Test - Beach Spikers : Beach Spikers

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Beach Spikers
Der linke Balken zeigt an, wie hart geschmettert wird.
Echte Stadion-Atmosphäre
Die Matches an sich werden Beach Volleyball-like richtig actionbetont in Szene gesetzt. Knallharte Schmetterbälle, verzweifelte Rettungsversuche und der tosende Applaus des Publikums lassen schnell Stadion-Atmosphäre vor dem heimischen Fernsehgerät aufkommen. Die Regeln sind klar: Nach erfolgreicher Angabe des Gegners bleiben dem eigenen Team drei Berührungen, um den Ball wieder über das Netz zu bugsieren. Ist der Ball in der Luft, wird mit einer Markierung auf dem Feld angezeigt, wo er in etwa auftreffen wird. Je weiter ihr in der Mitte des Kreises steht, desto sauberer werdet ihr den Ball annehmen können. Setzt ihr zum Aufschlag oder Schmetterball an, lässt sich unter Zuhilfenahme der Kraftanzeige am linken Bildschirmrand bequem einstellen, mit welcher Wucht der Ball über das Netz befördert werden soll.

Die Steuerung der Spielerinnen ist erfreulich einfach und geht zudem schnell von der Hand. So sind bereits nach nur wenigen Minuten Einarbeitungszeit richtig coole Aktionen möglich. Neben den unentbehrlichen Richtungstasten genügt dabei im Grunde genommen fast ausschließlich die A-Taste, um eine erfolgreiche Partie zu bestreiten. Möglich macht's ein ausgefuchstes Steuerungssystem, das dem Button keine spezielle Funktion zuweist, sondern diesen je nach Begebenheit – Ballannahme, Zuspiel, Angriff und Blocken - umprogrammiert. Bekommt ihr etwa den Ball auf Brusthöhe zugespielt, benützt euer Alter Ego auf Knopfdruck das Untere Zuspiel. Ist das Spielgerät schon fast außer Reichweite, wird beim Benutzen desselben Buttons eben ein beherzter Sprung vorwärts ausgeführt. Mit dem B-Knopf, teils mittels gleichzeitigem zusätzlichem Drücken von A, lassen sich zudem noch einige nützliche Bewegungen vollführen – darunter etwa ein Täuschungsmanöver oder ein Schmetterball, der die Blockade des Gegners sprengt.

Beach Spikers
Im Edit-Player-Menü könnt ihr eigene Spielerinnen erschaffen.

Beach Countdown und Co.
Richtig Spaß macht 'Beach Spikers' vor allem im integrierten Mehrspieler-Modus, bei dem bis zu vier Mitspieler gegeneinander antreten dürfen. Anstatt den Singleplayerpart 1:1 zu übernehmen, haben die Entwickler für diese Option einige interessante Ideen aus dem
Ärmel geschüttelt. Namentlich genannt, handelt es sich um das klassische 'Einzel-Match', 'Beach Flags', 'Beach P.K.' und 'Beach Countdown'.
Der freilich ungewöhnlichste Modus ist dabei 'Beach Flags'. Ziel des Spiels ist es, als erste Spielerin eine rote Fahne zu ergreifen, die am Ende des Feldes im Sand steckt. Dazu stellen sich die vier Mitspieler allesamt an einer der beiden Grundlinien des Felds auf und müssen sich daraufhin mit dem Kopf nach unten auf den Bauch legen. Ertönt nun das Start-Signal, springt ihr auf und sprintet in Richtung Fähnchen. Dabei gilt: Je schneller ihr den A-Knopf drückt, desto schneller kommt ihr im Sand voran.
Ebenfalls mächtig Laune machen der 'Beach P.K.'-, bei dem ihr Angriffe auf eine bestimmte Zone des Feldes abwehren müsst, und der 'Countdown'-Modus. In dieser Spielvariante wird der Ball durch eine tickende Zeitbombe ersetzt. Verloren hat am Ende die Mannschaft, auf deren Seite der Sprengstoff detoniert.

Beach Spikers
Auch in Beach Spikers werben die Größen der Industrie.

Ein optischer Leckerbissen
Auch grafisch präsentiert sich 'Beach Spikers' als echter Leckerbissen. Die herrlich umgesetzten Strandstadien, wie etwa die imposante Sega-Arena oder das Coca Cola-Stadium sehen einfach fett aus und wurden mit sichtlicher Liebe zum Detail umgesetzt. Nicht minder beeindruckend: Die geschmeidigen Animationen der virtuellen und knapp bekleideten Volleyballerinnen und die farbenfrohe Spielumgebung sind ein weiterer Grund dafür, dass das Programm bei der optischen Präsentation ordentlich punkten kann.
Ebenfalls sehr erfreulich und nicht unbedingt selbstverständlich: Trotz der hohen Polygon-Anzahl und den teilweise extrem detailreichen Spielumgebungen bleibt die Framerate stets konstant hoch und ermöglicht ein flüssiges Spielen.
Die akustische Darbietung steht dem in nichts nach. Ein fetziger Rock-Soundtrack, tosender Applaus und die beherzten Ausrufe der Spielerinnen zeichnen diese aus.

 

Fazit

von Michael Beer
Gratulation an Sega. Mit 'Beach Spikers' hat die japanische Spieleschmiede definitiv eines der spaßigsten Konsolenspiele der letzten Monate hingelegt. Dank der kinderleichten Steuerung und der fast authentischen Stadionatmosphäre sind schon wenige Minuten nach Spielstart echte Top-Matches möglich. Eine feine Grafik-Engine und die netten Ideen des hervorragenden Mehrspieler-Modus zählen zu den weiteren Stärken des Spiels. Einziger Wehrmutstropfen: Der Einzelspieler-Part ist mit nur zwei verschiedenen Spiel-Modi etwas mager ausgefallen.  

Wertung

  • GCN
    86
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