Test - Chibi-Robo! : Chibi-Robo!

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Nach 'Odama' veröffentlicht Nintendo ein abermals skurriles GCN-Spiel in Europa. In der Blechhaut eines kleinen Roboters müsst ihr bei einer verzweifelten Familie für Ordnung und Freude sorgen. Ob das sehr japanische Spiel zu empfehlen ist, verraten wir euch im Test.

Es ist schon fast eine Tragödie, was sich bei den Sandersons abspielt: Der Vater der Familie hat seinen Job verloren und sammelt fortan nur noch Action-Figuren, die kleine Jenny hält sich für einen Frosch und verständigt sich nur noch als selbiger und Frau Sanderson nervt Hund Tao sowie die Angst um die Zukunft der Familie. Um der Familie zu helfen, schenkt Herr Sanderson seiner kleinen Tochter zu ihrem achten Geburtstag den Chibi-Robo. Das Wort "chibi" stammt aus dem Japanischen und steht für "klein", weswegen ihr auch einen nur acht Zentimeter kleinen Roboter steuert, der allerdings für die Ordnung und die Freude in der Familie zuständig ist und fortan bei den Sandersons mithilft.

Kleiner Roboter ganz groß

Schauplatz in Nintendos Action-Adventure ist das einstöckige Haus der Sandersons inklusive Garten und Keller. Dreh- und Angelpunkt ist das Wohnzimmer, in dem sich Herr Sanderson fast die ganze Zeit aufhält. Hier hat Chibi-Robo seine Unterkunft, das einem kleinen Raumschiff zum Verwechseln ähnlich sieht. Tatkräftig unterstützt wird der kleine Racker von Telly-Vision, einem fliegenden kleinen Fernseher, der vor allem zu Beginn des Spiels immer wieder Ratschläge an den Spieler weitergibt. Leider kann man alle Gespräche und Zwischensequenzen in 'Chibi-Robo!' nicht abbrechen, was zum Teil an den Nerven zehrt, wenn man die Passage schon in- und auswendig kennt.

Hauptaufgabe von Chibi-Robo ist es, der Familie im Haushalt unter die Arme zu greifen. Hierfür sammelt er Papier, Essensreste sowie Staub auf, entfernt Ungeziefer und erledigt spezielle Aufgaben für die Hausbewohner. Da so ein kleiner Roboter auch Energie benötigt, müsst ihr sehr oft eine der großzügig verteilten Steckdosen im Haus aufsuchen und euren Netzstecker in selbige versenken. Der Netzstecker wird von Chibi-Robo gezogen, kann wahlweise aber auch getragen werden, was sowohl seine Laufgeschwindigkeit als auch seinen Energievorrat beeinflusst. Im Inventar könnt ihr verschiedene Gadgets, falls vorhanden, wie etwa den Helikopter-Aufsatz aktivieren, mit dem ihr z. B. ohne Probleme vom Küchentisch hinunterschweben oder sogar kleinere Distanzen bewältigen könnt. Dadurch dass Chibi-Robo eben nur acht Zentimeter groß ist, sind alle alltäglichen Gegenstände des normalen Lebens fast schon so groß wie der Mt. Everest – eine wirklich neue Erfahrung. Um im Haus der Sandersons für Ordnung zu Sorgen, seid ihr aber nicht nur auf Chibi-Robos Gadgets angewiesen, sondern greift auch schon mal zur kleinen Zahnbürste, um etwa Flecken vom Boden zu entfernen. Habt ihr eine Aufgabe erfüllt, erhaltet ihr Happy-Points, mit denen ihr u. a. neue Gadgets im Chibi-Robo-Shop käuflich erwerben könnt.

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