Test - Conflict: Vietnam : Conflict: Vietnam

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'Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen.' – Coppolas 'Apocalypse Now' hat Millionen Kinogängern die unmenschlichen Schrecken des Vietnam-Konflikts näher gebracht. Nun versuchen gleich zwei Titel das Thema ansprechend für die Heimkonsolen umzusetzen. Neben 'Nam '67' greift Pivotals 'Conflict: Vietnam' das interessante, wie moralisch fragwürdige Thema auf, um daraus ein Spiel zu basteln.

Good Morning, Vietnam!

Hintergrund des Taktik-Shooters ist die zwischen 1955 und 1975 stattfindende Auseinandersetzung zwischen Nord- und Südvietnam, bei der sich vor allem Amerika auf Seiten der Südvietnamesen einsetzte. Der Spieler schlüpft in die Haut einer amerikanischen GI-Vierergruppe, die nach Vietnam verschifft wird, um die Bevölkerung vor der 'kommunistischen Bedrohung' zu schützen. Im Gegensatz zum ersten und zweiten 'Conflict: Desert Storm’ wird die interessante Hintergrundgeschichte von 'Conflict: Vietnam' durch unzählige Render- und Ingame-Zwischensequenzen vorangetrieben, welche die 14 Missionen umfassende Kampagne verbinden und euch die grundverschiedenen Charaktere eures Army-Trupps näher bringen.

Spielerisch ist jedoch alles beim Alten geblieben. Noch immer dirigiert ihr einen Soldaten direkt, während ihr euren drei Teamkameraden simple Befehle geben könnt. Die Spanne an Kommandos reicht vom einfachen 'Folge mir'-Befehl, bis hin zu komplexeren Aufgabeverteilungen, wie etwa der Order, eine bestimmte Spielfigur zu verarzten. Die Steuerung des Taktikparts ist dabei leicht umständlich ausgefallen. Wer sein Team richtig nutzen will, muss sich durch längere Menüs durcharbeiten, so dass ihr die Aufgaben in der Regel lieber selbst erfüllt. Zumal die Zeit während der Befehlsvergabe weiter verstreicht und ihr im schlimmsten Fall bis zur Ausführung bereits erschossen worden seid.

Glücklicherweise ist es daher möglich, jederzeit in die Haut eines jeden Soldaten zu schlüpfen, um ihn aus einer Gefahrensituation zu bugsieren - in die sich die etwas beschränkte, künstliche Intelligenz immer wieder zielsicher hineinbewegt - oder um auf eine der Spezialfähigkeiten einer bestimmten Spielfigur zurückzugreifen. Jedes Teammitglied ist nämlich zu Beginn des Spiels in gewissen Bereichen spezialisiert, so dass Kollege Cherry beispielsweise als Feld-Doc am ehesten eine verwundete Spielfigur wieder zusammenflicken kann. Ob dies jedoch auch bis zum Ende so bleibt, entscheidet ihr. Nach jeder geschafften Mission erhaltet ihr Fähigkeitspunkte, mit denen sich die Eigenschaften eurer Spielfiguren in klassischer Rollenspielmanier aufbessern lassen. Somit können sowohl ordentliche Allrounder, wie auch Spezialisten zusammengestellt werden.

Die grüne Hölle

Wie viele Fähigkeitspunkte euch zur Verfügung stehen, hängt von eurem Abschneiden in den Missionen selber ab. Je nachdem, wie schnell ihr einen Auftrag erfüllt, wie häufig eure Kameraden ins Dschungelgraß gebissen haben und vor allem wie viele der optionalen Sekundärziele ihr erfüllt habt, gibt es mal mehr, mal weniger Punkte für euer Fertigkeitskonto.

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