Test - Call of Duty 3 : Der Zweite Weltkrieg auf der PS3

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Technisch ist ‘Call of Duty 3‘ auch auf der PS3 nicht von schlechten Eltern. Die Texturen sind knackig scharf und die Figuren weisen allesamt tolle Details auf. Besonders die nassen Uniformen wissen zu gefallen. Neben den tollen Lichteffekten sind vor allem die Explosionen gut gelungen. Ständig kracht irgendwas in eurer Nähe. Sei es jetzt ein explodierender Panzer oder ein Flugzeug, das in den Kirchturm gesegelt ist. Besitzer eines HD-Fernsehers kommen wirklich auf ihre Kosten, zumal ‘Call of Duty 3‘ nicht den Plastik-Look besitzt, den manche Next-Generation-Titel aufweisen. Die Animationen der Figuren wirken allerdings nicht so ganz geschmeidig, außerdem leidet die Grafik bei sehr vielen Explosionen unter einem ganz leichten Schluckauf. Großartige Unterschiede zur Xbox-360-Version sind nicht erkennbar, sieht man mal von etwas häufigeren Einbrüchen der Framerate ab.

Soundtechnisch kommt eure Surround-Anlage mächtig ins Schwitzen. Die Soundcodierung ist erste Sahne, die teils dramatisch einsetzende Musik sorgt für ein Übriges. In der deutschen Version sprechen außer den französischen Widerstandskämpfern alle Figuren Deutsch. Dies wirkt zusammen mit dem Einsatz von Akzenten, zum Beispiel bei den Kanadiern, unfreiwillig komisch, geht allerdings in Ordnung. Ansonsten ist die Version komplett ungeschnitten, lediglich verfassungswidrige Symbole mussten entfernt werden.

Online-Schlachten

‘Call of Duty 3‘ bekam von Treyarch selbstverständlich auch einen Multiplayer-Modus spendiert. Dabei könnt ihr mit bis zu 24 Spielern via PlayStation Network antreten. Ein Offline-Modus ist nicht vorhanden. Auf fast allen der neun mitgelieferten Karten könnt ihr mit Jeeps, Panzern, Motorrädern und Truppentransportern die Schlacht zu euren Gunsten entscheiden. Im Gegensatz zum Vorgänger wählt ihr nun aus einer von sieben Klassen. Jede Klasse kommt mit unterschiedlicher Bewaffnung und verschiedenen Stärken daher. So kann der Sanitäter getötete Mitspieler wieder beleben, während der Aufklärer per Scharfschützengewehr den Feind aus der Entfernung aufs Korn nimmt.

Neben klassischen Modi, wie Death- und Teamdeathmatch sowie Capture the Flag, findet ihr auch eine Variante mit nur einer Flagge im CTF-Modus vor, aber auch die beiden neuen Modi Krieg und Hauptquartier. Im letzteren Modus müsst ihr mit eurem Team ein Hauptquartier errichten und dieses gegen den Feind verteidigen. Im Modus Krieg findet ihr dagegen fünf Flaggenstandpunkte auf der Karte. Das Spiel gibt jeweils den Standpunkt vor, wo beide Teams versuchen müssen, die Flagge zu hissen. Hält ein Team lange genug diesen Standpunkt, wechselt er wieder zu einem der anderen vier Orte. Dadurch entsteht eine Schlacht an nur einem Ort, was wiederum zu spannenden Mehrspielergefechten führen kann, die beim Test der US-Version auch erfreulich lagfrei verliefen.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Okay, das Szenario ist ausgelutscht und so langsam kennen Videospieler wohl schon jeden Winkel der Normandie. Dennoch gehört 'Call of Duty 3' auch auf der PS3 zu den besseren Launchtiteln, nicht zuletzt dank des immer noch guten Gameplays, des soliden Multiplayer-Modus und der schicken Grafik, auch wenn diese aufgrund der Framerate-Einbrüche technisch nicht ganz ausgereift wirkt und einige Kollisions- und KI-Bugs im Singleplayer etwas nerven. Nur schade, dass spielerisch so langsam, aber sicher keine echte Weiterentwicklung der Reihe mehr erkennbar ist.

Überblick

Pro

  • gelungene Gegner-KI
  • dichte Atmosphäre
  • hübsche Grafik
  • gut designte Missionsverläufe
  • starke Soundcodierung

Contra

  • schlechte KI der Kameraden
  • nur knapp zehn Stunden lang
  • instabile Framerate
  • kein Offline-Multiplayer

Wertung

  • PS3
    84
    %

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