Special - Call of Duty: Modern Warfare Remastered : „Verkackt es nicht!“

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Für viele Call-of-Duty-Fans war es eine angenehme Überraschung, als bekannt wurde, dass im Rahmen der Veröffentlichung von Infinite Warfare auch das überaus beliebte Modern Warfare eine Überarbeitung spendiert bekommt. Doch mit der freudigen Erwartung steigt auch der Druck. Aus den Fan-Lagern ist man das gewohnt. Jetzt mischt sich aber auch eine andere Seite ein. Die Frage ist: Muss das sein?

Die Spielebranche ist ein Haifischbecken, in dem stellenweise ums Überleben gekämpft wird. Nicht nur, weil Entwickler oder andere Persönlichkeiten bedroht werden. Ein Spiel zu entwickeln ist harte Arbeit. Das beschränkt sich nicht auf die Entwicklung, sondern umfasst auch den Kampf mit sich selbst. Immer wieder liest man von persönlichen Krisen und Selbstzweifeln diverser Programmierer oder anderer Mitarbeiter, die über Jahre einen Großteil ihrer Zeit damit verbrachten, etwas auf die Beine zu stellen, aber auch drohten an den Erwartungen zu zerbrechen.

Arbeitet man in der Spielebranche, braucht man also ein ziemlich dickes Fell, besonders wenn man an Call of Duty arbeitet. Infinity Ward hat es dieser Tage nicht leicht: Erst wird der Debüt-Trailer von Call of Duty: Infinite Warfare auf YouTube gnadenlos in die Mangel genommen, sodass es mehrere Millionen Daumen nach unten hagelt, jetzt gibt es auch Druck aus den ehemals eigenen Reihen. Dabei geht es um Call of Duty: Modern Warfare Remastered, das von Raven Software aufpoliert wird.

„Don't fuck it up!“

Vince Zampella hat zusammen mit Jason West das Studio Respawn Entertainment gegründet, das aktuell an Titanfall 2 werkelt. Beide waren allerdings auch für Call of Duty verantwortlich, ehe sie die Biege machen mussten und das kreative Kern-Team ihnen folgte. Im Gespräch mit den Kollegen von Eurogamer berichtet Zampella nun, dass er bei seinen Exkollegen anrief und ihnen sagte, dass sie es nicht verkacken sollen, schließlich sei Call of Duty: Modern Warfare für viele Leute ein wichtiges Spiel.

Damit hat er natürlich recht, Modern Warfare revolutionierte das Genre damals und ist für viele heute noch der Lieblingsteil der Serie. Andererseits ist seine Wortwahl unpassend. Mit Call of Duty hat er nichts mehr am Hut. Vielleicht ist er einfach noch etwas angesäuert: Die Trennung von Activision nahm damals unschöne Züge an. Möglicherweise ist das alles nur ein großer Spaß – als würde man seinem Kumpel auf die Schulter schlagen und leicht verschmitzt gucken.

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Der Druck für Respawn Entertainment wird nicht weniger. Das Gleiche gilt für Infinity Ward. Beide Studios werden garantiert ihr Möglichstes tun, um unterhaltsame Produkte auf die Beine zu stellen. Der Gegenwind wird aber sicherlich nicht schwächer. Dass man mit diesen Aussagen, die wahrscheinlich oftmals aus einer Laune heraus entstehen, Schaden anrichten kann, bedenken leider die wenigsten. Eigentlich sollte das Vince Zampella besser wissen.

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