Test - Blair Witch Vol. 1: Rustin Parr : Blair Witch Vol. 1: Rustin Parr

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Im vorherigen Jahr kam der mit Minimalbudget realisierte pseudo-dokumentarische Horrorfilm 'The Blair Witch Project' (1999) hierzulande in die Kinos und avancierte dank geschickt eingesetzten Marketings in den Vereinigten Staaten zum Überraschungserfolg, wobei der Streifen mehr Geld als manche amerikanische Grossproduktion einspielte. Das hatte zur Folge, dass zwei weitere Filme zu diesem Thema angekündigt wurden. Damit aber nicht genug: Auch die Spielindustrie ist auf den Zug aufgesprungen und schickt eine Trilogie ins Rennen, wovon der erste Teil bereits im Handel erhältlich ist und im Folgenden behandelt wird.

Die um den Art-house-Film 'The Blair Witch Project' entstandene Verwirrung wurde bis heute nicht wirklich aufgelöst, die zum Beispiel darin bestand, nicht mit Sicherheit zu wissen, was von alledem, was im Film gezeigt wird, der Wahrheit entspricht, ob die darin agierenden Charaktere authentisch sind und ob die 'Blair Witch'-Legende zu Filmzwecken erfunden wurde oder ob es sich dabei um eine nachweisbare alte Überlieferung handelt.
Nun, wer jetzt denkt, ich würde ihn/sie in dieser Sache entwirren, ist auf dem Holzweg. Ich schlage vielmehr einen anderen Weg ein und ziehe mich mit folgendem von Maler, Grafiker und Bildhauer Pablo Picasso (1881 - 1973) gemachten Zitat mehr oder weniger glimpflich aus der Affäre: 'Wenn es nur eine Wahrheit gäbe, könnte man nicht hundert Bilder über dasselbe Thema malen.' Mit anderen Worten, überlasse ich es euch, ein Bild vom Ganzen zu machen.


'The Blair Witch Project' - der Film

Blair Witch Vol. 1: Rustin Parr
Das Training hat Wirkung gezeigt.

Wer nun aber den simpel gestrickten und mit einfachen Mitteln, aber umso effektiver in Szene gesetzten Film nicht gesehen hat, kann nur schlecht ein Bild davon malen. Mir ist es leider aufgrund der mir zur Verfügung gestellten Mittel vergönnt, euch, auf die das zutrifft, den Film zu zeigen. Gerne erkläre ich euch aber im Hinblick auf ein besseres Verständnis für das Spiel, um was es darin geht:
1994 machen sich drei Studenten auf nach Burkitsville, um einen Dokumentarfilm über die 'Blair Witch'-Legende zu drehen. Nach ein paar Interviews mit den Ortsansässigen begeben sie sich in den nahegelegenen Wäldern auf die Spuren der Hexe, die dort seit Jahrhunderten ihr Unwesen treibt und anfangs der Vierzigerjahre einen Einsiedler namens Rustin Parr dazu gezwungen haben soll, acht Kinder ins sein Waldhaus zu verschleppen und sieben davon auf bestialische Art und Weise umzubringen. Als Zuschauer begleiten wir die drei Studenten durch den Wald, wobei wir all das sehen, was sie mit ihren über weite Strecken wackelig geführten Kameras filmen. Dabei müssen wir miterleben, wie sie allmählich die Orientierung verlieren und es mit der Angst vor den im Wald auf sie einwirkenden unsichtbaren Kräften zu tun bekommen. Tagelang irren sie durch das Dickicht, wobei ihre Erschöpfung ständig zunimmt und sie den Mut zu verlieren drohen. Vor allem die Nächte machen ihnen zu schaffen, in welchen seltsame Dinge vor sich gehen und merkwürdige Geräusche zu hören sind.
Zum Schrecken aller geht Joshua verloren, dessen Stimme seine zwei verzweifelten Schicksalgefährten im weiteren Verlauf des Films zu hören glauben. Die Suche nach ihm führt sie in das abgebrannte Haus von Rustin Parr, wo Heather im Keller Opfer einer zumindest für uns Zuschauer unsichtbaren Macht wird, während Mike mit dem Gesicht zur Wand regungslos in der Ecke steht. Damit endet der Film und lässt uns sichtlich irritiert mit offenen Fragen und umgedrehtem Magen zurück.

Als der Film vorüber war, wusste ich nicht einmal mit Sicherheit, was genau mit den Studenten geschehen ist, beziehungsweise wer den Schlamassel überlebt hat und ob die legendäre Hexe nicht lediglich ein Hirngespinst in den Köpfen der drei Studenten ist oder war. Fest steht aber, dass sie bis heute nicht wieder aufgetaucht sind - nur wusste ich das bereits vor dem Schauen des Films.


'Blair Witch Volume I: Rustin Parr' - das Spiel

Blair Witch Vol. 1: Rustin Parr
Wer wohl hinter der Badezimmertür steckt? Könnte es womöglich ...

Bei all den Fragen, die sich mir während und nach dem Film stellten, erhoffte ich mir, im Spiel einige Antworten darauf zu finden, respektive mehr von der 'Blair Witch'-Legende und damit womöglich in Verbindung stehenden Geschehnissen zu erfahren. Und tatsächlich, ich wurde fündig. Dies aber nur, weil ich im Jahre 1941 in der Rolle von Doktor Elspeth Holliday, einer auf übernatürliche Phänomene spezialisierten und im Dienste der Regierungsorganisation 'Spookhouse' stehenden Agentin, mit dem 'Rustin Parr'-Fall betraut wurde.


Das Training

Blair Witch Vol. 1: Rustin Parr
... eine geisterhafte Erscheinung sein?

Ehe ich mich aber mit dem Fall beschäftigen konnte, musste ich ein Training absolvieren, um mich mit der Steuerung vertraut zu machen, Equipment adäquat einzusetzen und mich im Kampf mit Monstern zu üben. Dabei nahm ich den jeweiligen Gegner mittels Laserpointer ins Visier. Das war kein leichtes Unterfangen, setzt das genaue manuelle Zielen doch einiges an Fingerspitzengefühl voraus. Ihr habt auch die Möglichkeit auf automatisches Anvisieren umzuschalten, was ich aber nicht für nötig hielt. Machte ich mal nicht von der P08 Luger oder vom Karabinergewehr Gebrauch, griff ich meine Gegner mit einem langen spitzen Holzstock an, den ich aus nächster Nähe in ihre Körper rammte, worauf das auf der Mordwaffe gesammelte Blut auf den Boden tropfte und kleine Blutlachen bildete. Wer also kein Blut sehen kann oder sich weigert, Monster zu splatten, ist hier fehlt am Platz und sollte wohl besser die Finger vom Spiel lassen.

 

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