Test - Big Brother: The Game : Big Brother: The Game

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Endlich! Endlich gibt es das langerwartete Computerspiel zu "Big Brother", der heiss diskutierten, ach so menschenwürdenverachtenden "Reality-Soap", zu kaufen. Endlich kann sich jeder davon überzeugen, dass sich die wochenlange Programmierarbeit gelohnt hat. Erlebt die perfekte Symbiose von Fernsehen und interaktiver Unterhaltung in einem Multimediaspektakel mit fantastischem, innovativem Spielprinzip; und das alles zum unglaublichen Kampfpreis von nur DM 29.95! Das ist so toll, das schwimmt sogar in Milch.

Ok, ganz so innovativ ist das Spielprinzip vielleicht doch nicht. Ich muss sogar sagen, dass mich das Gameplay ein klitzekleines bisschen an ein Spiel namens "Pac-Man" erinnerte.
Zum Inhalt: Zuerst wählt der Spieler im Menü einen der elf zur Verfügung stehenden Charaktere aus, die da wären: Die "Startcrew" samt Despina und Thomas, plus Jona. Ob Sladdi, der glänzende Superstar, oder Manu, die hinterhältige Sumpfhexe, alle sind mit dabei. Sabrina und natürlich auch Verena waren wohl zu aktuell, um sie auch noch im Spiel unterzubringen. Zu jedem Bewohner gibts eine kurze Biografie, die offensichtlich schon geschrieben wurde, bevor sie das Haus betreten hatten (Manu: "Am 1.März wird sie im "Big Brother"-Haus ihren Geburtstag feiern"). Dann geht"s los.

Im Spiel steuert man eine mittelmässig gezeichnete Comicfigur mit den Cursortasten durch kleine Labyrinthe, die zum Teil dem "Big Brother"-Haus nachempfunden sind und in denen Lebensmittel oder Münzen herumliegen. Hat man alles aufgesammelt, geht"s weiter mit dem nächsten Level. Drei kleine Geister ... ne - das war ein anderes Spiel ... drei andere BB-Bewohner sausen gleichzeitig im Labyrinth herum und ziehen dem Spieler bei Berührung eines seiner drei Leben ab. Sammelt man ein Ei oder eine Tafel Schokolade auf, wird man selbst zum Jäger und kann die bösen Geistlein ... äh ... Bewohnerlein auffressen, oder nominieren oder was auch immer.

Das Spiel bietet ganze DREI verschiedene Labyrinthe (ich war zu faul, den dritten zu beenden, weil ich davon ausgehe, dass nachher eh nix mehr kommt), die man je dreimal absolvieren muss um in das nächste zu gelangen. Daraus ergeben sich insgesamt neun Levels. In jedem Level taucht einmal eine Videokassette auf, die laufend die Farbe wechselt. Wird sie eingesammelt, wird im Menü der Zugriff auf eine kurze Videosequenz (im QuickTime-Format) freigeschaltet. Die Filmchen zeigen einerseits bekannte Szenen wie die "Bolognese in die Dusche", aber auch noch unbekannte - leider recht kurze - Ausschnitte aus den Castings der "Big Brother"-Kandidaten. In jedem Labyrinth kann man sieben Farben/Filmchen einsammeln.

Besessene können ihre Highscores ins Internet heraufladen, wo sie dann auf der "Big Brother"-Game-Homepage www.bigbrother-game.de veröffentlicht werden. Auf dieser Homepage gibt"s übrigens noch das Shockwave-Spielchen "2B-FotoShooter". Dabei handelt es sich um eine entschärfte Version des witzigen "BigUncle"-Shooters.

Fazit

Gameswelt Redaktion - Portraitvon Gameswelt Redaktion
Big Brother - The Game" richtet sich ganz klar an Fans, die sich alles kaufen, wo "Big Brother" draufsteht. Leider hat das Spiel auch für diese Zielgruppe nur wenig zu bieten. Der einzige Leckerbissen sind die freischaltbaren Casting-Szenen. Ich hätte mir zum Beispiel eingebaute witzige Sprachsamples gewünscht, wie sie das Gratis-Spiel "BigUncle" zu bieten hat. Oder hätte ein Mehrspieler-Modus (auch wenn das "Pac-Man"-Spielprinzip dafür wenig geeignet ist), wo die Spieler ihre Lieblinge gegeneinander antreten lassen, nicht mehr Spass gemacht?

Wertung

  • PC
    50
    %

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