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Battlefield 3

Spieler können keine Zivilisten töten

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Die Mission "Kein Russisch" in Call of Duty: Modern Warfare 2, in der der Spieler in der ungeschnittenen Version ein Massaker auf dem Moskauer Flughafen anrichtet, war sicher eines der unrühmlichen Highlights des Infinity-Ward-Shooters. Schon vor der Veröffentlichung entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, wie weit ein realitätsnahes Spiel gehen darf. Eine Debatte, auf die man bei DICE offenbar gerne verzichtet. Denn deren Spiel Battlefield 3 wird es den Spielern nicht erlauben, unschuldige Zivilisten zu töten.

Die Gründe für diese Entscheidung legte Producer Patrick Bach in einem Interview mit der Seite Rockpapershotgun dar. "Wenn du den Spieler vor die Wahl stellst, ob er etwas Gutes oder Böses tun kann, wird er sich für das Böse, die dunkle Seite entscheiden, weil die Leute denken, es sei cool fies zu sein, sie werden ja eh nicht erwischt. Nimm ein realistisches Spiel, drück dem Spieler eine virtuelle Waffe in die Hand und setz ihm ein Kind vor die Augen. Was würde wohl passieren? Der Spieler würde das Kind wahrscheinlich erschießen."

"Wir wären diejenigen, denen man nachher Vorwürfe macht. [...] Ich selber möchte keine Zvilisten in Spielen wie Battlefield 3 haben, weil ich denke, dass Spieler böse Dinge tun würden. Ich möchte keine Videos im Internet sehen, wo Leute virtuell Zivilisten erschießen. Deshalb werden wir dieses Feature gar nicht erst zulassen. Das soll nicht heißen, dass wir versuchen wollen, den Krieg als etwas Sauberes darzustellen. Aber wir wollen an die Sache reifer herangehen als bisher. Und reifer bedeutet nicht brutaler - viele Leute verwechseln das miteinander. Tatsächlich ist es ziemlich kindisch, noch mehr Blut zu fordern."

Battlefield 3 - gamescom 2011 Making Of: Wall Trailer

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