Test - Call of Duty: Ghosts – Devastation : Lahme Pflichterfüllung

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Mit dem zweiten DLC zu Call of Duty: Ghosts scheint sich Infinity Ward nur noch halb motiviert von Karte zu Karte zu schleppen und enttäuscht deshalb selbst Fans des Mehrspieler-Shooters. Freunde der Alien-Ballerei bekommen dagegen mit der zweiten Episode der Alien-Extinction-Geschichte eine spaßige Erweiterung.

Wie schon der erste DLC Onslaught besteht Devastation aus vier Karten, einer Waffe und einer neuen Episode für den Alien-Extinction-Modus. Damit sich die 15 Euro lohnen, muss jede Karte ein neues Spielgefühl bieten und qualitativ mindestens an das Originalspiel heranreichen. Leider wurde dieses Ziel mit Devastation ganz klar verfehlt.

„Behemoth“ ist optisch langweilig, spielerisch einfallslos und lässt mit seinen zwei gegenüberliegenden Stegen und einer verbindenden Kuppel keinerlei Experimente zu.

„Ruins“ hat mit seiner Ansammlung von braunen Gängen das gegenteilige Problem: Ohne grafische Höhepunkte oder weitläufigere Areale bleibt euch kaum mehr übrig, als wild von Gang zu Gang zu sprinten. Da kann auch der Predator nichts mehr retten, in den ihr euch zufallsbedingt mit sehr viel Glück verwandeln könnt. Neben der aus dem Film bekannten Predator-Sicht und zielsuchenden Raketen verfügt der Predator über die Fähigkeit, bei seinem Tod eine Explosion auszulösen, die das gesamte gegnerische Team auslöscht.

Call of Duty: Ghosts - Devastation DLC Gameplay Trailer
In diesem Trailer seht ihr die Inhalte des kommenden Devastation-DLCs zu Call of Duty: Ghosts.

Ärgerlich wird die Sache bei „Unearthed“, stellt die Karte doch lediglich ein Remake der Modern-Warfare-3-Karte „Dome“ dar. Das Problem: Bereits die im Ursprungspaket enthaltene Karte „Strikeforce“ erinnerte strukturell sehr stark an die MW3-Map. Mit einem abwechslungsreichen Layout und einem netten Szenario bleibt als einziger Lichtblick „Collision“ übrig.

Während Mehrspieler-Fans also auf der Strecke bleiben, werden sich Extinction-Freunde an Mayday die Zähne ausbeißen. Die zweite Episode ist bockschwer, ohne dabei jemals unfair zu werden, und unterhält in einem Durchgang 90 bis 120 Minuten. Um den spektakulären Endgegner jedoch tatsächlich zu besiegen, werdet ihr eine Menge Anläufe benötigen.

Als letzte Zugabe packte Infinity Ward den Ripper als neue Waffe ins Paket. Tatsächlich ist die Kombination aus Sturm- und Maschinengewehr extrem nützlich: Mit einem einfachen Klick auf den rechten Analog-Stick wird sie im Bruchteil einer Sekunde von einer nützlichen Nahkampf- zu einer tödlichen Fernkampfwaffe. Tatsächlich scheint der Ripper so beliebt zu sein, dass sich – zumindest im DLC-Matchmaking – kaum noch andere Waffen in den Händen der Spieler finden.

Fazit

Robin Schweiger - Portraitvon Robin Schweiger

Das zweite DLC-Paket wirkt wie eine müde Pflichtaufgabe, auf die Infinity Ward eigentlich gern verzichtet hätte. Zwei der drei neuen Karten sind qualitativ minderwertig und die letzte im Bunde ist lediglich das Remake eines Remakes. Da bleibt dann nur noch die neue Alien-Extinction-Episode übrig. Für 15 Euro ist das eindeutig zu wenig, Call-of-Duty-Fan oder nicht.

Überblick

Pro

  • Mehrspielermodus grundsätzlich spaßig
  • Predator-Modus witzige Idee
  • neue Alien-Extinction-Episode überzeugt

Contra

  • sehr schwache Kartenauswahl
  • „Unearthed“ lediglich das Remake eines Remakes
  • keinerlei Neuerungen
  • hoher Preis

Wertung

  • One
    5.0
    /10

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