Test - C&C 3: Tiberium Wars : Der Strategiespiel-Hammer auf X360

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Hoher Besuch auf der Xbox 360: Mit ’Command & Conquer 3: Tiberium Wars’ setzt EA den neuesten Teil der berühmten Strategiespiel-Reihe auf die Microsoft-Konsole um. Was der Titel zu bieten hat und wie sich die Konsolenfassung im Vergleich zur PC-Vorlage schlägt, lest ihr im folgenden Review.

Kane ist wieder da

Konsolenanhänger wurden bislang bekanntlich nicht gerade mit westlichen Strategiespielen überhäuft, und auch in puncto Umsetzungen aus dem PC-Lager sieht es in diesem Genre düster aus. Das gilt auch für die beliebte ’Command & Conquer’-Serie. Obwohl deren Erstling auf PSone und Saturn durchaus Erfolgre feiern konnte, blieben Adaptionen späterer Teile höchst selten. Umso erfreulicher, dass es mit ’Command & Conquer 3: Tiberium Wars’ nun mal wieder geklappt hat – nur einige Wochen nach der PC-Veröffentlichung dürfen also auch die X360-Anhänger loslegen. Doch zunächst zur Story: Das Jahr 2047 markiert in der klassischen ’Command & Conquer’-Saga einen spektakulären Wendepunkt: Gut 16 fiktive Jahre nach den Ereignissen des Add-ons ’Firestorm’ schuf die rasante Ausbreitung des außerirdischen Tiberiums eine gravierende Veränderung des Ökosystems auf der Erde. Durch die damit einhergehende Verknappung des Lebensraums sah sich die Global Defense Initiative (GDI) berufen, die Welt in drei Klassen bzw. in farblich markierte Zonen – blau, gelb und rot – einzuteilen. Typischerweise lebt in den nahezu unberührten blauen Gebieten eine wohlhabende Minderheit, während sich die minderbemittelte Masse in den bereits spürbar von den schädlichen Auswirkungen des Tiberiums gezeichneten gelben Zonen zusammenballt, von der roten Zone erst gar nicht zu sprechen. Solch Ungerechtigkeit schreit natürlich nach einem Populisten. Und deshalb verwundert es nicht wirklich, dass der unzerstörbare, legendäre Kane, wieder einmal von Joseph D. Kucan gespielt, erneut die Initiative ergreift: Mit der atomaren Zerstörung der Raumstation Philadelphia beginnt 2047 der dritte Tiberium-Krieg der GDI gegen die Bruderschaft von Nod. Fängt man so Versprechen über die Zukunft an?

(Fast) wie früher

Es dauert nicht lange, bis sich in ’Tiberium Wars’ das typische 'Command & Conquer'-Feeling einstellt. Während sich die konventionelle Blechlawine nach Art der GDI brav in Bewegung setzt, erscheint die Nod-Fraktion wieder dunkel und geheimnisvoll. Gerade so als hätten ihre Truppen kurz zuvor einen Gothic-Event unsicher gemacht. Es feuern die beliebten Mammut-Panzer aus allen Rohren, Orcas schwirren in der Luft und die Infanterie spielt Häuserkampf. Auf der anderen Seite verbreiten wieder die roten Laser der Obelisken und die Hand von Nod Respekt. Emsig sammeln die Erntefahrzeuge das gleichermaßen segensreiche wie verfluchte Tiberium ein. Aus einem verwundbaren Außenposten entsteht in kurzer Zeit eine waffenstrotzende Basis. So weit die Sentimentalitäten.

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