Test - Battlefield 1942 : Battlefield 1942

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Auch Jahre nachdem Fireglows Echtzeit-Strategiespiel 'Sudden Strike' den Zweiten Weltkrieg als brauchbaren Hintergrund für die Videospieleindustrie wieder entdeckte, ist dieses umstrittene Kapitel unserer Geschichte unter den gängigen Spieleschmieden populär wie niemals zuvor. Publisher Electronic Arts, der unlängst mit 'Medal of Honor: Allied Assault' für positive Schlagzeilen sorgte, schickt nun mit 'Battlefield 1942' einen weiteren äußerst viel versprechenden World War II-Shooter in den erbitterten Kampf um die Gunst der Käufer. Größter Unterschied im Vergleich zu 2015s Meisterwerk: 'Battlefield 1942' bewegt sich weg von der Eingeschränktheit einer starren Einzelspieler-Kampagne und fokussiert stattdessen hitzige Mehrspieler-Partien im Internet oder LAN

Battlefield 1942
Wir erwarten die Ankunft der Alliierten.

Schon das furiose Intro des Spiels lässt es erahnen: Der blutige Kampf um Europa und den Pazifikraum findet zu Wasser, zu Lande und in der Luft statt. Was bisher noch keinem Multiplayer-Shooter so recht gelingen mochte - nämlich neben den üblichen Landfahrzeugen auch Marine und Luftwaffe in das Spiel zu integrieren - hat der schwedische Entwickler Digital Illusions wacker in Angriff genommen und auch mit beachtlichem Erfolg umgesetzt.
Bevor ihr euch jedoch ins Getümmel stürzt, steht zunächst die Auswahl der eigenen Spielpartei auf der Tagesordnung. Ob ihr die Achsenmächte bei ihren wahnwitzigen Welteroberungsplänen unterstützt oder doch lieber auf Seiten der alliierten Streitkräfte für Freiheit und Selbstbestimmungsrecht der Völker in die Schlacht zieht, steht euch frei.
Die beiden Kriegsparteien unterscheiden sich dabei nicht nur durch Uniform und Aussehen, sondern besitzen zudem noch spezifisches Kriegsgerät.

Die zu erfüllenden Missionen sind aber auf beiden Seiten die gleichen, lediglich mit dem umgekehrten Missionsziel. Beispiel Berlin: Während es unter der Sowjet-Flagge unerlässlich ist, die deutsche Hauptstadt so schnell wie möglich einzunehmen, ist es als gestandener Wehrmachtsrecke an euch, den Vormarsch der Rot-Armisten zu stoppen und die Kommunisten aus der Stadt zu vertreiben.
Das Schöne daran: Der Spieler ist an keinerlei Vorgaben gebunden - wie ihr das gewünschte Missionsziel erreicht, ist nebensächlich. Wichtig ist nur, dass ihr es erreicht. Es steht euch somit frei, ob ihr per pedes einmarschiert, mit einem Panzer-Bataillon für Unruhe sorgt oder die Besatzer mit flächendeckenden Bombardements in die Knie zwingt.

Battlefield 1942
Die Übersichtskarte zeigt uns die Kontrollpunkte.

Der Conquest-Modus
Für ausreichend Langzeitmotivation sorgen dabei die vier verschiedene Spiel-Modi.
Dabei ist neben den mittlerweile selbstverständlich gewordenen Standardvarianten 'Cooperative'-, 'Team Deathmatch'- und 'Capture the Flag'- freilich der 'Conquest'-Modus - eine flotte Mischung aus 'Domination' und 'Counter-Strike' - als das eigentliche Highlight des Spiels hervorheben.

Battlefield 1942
Zwei der zahlreichen Panzer.

Dieser neuartige Spiel-Modus basiert auf einem ausgeklügelten Punktesystem: Zu Beginn des Spiels bekommt jede Mannschaft eine gewisse Anzahl von so genannten Tickets gestellt, deren Menge sich für jeden Respawn um jeweils einen Punkt verringert.
Der Tod des Spielers wird somit gleich doppelt bestraft: Zum einen verliert das eigene Team dadurch wichtige Punkte, zum anderen muss eine durchschnittliche Wiederauferstehungszeit von 15 Sekunden in Kauf genommen werden.

Das Ticket-Konto kann nur erhöht werden, indem die Truppe die Mehrheit der auf der Karte verteilten Kontrollpunkte in ihre Gewalt bringt. Dabei handelt es sich meist um strategisch wichtige Punkte wie etwa zentrale Bunker, militärische Außenposten oder Flughäfen. Gewonnen hat am Ende des Spiels diejenige Partei, der es als erster gelingt, alle 'Capture Points' einzunehmen, beziehungsweise die Mehrheit dieser nur lange genug zu kontrollieren, um somit das Ticket-Konto des Gegners aufzureiben.

 

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