Test - C&C 3: Tiberium Wars : Der Strategiespiel-Hammer auf X360

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Besonders die Bruderschaft hat die vergangene Zeit genutzt, um für ’Tiberium Wars’ ein paar neue fiese Spielzeuge zu entwickeln. Da wäre der mächtige Avatar, der sich kannibalisierend neue Kampffähigkeiten aneignet, indem er seine Verbündeten sprichwörtlich auffrisst. Wer stumpf gegen Nod-Geschütze ballert, wird feststellen, dass sie dank eines versteckten Steuerungsknotens ähnlich einer dreiköpfigen Hydra ständig wieder wie von Geisterhand nachwachsen. Ideal für GDI-Commander mit Hang für Einsätze ohne die Vollkaskoversicherung einer Basis ist die neue mobile Battle-Base. Einmal aufgebaut, stellt sie mit ihren Boden- und Luftabwehrgeschützen sowie den Reparaturdrohnen einen hervorragenden Stützpunkt im Feld dar. Beeindruckend auch die Juggernauts, die mit Sniper-Unterstützung jeden Punkt auf dem Schlachtfeld unter Artilleriefeuer nehmen können. Gesteuert wird das Spektakel mit dem generalüberholten Benutzer-Interface am Bildschirmrand, das keine Wünsche an die Bedienbarkeit offen lässt. Hiermit kann man selbst verschiedene Bau-Warteschlangen unkompliziert managen und die Gebäude anschließend von dort aus auf der Karte platzieren. Schön wäre es jetzt noch gewesen, eine größere Übersicht zu ermöglichen, um wenigstens den Umfang der eigenen Basis im Überblick behalten zu können.

Drei Kampagnen und Mehrspieler-Schlachten

Spätestens beim Auftauchen der schrecklich großen Dreibeiner in der Kampagne erhält der Spieler Gewissheit von der Existenz der Scrin-Fraktion. Die jetzt erwachten Scrin erweitern das ’Command & Conquer’-Universum um eine dritte Fraktion. Der Schritt dazu scheint nur logisch, denn wozu liegt das ganze schöne extraterrestrische Tiberium schließlich überall herum? Diese Partei weiß vor allem durch prächtig gestaltete Raumschiffe zu beeindrucken: Während am Boden insektenartiges Kleinzeug herumwuselt, ziehen am Himmel das mächtige Mutterschiff, die mit Abfangjägern gespickten Träger oder Bomber dahin. Praktischerweise darf sich der Spieler auf jede Seite schlagen: Zunächst wählt ihr zwischen einer GDI- und einer Nod-Kampagne, später schaltet ihr eine recht kurze Scrin-Kampagne frei. Ansonsten kann man beim Umfang nicht meckern: Schon die über 35 Missionen der GDI- und der NOD-Kampagne halten euch für einige Stunden an den TV gebannt, was nicht zuletzt auch an dem geschickt aufgebauten Spannungsbogen der Story und des Kriegsverlaufs liegt.

Gerade bei einem ’Command & Conquer’-Spiel begeisterte stets der Multiplayer-Modus. Schön, dass auch Konsolenbesitzer auf dieses Feature nicht verzichten müssen. Ihr könnt online gegen bis zu drei andere Spieler antreten, wobei sogar die X360 Vision Kamera unterstützt wird. Damit werden während des Spiels die Gesichter (und natürlich die Gespräche) eurer Mitstreiter in Form eines Video-Chats auf dem Bildschirm angezeigt. Ein nettes Gimmick, das allerdings abseits von lustigen Grimassen-Tiraden von Gewinner und Verlierern keinen Mehrwert darstellt. Bis auf die schon erwähnten nervigen KI-Patzer bei der Wegfindung bereiten Mehrspieler-Partien nicht zuletzt dank der toll gestalteten Maps durchaus stundenlanges Spielvergnügen, wenn man sich die Zeit für die mitunter langen Schlachten nimmt.

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