Test - Chibi-Robo! : Chibi-Robo!

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Zwangspausen

Doch nicht alle Aufgaben klingen so leicht, denn erst einmal muss die kleine wandelnde Blechbüchse die Zielorte erreichen. Um zum Beispiel einen Stuhl zu erklimmen, erfordert es größte Konzentration und vor allem Geduld. Oftmals müsst ihr auch ein wenig überlegen, wie ihr bestimmte Orte im Haus erreicht, da nicht immer kleine Leitern den Weg erleichtern. Ab und zu erhaltet ihr auch neue Kostüme, wie etwa das Hundekostüm, mit dem ihr dann die Sprache von Hund Tao endlich verstehen und ihm helfen könnt. Diese Kostüme sind nicht nur witzig anzuschauen, sondern auch spielrelevant, denn oftmals ergattert ihr in einem kleinen Gespräch wertvolle Hinweise. Als besonders nervig stellen sich die Zwangspausen im Spiel heraus. Alle 15 Minuten realer Zeit erlebt ihr einen Tag- und Nachtwechsel. Dieser Wechsel ändert nicht nur die Lichtverhältnisse, sondern auch die Spielumgebung, da nachts die Sandersons schlafen und nur bestimmte kleine Roboterfeinde ihre Löcher verlassen, die ihr mit Chibi-Robos kleinem Hand-Blaster erledigen müsst. Nach einem Tag wird Chibi-Robo in sein Quartier zurückgebracht – ob ihr wollt oder nicht. Dies ist besonders frustrierend, wenn ihr zum Beispiel gerade in den Keller gelangt seid, was wegen der Treppen ein schwerer Akt ist. Zum Glück werden im späteren Spielverlauf einzelne Teleporter aktiviert, dennoch stören diese Zwangspausen den Spielfluss.

Veraltete Technik

'Chibi-Robo' ist sehr farbenfroh ausgefallen, trotzdem bestehen viele Charaktere, vor allem aber die Sandersons, aus nur wenigen Polygonen und bewegen sich doch sehr steif durch die Gegend. Besser animiert wurde da schon der Held des Spiels. Vor allem seine Bewegungen, wenn er zum Beispiel aus seinem Kopf einen Gegenstand zieht, sind sehr putzig ausgefallen und wissen zu überzeugen. Ansonsten wirkt das Spiel recht texturarm und nur ein paar einzelne Spiegeleffekte am Boden zeigen, zu was der GameCube eigentlich im Stande ist. Die Grafik wirkt eher wie ein Mittel zum Zweck. Auch sehr skurril ist die musikalische Untermalung des Titels ausgefallen. Diese ertönt nämlich nur, wenn sich Chibi-Robo bewegt, und zwar in Form von Xylophontönen. Das kann aber mit der Zeit recht nervig klingen. Die Sprachausgabe ist im Übrigen eine Fantasiesprache, wie sie auch in 'Die Sims' zum Einsatz kommt. Der Bildschirmtext wurde dagegen, wie von Nintendo gewohnt, sehr gut ins Deutsche übersetzt.

Fazit

Jens Sobotta - Portraitvon Jens Sobotta
Wer mich kennt, weiß, dass ich skurrile Spiele mag. Den kleinen Roboter habe ich dann auch sofort in mein Herz geschlossen. Vor allem der Erforschungsdrang ist relativ stark, da man nicht eher Ruhe gibt, bis auch der letzte Winkel des Hauses entdeckt wurde. Leider mangelt es bei 'Chibi-Robo!' an der Abwechslung, da sich die Aufgaben doch recht schnell wiederholen. Auch die Grafik und der Sound sind sehr gewöhnungsbedürftig, trotzdem sollte man dem kleinen Roboter eine Chance geben, denn Spaß macht das Spiel allemal.

Überblick

Pro

  • neue Spielerfahrung
  • starker Erforschungsdrang
  • putzig animierter Held

Contra

  • auftretende Zwangspausen
  • leicht abwechslungsarmes Gameplay
  • grafisch veraltet

Wertung

  • GCN
    79
    %

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