Test - Burnout: Dominator : Ich will unterwegs Spaß, ich geb Gas.

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Takedown!

Eure motorisierten Gegner rammt ihr derweil mit den Takedowns von der Strecke und aktiviert bei eigenen Karambolagen den Impact-Modus. Die Spielumgebung wird dadurch in einen schicken Zeitlupenmodus getaucht, der es euch erlaubt, euer Fahrzeugwrack in den Weg der Rivalen zu steuern und diese mit einem Aftertouch-Takedown aus dem Spiel zu nehmen. Richtig geraten, auch dafür belohnt euch 'Burnout: Dominator' wieder mit ordentlich Boostpower. Wahlweise dürft ihr im Impact-Modus euer Fahrzeug auch mit einem verheerenden Crashbreaker in die Luft jagen und die Gegner in der unmittelbaren Umgebung gleich mit auf den Schrottplatz reißen. Das macht ordentlich Spaß, ist aber bisweilen schwieriger zu bewerkstelligen, als man meinen möchte. Vor allem Anfänger werden in 'Burnout: Dominator' in den ersten Rennen kaum Land sehen. Wer kein Handling für die halsbrecherischen Burnouts hat, ist im Kampf gegen Uhr und Gegner auf verlorenem Posten.

In puncto Spielmodi fährt 'Burnout: Dominator' derweil gewohnte Kost auf. Eure Aufgaben auf der Welttour reichen von der Teilnahme an verhältnismäßig konventionellen Hochgeschwindigkeitsrennen über Time-Attack-Herausforderungen bis hin zum Road Rage, bei dem ihr innerhalb eines vorgegebenen Zeitlimits eine bestimmte Anzahl von Takedowns abbrennen müsst. Brandneu haben außerdem die Burnout- und Drift-Challenges sowie die Maniac-Variante ins Spiel gefunden. Bei den ersten beiden geht es darum, die jeweilige Fähigkeit unter Beweis zu stellen, während ihr euch bei den Maniac-Rennen durch besonders gefährliche und rücksichtslose Fahrweise hohe Punktemultiplikatoren verdient. Standardkost also, der es leider nicht gelingt, den Crash-Modus zu ersetzen, der im Vergleich zum Vorgänger kommentarlos gestrichen wurde. Dass der Funken trotz der etwas blassen Spielmodi trotzdem überspringt, ist vor allem dem sehr guten Streckendesign zu verdanken. Ihr düst im Tiefflug übers Flachland, schlittert durch die City und wirbelt auf schmalen Landstraßen meterhohe Staubwolken auf, während die freischaltbaren Abkürzungen immer wieder neue Perspektiven eröffnen. Die meisten Spielmodi dürft ihr übrigens auch via Ad-hoc-Verbindung im Multiplayer-Modus angehen, bei dem bis zu sechs Spieler gegeneinander antreten können. Das macht ordentlich Laune!

Gibt Schöneres ...

Das Spiel vermittelt auf der PSP sehr zu unserer Überraschung ein noch halsbrecherisches Geschwindigkeitsgefühl, als es auf der PlayStation 2 der Fall ist. Weniger Gefallen finden dagegen die bisweilen lustlos hingeklatschten Fahrzeugmodelle, die verwaschenen Texturen und das wenig ausgefeilte Deformationssystem der Boliden. Die Akustik überzeugt derweil mit einem kernigen Rock-Soundtrack, der den Vergleich mit der Konkurrenz nicht fürchten muss. Die Tracks werden von einer Reihe illustrer Künstler beigesteuert und harmonieren perfekt mit der rasanten Atmosphäre des Programms.

Fazit

von Michael Beer
Entwickler Criterion ist es mit 'Burnout Dominator‘ gelungen, einen mörderisch schnellen und kurzweiligen Arcade-Racer auf die Beine zu stellen. Das Spiel hat nur ein Problem: Seine mehrfach prämierten Vorgänger waren einfach einen Zacken besser. So zündet der neue Maniac-Modus im Vergleich zur geopferten Crash-Variante nicht richtig, das Burnout-Handling ist bisweilen etwas chaotisch und der Mehrspieler-Modus arg karg. Sei's drum: Fans der Serie bekommen jedenfalls coole neue Strecken und alle anderen ein gutes Rennspiel. Die PSP-Version verdient sich ob des besseren Geschwindigkeitsgefühls dabei einen Prozentpunkt mehr als die Heimkonsolenvariante des Spiels.

Überblick

Pro

  • mörderisches Geschwindigkeitsgefühl
  • tolles Streckendesign …
  • ... mit unzähligen Abkürzungen
  • Takedowns, Boosts und Impacts
  • überzeugender Soundtrack

Contra

  • teilweise hässliche Fahrzeugmodelle
  • spartanischer Mehrspieler-Modus
  • neue Spielmodi bieten nur Durchschnittskost

Wertung

  • PSP
    79
    %

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