rollover. Auch hier also ein kleiner Pluspunkt für das Corsair-Modell.

Die Konfiguration über die Corsair Utility Engine geht gut von der Hand. Gegenüber der einfarbig grünen Beleuchtung der Razer-Tastatur wird hier sogar volle RGB-Beleuchtung angeboten. Dafür ist die Tastenbeschriftung grober und weniger elegant als bei der Black Widow. USB-Passthroughs oder Audioanschlüsse gibt es übriges bei beiden Tastaturen nicht.

Fazit

Qualitativ nehmen sich die Razer Black Widow Ultimate 2017 und die Corsair K68 RGB nicht so wahnsinnig viel. Beide Tastaturen sind gut verarbeitet und verfügen über hochwertige Switches. Ob einem die etwas lautere, klickende Grünvariante der Razer-Tastatur oder Corsairs leisere Cherry MX Red besser gefallen, muss jeder selbst wissen. Schade ist bei beiden, dass keine alternativen Schalter angeboten werden.

Auch beim angepriesenen Schutz gegen Staub und Flüssigkeiten nehmen sich die beiden ebenfalls nicht viel. Ob man ihn braucht, sei dahingestellt. Im Normalfall überlebt auch eine Tastatur ohne dedizierten Schutz etwaige Unfälle. Man muss sie nur länger trocknen lassen, während Black Widow und K68 im Grunde sofort weiter genutzt werden können. Zumindest funktioniert er aber bei beiden Tastaturen sehr gut und schützt das elektronische Innenleben vor dem Verstauben oder Ertrinken.

Die Black Widow wirkt optisch einen Tick eleganter, während die K68 mit RGB-Beleuchtung und dedizierten Multimediatasten hinsichtlich der Features mehr auf der Pfanne hat und dadurch den höheren Preis rechtfertigt. Schlussendlich macht man mit beiden Keyboards nichts falsch. Der Rest ist eine Frage des Geschmacks und des Geldbeutels. Wer auf die RGB-Beleuchtung verzichten kann, findet übrigens mit der normalen, einfarbig beleuchteten K68 für 99,99 Euro noch eine gute Alternative.

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