Test - Cold Blood : Cold Blood

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Sicher könnt ihr euch noch an die Zeit des kalten Krieges zwischen der UdSSR und Amerika erinnern. Das war die Zeit, in der die meisten Spionage-Filme gedreht wurden. Leider gibt es heute nicht mehr sehr viele davon. Doch nun haben wir mit dem Spiel 'Cold Blood' die Möglichkeit, einmal selbst Agent zu sein. Es ist nicht nur ein Spiel, in dem es darum geht, jemanden zu suchen und zu finden, auch wenn es das Hauptziel ist. 'Cold Blood' hat bei weitem mehr zu bieten. Es ist ein Spionagespiel mit Kino-Feeling. Da man ja nicht einfach ein Spiel im herkömmlichen Sinn machen wollte, zog man bei der Entwicklung extra Profi-Drehbuchautoren zu. Da die Atmosphäre ja auf gar keinen Fall fehlen darf, haben die Entwickler bei deren Schaffung sich besonders Mühe gegeben, was man auch schon von Anfang an merkt. Die Spezialeffekte wurden in diesem Spiel nicht einfach nur fürs Auge gemacht, nein, sie sind ein Teil der Handlung. Passt vor allem auf euren Schatten auf, denn es kommt in 'Cold Blood' vor allem darauf an, nicht entdeckt zu werden. Da die Spielhandlung interaktiv ist, wurden Erzähltechniken des Films, wie Kamerafahrten und Zeitsprünge integriert. Die Handlung wird von realistischem Schattenwurf und ungewohnten Lichteffekten unterstützt. Dadurch wird 'Cold Blood' zu einem Top-Thriller, der auf eine innovative Weise, Gaming und Kinoeindrücke vereint.

Cold Blood
Das ist also die Mine. Bis bald, Kostov.

So, nun wollen wir uns noch kurz mit der Handlung befassen. John Cord ist Agent des MI 6. Seine Aufgabe ist es, das Verschwinden eines Amerikanischen Spions aufzuklären. Alpha ruft in den Ferien John an und erklärt ihm seinen nächsten Auftrag. Doch verfolgen wir kurz das Gespräch zwischen Cord und Alpha, wobei er mehr oder weniger nur als Zuhörer fungiert.
Alpha: "Ein Agent wird vermisst, ein Amerikaner. Ich weiss, dass ist eigentlich nicht unser Problem, aber sie brauchen unsere Hilfe. Es ist ihr Freund Kiefer. Tut mir leid John. Er war Undercover in Volgia, in einer Uranmine. Sie haben den Kontakt verloren. Die CIA denkt, er lebt noch. Sie wollen, dass wir ihn für sie finden. Sie werden bald wieder am Strand liegen. Versprochen." John: "Erzählen sie von Volgia." Alpha: "Volgia. Offiziell ein friedliebender Staat zwischen China und der ehemaligen Sowjetunion. Inoffiziell ein scheusslicher Ort. Ethnische Säuberung, Konzentrationslager und natürlich Rebellen. Die VFF, geführt von unserem charmanten Kontaktmann, Gregor Kostov. Sie erkennen ihn an seinem Mundgeruch und den schlechten Manieren."

Cold Blood
So, drinnen wäre ich jetzt.

