Test - Call of Duty: Modern Warfare 2 : PC-Version mit Ärgernissen

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Die Entwickler von Infinity Ward haben wieder zugeschlagen und uns ein neues Spiel in unsere Zockerhände geworfen. Call of Duty: Modern Warfare 2 heißt der Kandidat. Nachdem die Konsolenversionen bereits ordentliche Wertungen abgreifen konnten, muss sich nun die PC-Version, die im Vorfeld bereits für Unmut bei den Spielern gesorgt hat, dem Härtetest stellen.

Wenn man an Modern Warfare denkt, kommen einem folgende Stichpunkte in den Sinn: Adrenalin, Chaos, keine Zeit zum Durchatmen, jede Menge Explosionen und ein unglaublich geiles Sniper-Level in Russland. Bis auf das Snipern werden euch all diese Gedanken auch bei Teil zwei durch den Kopf gehen, denn Modern Warfare bleibt sich treu. Noch immer handelt es sich bei dem Titel um einen Ego-Shooter, der den Krieg in euer Wohnzimmer verlagert. Und das auf eine sehr brachiale Art und Weise.

Geschichte? Welche Geschichte?!

Natürlich ist die Action des Spiels in eine Handlung eingebettet. Allerdings wäre es eine Untertreibung, wenn man sagt, diese sei nur Mittel zum Zweck. Modern Warfare 2 knüpft an die Ereignisse des Vorgängers an und konfrontiert euch mit alten Bekannten. Guten als auch bösen. Die freie Welt, allen voran Amerika, wird noch immer von Terroristen bedroht, und die sind alles andere als zimperlich.

Im Spiel schlüpft ihr in die Rollen von vier unterschiedlichen Soldaten, die jeweils an einer anderen Front kämpfen. Wie diese Einsätze zusammenhängen und ins große Ganze der Geschichte passen, ist durchaus etwas verwirrend. Sympathien für die Helden entwickelt man nicht, denn dafür sind sie einfach zu blass. Aber letztendlich dient die Geschichte ja nur als Rahmen, um euch so viele unterschiedliche Lokalitäten wie möglich näher zu bringen, was in Summe aber nach rund sechs Stunden erledigt ist.

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Selten gab es einen Ego-Shooter, der euch mit so vielen unterschiedlichen Szenarien konfrontiert. Ihr wolltet euch schon immer mal mit einem Eispickel auf einen schneebedeckten Gipfel hochkämpfen und mit einem Snowspeeder die Gletscher unsicher machen? Oder wie wäre es mit einem kleinen Tauchgang unter eine Bohrinsel? Oder einem Ausflug in ein kleines brasilianisches Wellblechhüttendorf? Auch die Hauptstadt der USA ist mit am Start, ebenso wie ein Schrottplatz für Flugzeuge sowie ein Wüstenszenario in Afghanistan mitsamt lustiger Bootsfahrt.

Eins haben alle Levels aber gemeinsam: Auch wenn manche Mission ruhig und langsam anfangen mag, so kommt in der Regel eine Wende, die dafür sorgt, dass das Pulverfass mehr als einmal explodiert. Das putscht nicht nur den Adrenalinspiegel nach oben, sondern sorgt dank kleinerer Zwischensequenzen und gescripteter Ereignisse auch für jede Menge filmische Atmosphäre.

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