Test - Castlevania: Lords of Shadow 2 : Vlad, der Pfähler

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Die Castlevania-Serie hat eine interessante Entwicklung hinter sich. Wurde die Reihe in den 90er-Jahren noch frenetisch gefeiert und später gar als Referenz für ein ganzes Genre etabliert, kam mit dem 3-D-Zeitalter der Fall. Ableger für das N64 konnten nicht ansatzweise an den Erfolg alter SNES- und PS1-Titel anknüpfen und galten schnell als schwarze Schafe des Castlevania-Kosmos. Mit Lords of Shadow hat sich Konami ein Herz gefasst und einen Neustart der Serie gewagt. Mit Erfolg: Castlevania: Lords of Shadow konnte sich behaupten und der Reihe rund um den Belmont-Klan neues Leben einhauchen. Lords of Shadow 2 soll nun das große Finale der Saga bilden und der Serie den Weg in eine erfolgreiche Zukunft ebnen.

Für dieses Vorhaben beweisen die Entwickler Mut: Erstmals schlüpft ihr in die Rolle von Dracula und versucht als Fürst der Finsternis endgültig euren Frieden zu finden. Scheint dieses Bestreben zunächst aussichtslos, wird euch schnell ein Angebot gemacht, das ihr nicht ablehnen könnt. Demnach sind die Lakaien Satans drauf und dran, ihn wieder zum Leben zu erwecken und die Welt ein für alle Mal zu verdammen. Die Lösung für das Problem ist simpel: Verhindert die Rückkehr Satans und Dracula erlangt den sehnlich gewünschten Frieden.

Auf Pfaden alter Klassiker

Trotz des Achtungserfolges von Lords of Shadow hat sich Entwickler Mercury Steam nicht auf seinen Lorbeeren ausgeruht und für Castlevania: Lords of Shadow 2 grundlegende Neuerungen implementiert. So sind lineare Pfade einer zum Teil großen offenen Welt gewichen, die mit diversen Geheimnissen, Energiecontainern und Herausforderungen aufwartet. Dadurch wirkt der Titel ansatzweise wie ein modernes Symphony of the Night, zumal sich die Spielwelt progressiv mit euren erworbenen Fähigkeiten öffnet. So könnt ihr beispielsweise erst durch Gittertore hindurch, wenn sich Dracula in einen gasförmigen Nebel verwandeln kann.

Castlevania: Lords of Shadow 2 - Video Review
Mit Castlevania: Lords of Shadow 2 läutet Konami die vorerst letzte Runde der Lords of Shadow-Saga ein. Ob Teil 2 an den großartigen Vorgänger anknüpfen kann ve

Einen interessanten Kniff haben sich die Verantwortlichen zudem mit den verschiedenen Schauplätzen einfallen lassen. So wechselt das Geschehen stets zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Die Hälfte der Spielzeit verbringt ihr dadurch in Draculas Schloss und versucht in den verwinkelten Ecken des Anwesens eure Macht wiederzuerlangen. Die andere Hälfte spielt in der Neuzeit, in der ihr die Armee Satans bekämpft. Beide Schauplätze sind zwar strikt voneinander getrennt, dennoch erhaltet ihr die Möglichkeit, nach Belieben zwischen den Handlungssträngen zu wechseln und bestimmte Areale mit neuen Fertigkeiten wiederholt zu erforschen.

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