So, und nun stehen wir schon vor der Uranmine von Volgia und unterhalten uns mit Kostov. Sehr viele Informationen hat er nun gerade nicht für uns parat. Doch immerhin ist er dazu bereit, uns beim Betreten der Mine zu helfen, in dem er die Wache am Tor für uns ablenkt. Ist doch nett, oder? Hier beginnt schon die erste Schwierigkeit. Wenn ihr nun glaubt, einfach so hinter Kostov durchlaufen zu können, dann versucht es ruhig. Päng, päng! Oh, hat man euch erschossen? So ein Pech aber auch, die beiden anderen Wachen sehen zwar nicht hin, aber der Herr im Wachhäuschen lässt sich von Gregor nun auch wieder nicht so sehr ablenken, dass er euch nicht bemerkt, wenn ihr einfach so hinten durchgeht. Also werdet ihr wohl schon etwas in die Knie gehen müssen, um nicht entdeckt zu werden. Pu, endlich geschafft, jetzt steht ihr im ersten Raum der Mine. Nun dürft ihr beweisen, wie gut ihr als Spion seid. Im nächsten Raum kommt ihr ohne grosse Probleme weiter. Wenn ihr nun durch die nächste Tür geht könnt ihr demonstrieren, was ihr so alles drauf habt. Wenn nicht dürftet ihr schon bald wieder einmal tot sein. Zum Glück kann man ja jederzeit speichern. Also macht es auch, sonst könnt ihr immer wieder von vorne anfangen und das nervt ganz schön. Schon bald hat man das Gefühl, selbst durch die Mine zu schleichen - immer in der Angst, entdeckt zu werden. Doch bevor man den nächsten Raum betritt, empfiehlt es sich, noch schnell einen Blick auf das Remora zu werfen. Sobald ihr es aktiviert habt, ist es im Scan-Modus. Das heisst, ihr seht die nähere Umgebung darauf, die ihr dann noch heran- und wegzoomen könnt. Natürlich seht ihr nur einen Plan, worauf auch die Durchgänge und Personen zu erkennen sind, wenn auch nur als nur als Punkt. Sollten sie sich bewegen, so ist auch das zu sehen. So kann man abwarten, bis die Wachen sich etwas wegbewegt haben, bevor man den Raum betritt. Seit dennoch auf der Hut, nicht zu leichtsinnig werden. Ihr seid schneller tot als euch lieb ist, das Zielen mit der Waffe ist nämlich nicht ganz so einfach, wie ihr vielleicht denkt. Die Steuerung ist auch gewöhnungsbedürftig. Rennt nicht dauernd durch die Gegend, lasst euch ruhig etwas Zeit. So bleibt ihr auch länger am Leben.

Cold Blood
Die Wachen verfolgen im Aufenthaltsraum den Fussballmatch am Radio.

Durch die im Spiel eingebauten Video-Sequenzen wird das Ganze noch viel spannender als es sonst schon ist. Wundert euch also nicht, wenn ihr euer Herz förmlich schlagen hört. Beachtet auch, dass man euren Schatten nicht sieht. Die Wachen sind nämlich nicht blind, sobald sie ihn sehen, habt ihr sie schon auf dem Hals, was rasch sehr ungesund für euch werden kann. Schiesst auch nicht zu viel, die Wachen sind auch nicht taub und kommen ihren Kameraden sofort zu Hilfe geeilt. Auch das verbessert eure Überlebenschancen nicht unbedingt und ihr wollt ja weiter kommen, damit ihr euren Freund Kiefer retten könnt.

Von der Schwierigkeit her ist 'Cold Blood' kaum mit einem anderen Spiel zu vergleichen, ausser mit 'Baphomet's Fluch'. Ihr müsst recht kreativ sein, was die Lösungen zum Weiterkommen betreffen. Wenn ihr etwas nicht gleich bekommt, wie zum Beispiel das Kabel, wo noch so inniges Bitten ergebnislos ist, so empfiehlt es sich doch, den Mann mal am Colt riechen zu lassen. Ihr werdet sehen, dass der Wachmann sich plötzlich sehr leicht überzeugen lässt, euch das begehrte Objekt auszuhändigen, und so gibt es noch viele von diesen Lösungen. Dass das Spiel nicht unbedingt einfach ist, werdet ihr schon sehr bald feststellen. Das sieht man auch daran, wie viele Leute verzweifelt das Internet aufsuchen um sich dort Ratschläge zu holen. Doch das ist ja nicht der Sinn der Sache - für mich jedenfalls nicht, der Reiz liegt ja darin, kreativ zu sein und auf die verrücktesten Ideen zu kommen. Seid also nicht überrascht, wenn ihr mit Lösungen weiterkommt, von denen ihr gedacht habt, sie könnten nie und nimmer funktionieren.

 

Fazit

von CGA
'Cold Blood' ist nur ein Spiel für Leute mit einem extremen Durchhaltevermögen. Wenn ihr schon bald drauflos flucht, weil ihr nicht weiterkommt, dann lasst die Finger davon. Es macht wenig Sinn, ein Spiel zu spielen, wenn man neben sich die Komplettlösung liegen hat. In diesem Fall spart ihr lieber das Geld und geht damit gut essen. Wie schon erwähnt, ist 'Cold Blood' mehr als nur ein Game, es ist schon ein wahrer Thriller. Hier fehlt es wirklich an nichts, angefangen bei der sehr passenden Musik, weiter zu der noch passenderen Geräuschkulisse bis zu den spitzen Videosequenzen. Natürlich darf man auch die Spezialeffekte nicht vergessen, die dem Spiel noch viel mehr Anreiz geben. Man sieht, es hat sich also gelohnt, dass man bei der Entwicklung Drehbuchautoren hinzuzog. Für mich ist das Spiel absolute Spitzenklasse.  

Wertung

  • PSone
    95
    %

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