Test - Casino Tycoon : Casino Tycoon

  • PC
Von Kommentieren

Fernsehsender, Zoos, Flugzeuglinien, Verkehrsunternehmen, Autohersteller - was durften wir in Wirtschaftsimulationen nicht schon alles managen. Monte Cristo versucht sich nun auch mit einem Titel in dem nach wie vor beliebten, aber doch innovationslosen Genre: In 'Casino Tycoon' dreht sich alles um den Aufbau und die Verwaltung eines Casinos. Bewährte Features sollen euch auf dem Weg zum Zocker-Thron begleiten.

Casino Tycoon
Viele Teppich-Muster stehen zur Auswahl.

Aller Anfang ist schwer
Für die Einsteiger, die noch nie eine Wirtschaftsimulation gespielt haben, bietet das Spiel ein zwar ausführliches, aber doch recht dürftiges Tutorial, da ihr, nicht wie üblich, selber beim Handeln begleitet werdet, sondern eine Slide-Show die wichtigsten Bedienungen erklärt. Nichtsdestotrotz brauchen nur absolute Anfänger diese durchzuarbeiten, denn jeder, der schon einmal ein Game wie 'SimCity' gespielt hat, wird sich gleich zurechtfinden. Der schnelle Einstieg gelingt also ohne Probleme, dafür müsst ihr in Sachen Bedienung auf Innovationen verzichten. Neben dem freien Spiel, stehen auch Szenarios zur Verfügung, die fast alle die gleichen Ziele haben.

Ihr beginnt mit einem großen, leeren Raum, dazu verdammt, dieses kleine Hinterzimmer zu einem funkelnden Casino-Komplex zu verwandeln. Das erste Gebäude ist das Kassenhäuschen, zum 'abkassieren' der Kunden unumgänglich. Diese streunen jedoch schon am Anfang durch diesen leeren Raum, irgendwo auf der Suche, Geld auszugeben. Kein Problem, denn neben den klassischen Spieltischen, wie Roulette, Würfeln, Glücksrad oder Poker, könnt ihr zehn verschiedene Spielautomaten bauen, vom einarmigen Banditen bis hin zum Bingo-Trainingsgerät. Natürlich darf da auch der Geldautomat nicht fehlen, bei dem so mancher Zocker seine letzten Reserven abhebt. Selbstverständlich braucht das Casino auch ein entsprechendes Ambiente, wenngleich euch nicht sehr viele Einrichtungsgegenstände zur Verfügung stehen. Ein leuchtender Neon-Würfel oder ein Bild sollen die Atmosphäre eines echten Spieltempels erzeugen. Zusätzlich stehen viele Teppichsorten zur Auswahl, mit denen ihr beliebig experimentieren könnt, des weiteren dürft ihr eurem Casino verschiedene Tapeten verpassen. Dies alles kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Macher recht wenig getan haben, um euch das ultimative Casino-Gefühl zu vermitteln.

Nach dem Spielen braucht der Kunde auch einmal Ruhe: Eine große Couch mit einem Getränketisch lädt zum fachsimpeln ein, allerdings mit dem faden Beigeschmack, dass die Besucher sich nicht gegenseitig unterhalten, sondern regungslos in die Gegend gucken. Eine Bar liefert die passenden Getränke, wenn ihr eine weitere Arbeitskraft einstellt, wird eine attraktive Dame sogar die Spirituosen unter den Gästen verteilen. Toiletten sind natürlich auch Pflicht auf dem Bauplan, und wer seine Besucher nicht an kaputten Geräten verzweifeln lassen will, schafft sich einen Hausmeister an, der diese kontrolliert und repariert. Ob nun eine belebte Bar oder das beliebte Roulette, bei jedem Gerät lässt sich der Preis regeln. Könnte man nicht nur von zwei zu fünf Euro Benutzungsgebühr wechseln, sondern auch selber den Preis bestimmen, wäre dies ein gefundenes Fressen für alle Tüftler und Knobel-Freunde. So wird diese Option nur bei schwindender Geldmenge gezogen.

Casino Tycoon
Wir platzieren das Roulette und hoffen auf einen Besucher-Ansturm.

Jobmaschine Casino
Ohne die richtigen Angestellten läuft gar nichts, schließlich will der Kunde hilfsbereite und freundliche Service-Kräfte statt grummelige Schichtarbeiter. So hat das Personal verschiedene Eigenschaften wie Schnelligkeit oder Erfahrung. Leider gilt auch das für Casino-Manager das leidige Prinzip: Je besser, desto teurer. Befindet sich nicht die gewünschte Person auf dem Arbeitsmarkt, lassen sich mit einer Stellenausschreibung weitere, doch nicht immer besser qualifizierte Arbeitskräfte zu einer Bewerbung hinreißen. Mit der Zeit erhöht sich nicht nur die Anzahl der Besucher, sondern auch die der Ansprüche: Früher oder Später will der Kunde eine Bühne zur Unterhaltung, ein Restaurant zum Essen fassen, und ein Hotel, welches dem Spieler eine geruhsame Nacht nach einem spannenden Abend bietet. Neben diesen Einrichtungen stehen der Spielunterricht, bei dem ein Experte Greenhorns die Tricks der Spielwelt eröffnet, ein Keno-Raum zur Entspannung sowie eine Passage, in der sich alles um Sportwetten dreht, zum Bauen bereit. Und falls doch einmal der Platz zu knapp wird, lässt sich gegen eine kleine Gebühr das Casino selbst vergrößern.

Casino Tycoon
Hier wird ein Dieb dingfest gemacht.

Von Dieben, Polizisten und Ärzten
Mit mehr Gästen kommen nicht nur mehr Geld, sondern auch mehr Probleme auf euch zu. So sind selbst drei Angestellte zur Beseitigung von Abfall und Erbrochenen nicht genug, trotz großzügigem Anbringen von Mülleimern. Und wo sich viele Moneten befinden, sind natürlich auch Diebe nicht weit. Schon nach kurzer Zeit kommt die Beschwerde eines Gastes auf euch zu, dass er Bestohlen wurde. Wird nichts dagegen getan, gibt es nicht nur mehr Diebstähle, auch euer Ruf wird darunter leiden und so auf lange Sicht die Besucherzahlen des Casinos. Um dem Treiben ein Ende zu setzen, werden teure Sicherheitskameras installiert, die Diebe sofort erkennen und identifizieren. Meistens sind mehrere nötig, da eine Kamera nur ein bestimmtes Gebiet abdecken kann. Als besonderen Clou könnt ihr solch ein Objektiv bewegen, und so schonungslose fiese Diebe auffliegen lassen. Wurde einer dieser ungemütlichen Gesellen entdeckt, verwandelt sich seine Kleidung in den berüchtigten Streifenanzug. Um ihn endlich aus eurem geliebten Spieltempel herauszuschleppen, bedarf es einen Sicherheitsmannes. Dieb einmal anklicken, auf das entsprechende Symbol drücken, und schon begibt sich der Aufpasser in Action, und wirft den Schurken heraus. Aber Achtung, nehmt ihr irrtümlicherweise ehrliche Besucher fest, droht euch ein saftiges Strafgeld. Selbst wenn ein Dieb genau vor eurem Sicherheitsmann steht, reagiert dieser erst auf euren Befehl zur Festnahme, sonst starrt er genauso langweilig in die Gegend wie die Herren auf der Couch.

 

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel