Test - Battlefield 1942 : Battlefield 1942

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Battlefield 1942
Die Städte sind von den Bombardements gezeichnet.
Von Afrika über Frankreich nach Berlin
Die sechzehn Missionen decken von der Landung in der Normandie, über den 'Battle of the Bulge' – der deutschen Ardennenoffensive – bis hin zum erbitterten Straßenkampf um Berlin alle relevanten Schlachten dieses Jahrhundertkrieges ab. Die Maps an sich sind sehr gut konstruiert und bieten mit kargen Wüstenlandschaften, subtropischen Pazifik-Inseln und zerstörten Großstädten ausreichend Abwechslung im tristen Kriegsalltag.
Für den integrierten Einzelspieler-Modus wurden die Einsätze dabei zu einer kleinen Kampagne zusammengeschnürt.

Zwar sind jene aufgrund ihrer chronologischen Abfolge miteinander verbunden, eine Hintergrundgeschichte wird hingegen nicht erzählt. Kein Wunder, schließlich ist der Singleplayer-Modus vom groben Spielablauf deckungsgleich mit seinem Mehrspieler-Pendant. Lediglich die menschlichen Mitstreiter werden durch Bots ersetzt, deren KI-Level sich nach Belieben verändern lässt. Während des gesamten Tests hinterlässt die Künstliche Intelligenz einen überraschend ausgereiften Eindruck: Die Polygonsoldaten springen in Deckung, bringen eigenständig Sprengsätze an den Panzern des Feindes an und bewegen sogar Fahrzeuge nahezu fehlerfrei über das Gelände. Selbst Flugzeuge, aufgrund ihrer sensiblen Steuerung das Verhängnis so manches menschlichen Spielers, werden von der KI clever und präzise manövriert.

Battlefield 1942
Nach dem Ableben der Feinde fließt kein Blut.

In Anbetracht des guten Gesamteindrucks der KI fällt es leicht, dem Programm einige kleinere Schnitzer zu verzeihen: Da kann es schon mal passieren, dass die Bots selbst auf der höchsten Intelligenz-Stufe in der Hitze des Gefechts den eigenen Verbündeten übersehen und diesen gnadenlos überfahren. Zudem scheint die Sichtweite der CPU-Gegner an gewissen Stellen des Spiels stark eingeschränkt: Haben des Computers Mannen erst einmal einen Gegner ins Visier genommen, vergessen sie alles um sich herum. Herannahende Feinde haben leichtes Spiel.

Alles in allem ist der Einzelspieler-Modus durchaus zu Trainingszwecken gut, als Ersatz für die gleichwohl intensiveren Mehrspieler-Schlachten ist er aber keinesfalls zu gebrauchen.

Battlefield 1942
Mitten im Granatenhagel.

Das Kriegsgerät der Vergangenheit
Wie in jedem ordentlichen Multiplayer-Shooter sorgen natürlich auch in 'Battlefield 1942' die implementierten Charakterklassen und Fahrzeuge für den nötigen taktischen Tiefgang:
Zur Auswahl stehen hierbei für beide Kriegsparteien jeweils Ingenieur, Aufklärer, Sanitäter, Panzergrenadier und das einfache Frontschwein. So zieht etwa der Soldat mit einer MP40 bewaffnet in den Kampf, während sich der Scharfschütze die ahnungslosen Gegner aus sicherer Entfernung vorknöpft.

Zum Standard-Equipment einer jeden Einheit gehört neben der klassenspezifischen Waffe auch eine Pistole, das obligatorische Kampfmesser sowie vier Granaten. Unnötig: Aufgrund dieser Einteilung ist der Spieler an eine bestimmte Primär-Waffe gebunden, eine andere bekommt man nur in die Hand, wenn man den Soldatentyp wechselt.

Mehr als gleichwertigen Ersatz bieten hierfür allerdings die 35 authentischen Fahrzeuge - darunter auch Schiffe und Flugzeuge. Vom einfachen Landungsboot, über die gefürchteten japanischen Abfangjäger bis hin zum mächtigen Schlachtschiff, der USS Enterprise, dem damaligen Stolz der amerikanischen Kriegsmarine, steht euch das wichtigste Kriegsgerät aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs zur Verfügung.

 

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