Test - Call of Duty: Modern Warfare 3 : Die Welt am Abgrund

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Kaum eine Videospielserie hat einen ähnlich hohen Stellenwert wie Activisions Call of Duty: Modern Warfare. Nun steht der dritte Teil des Ego-Shooters in den Startlöchern und verspricht ein Action-Fest, das man sonst nur aus dem Kino kennt. Doch können Infinity Ward und Sledgehammer Games die Versprechen halten? Oder geht der dritte Teil nach den ganzen Streitereien im letzten Jahr baden?

New York liegt in Trümmern, Berlin wurde dem Erdboden gleichgemacht. In London herrscht Chaos und Paris brennt lichterloh. Die Welt steht am Abgrund, und das wegen Makarov, der schon im zweiten Teil von Modern Warfare in Erscheinung trat, als er in der umstrittenen Szene am Moskauer Flughafen unzählige Zivilisten tötete. Nun findet der Konflikt einen neuen Höhepunkt, als er den russischen Präsidenten und seine Tochter entführt. Mit den beiden in seiner Gewalt ist es nur eine Frage der Zeit, bis er an die Zugangsdaten zum Abschuss nuklearer Waffen gelangt. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Keine Luft zum Atmen

Vom Einstieg in New York mit Gefechten im Finanzzentrum des Big Apple über eine Infiltrierung eines U-Bootes im Hafen von Manhattan: Die ersten Minuten in Modern Warfare 3 sind bombastisch. Es kracht an jeder Ecke, Explosionen und Erschütterungen lassen den Controller im Sekundentakt in der Hand vibrieren. Spätestens bei der Flucht im Schlauchboot zwischen all den verfeindeten Schiffen, die vom zuvor eroberten U-Boot beschossen und zerstört werden, kocht das Adrenalin im Blut. Das ist nicht nur erstklassig inszeniert, sondern auch spannend. Und diese Intensität findet erst dann ihren Abschluss, wenn der Abspann über dem Bildschirm flimmert.

Bis dahin kommt ihr ordentlich rum, besucht die verschiedensten Länder und schlüpft wieder einmal in unterschiedliche Rollen. Dabei ist es den beiden Entwicklerstudios gelungen, den Faden der Geschichte übersichtlicher als noch im zweiten Teil zu stricken. Ihr könnt zu jeder Zeit nachvollziehen, was gerade passiert und warum ihr am momentanen Ort des Geschehens operiert. Unterschiedliche Arten in der Erzählweise, zum Beispiel Rückblenden, helfen euch dabei, Beziehungen zwischen einzelnen Charakteren leichter nachzuvollziehen.

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Wie auch schon beim Vorgänger mit der moralisch fragwürdigen Szene am Flughafen gibt es wieder eine Stelle im Spiel, die polarisieren wird. Zwar ist diese Sequenz kein Vergleich zum Terrorangriff am russischen Flughafen, was den Gewaltgrad betrifft, aber dennoch ist sie nichts für schwache Nerven. Euch werden garantiert einige Szenen im Gedächtnis bleiben. Das Tolle daran ist jedoch: Man hat zu keiner Zeit das Gefühl, in einer Mission zu stecken, die nur als Pausenfüller dient. Die Kampagne ist abwechslungsreich, es gibt keine Längen, ihr seid immer auf Achse und werdet erstklassig unterhalten.

Kurz und schmerzlos

Auf dem Schwierigkeitsgrad "Regular" ist die Geschichte allerdings sehr schnell zu Ende erzählt. Knapp sechs Stunden benötigt ein geübter Shooter-Spieler zum Durchspielen. Das ist verdammt wenig. Deswegen sei euch empfohlen, von Anfang an den Schwierigkeitsgrad nach oben zu schrauben. Dann könnt ihr zwei bis drei Stunden dazuaddieren. Wollt ihr zusätzlich alle 46 Laptops einsammeln, die in den Abschnitten versteckt sind, verlängert sich die Spieldauer wieder ein wenig.

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