11.07.2012 - David Kepler
Das Spielprinzip bedarf keiner großen Erklärung und ist so simpel wie genial: Ihr drückt lediglich den A-Knopf beziehungsweise den A- und den B-Knopf passend zum Takt. Das war’s. Anstatt euch lizenzierte Musik vorzusetzen, präsentieren euch die Entwickler eigens kreierte Soundtracks in Minispielform. Sobald ihr eines der über 50 Minispiele erfolgreich absolviert habt, schaltet ihr das nächste frei. Vor Beginn erhaltet ihr jedes Mal eine kleine Einführung, die euch auf die Besonderheit des jeweiligen Spiels aufmerksam macht. Denn jedes Minispiel konfrontiert euch mit unterschiedlichen Melodien und fordert das Nachvollziehen eines anderen Taktes von euch.
Bei jedem fünften freigeschalteten Minispiel handelt es sich um einen besonderen Remix, der die vier vorhergehenden Spiele aufgreift und wild durcheinandermischt. Jeder Remix widmet sich dabei einem gewissen Thema. Mal erklingen asiatische Töne, ein anderes Mal geht es deutlich rockiger zur Sache. Um diese Level zu bestehen, solltet ihr euch die Rhythmen der vorherigen Spiele gut eingeprägt haben.
Die Spielmechanik mag auf dem Papier simpel klingen, erfordert aber eure absolute Aufmerksamkeit und Konzentration. Jeder weiß aus eigener Erfahrung, dass es äußerst schwer sein kann, einen bestimmten Takt zu halten. Im Verlauf des Spiels variieren die Taktarten zunehmend und steigern den Schwierigkeitsgrad. Irgendwann werdet ihr an den Punkt kommen, an dem ihr feststellt, dass der Titel kein Erbarmen kennt. Sobald ihr aus dem Takt kommt, ist es erfahrungsgemäß sehr schwer, wieder den richtigen Rhythmus zu finden. Damit ihr aber trotzdem neue Inhalte freischaltet, habt ihr die Option, auf Kosten eurer verdienten Rhythmuspunkte das nächste Minispiel freizuschalten. So kommen auch die Unmusikalischen unter euch in den Genuss aller Level.
Was Beat the Beat positiv von der üblichen Konkurrenz unterscheidet, ist die unglaublich kreative, zuweilen völlig absurde Präsentation. Spätestens hier sind eindeutige Parallelen zur Wario-Ware-Reihe zu erkennen. Und Beat the Beat steht der Sammlung an Mikrospielen in dieser Beziehung in nichts nach. Beispiele gefällig? Ihr schlagt in einem Flugzeug sitzend Federbälle zurück, spießt heranrasende Erbsen mit einer Gabel auf, vollführt Rollen mit niedlichen Baby-Robben oder posiert als Wrestler für eine Schar von Journalisten – und das alles zu schriller Musik und passend im Takt. Das ist jedoch nur die Spitze des Eisberges. Hier geht einem schlicht und ergreifend das Herz auf und der Charme des Spiels zieht einen völlig in seinen Bann, auch wenn der Titel mit seinen simplen und reduzierten 2-D-Grafiken die Konsole nicht einmal ansatzweise an ihre technischen Grenzen treibt. weiter...
Beat the Beat: Rhythm Paradise
Erhält EU-Erscheinungstermin
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Rhythm Paradise kommt nach Europa
Beat the Beat: Rhythm Paradise - Accolades Trailer
Das meint die Presse zum Spiel
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