Preview - Battlefield 1 : Tausche Jet gegen Doppeldecker

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Auch wenn Battlefield 1 mit dem Debüt-Trailer ordentlich gerockt hat, sollte jeder Battlefield-Fan skeptisch bleiben. Die Veröffentlichungen von Battlefield 3 und Battlefield 4 waren nämlich alles andere als problemlos. Das kann auch Battlefield 1 passieren, das sollte jedem klar sein. Deswegen nutzen wir jede Möglichkeit, um mehr über den aktuellen Stand des neuesten Teils der Reihe herauszufinden. Eine drei Stunden lange Zocksitzung auf der diesjährigen gamescom war auf jeden Fall eine gute Gelegenheit.

Wie zu erwarten, ist die bekannte Battlefield-Klassenauswahl geblieben. Allerdings kümmert sich nun wieder der Medic darum, seine Kameraden am Leben zu erhalten, wodurch der Assault sich vollständig auf den Kampf an der Frontlinie konzentrieren kann. Der Medic muss vor einem Kampf gegen Vehikel genau so wenig zurückschrecken wie der Assault. Beide Klassen besitzen nämlich nun Anti-Tank-Bewaffnung. Der Support versorgt euch weiterhin mit Munition und gibt Feuerschutz, während der Scout hauptsächlich aus der Distanz kämpft und Feinde sichtet.

Klingt wie Battlefield, ist es auch. Es gibt jedoch noch zwei weitere Klassen: den Piloten und den Tanker. Ihr werdet automatisch zu einem Piloten, wenn ihr in ein Flugzeug einsteigt, und zu einem Tanker, solltet ihr euch einen Panzer als Einstiegspunkt aussuchen. Diese Klassen sind ohne ihre Fahrzeuge deutlich schwächer als die vier Hauptklassen und sollten in ihren Vehikeln bleiben. Von denen gibt es auch in Battlefield 1 mehr als genug. In der Demo sahen wir bewaffnete Jeeps, verschiedene Arten von Truppentransportern, natürlich Panzer, Jagdflugzeuge und Bomber.

In den Flugzeugen gibt es mindestens Platz für einen Kopiloten, der sich an ein Maschinengewehr setzen kann. Ein Bomber hat zum Beispiel Platz für zwei weitere Spieler. Wer also ein guter Pilot ist und fähige Schützen an Bord hat, kann die Hölle auf die Erde niederregnen lassen. Sollte euer Team allerdings zu viel Hölle abbekommen, erhält es Zugang zu speziellen Fahrzeugen, die eine Schlacht drehen können.

Hoppe, hoppe Reiter

Auf der von uns gespielten Map Sinai Desert legte ein gepanzerter Zug im Vorbeifahren alles in Schutt und Asche. Der war zwar unheimlich nützlich, kam aber vom Spaßfaktor her nicht an die Pferde heran. Auf ihnen in die Schlacht zu reiten, macht sehr viel Laune, auch wenn die Waffe, die auf dem Rücken des Pferdes genutzt werden kann, nicht sonderlich gut ist. Wenigstens seid ihr im Nahkampf mit dem Säbel recht effektiv. Ansonsten ist das Pferd eher eine schnelle und recht schwer zu treffende Reisemöglichkeit. Auf Sinai Desert war schnelle Fortbewegung lebensnotwendig.

Battlefield 1 - gamescom-Interview mit Robert Sammelin
Wir konnten auf der gamescom Robert Sammelin von DICE zu Battlefield 1 befragen.

Sinai Desert ist nämlich riesig und besetzt von Scharfschützen, die in den Bergen hocken. Es gibt in einer Wüste leider nicht so viele Deckungsmöglichkeiten, was den Weg zu Flaggenpunkten erschwert. Einer der Punkte ist sogar deutlich weiter entfernt und befindet sich in einer Oase. Durch seine Einnahme erhält euer Team dort Zugang zu Pferden und Fahrzeugen, die in den Kämpfen rund um das Dorf nützlich sein sollten. Ansonsten spielt sich der Großteil der Kämpfe in dem Dorf ab, wo es oft zu eng für Fahrzeuge ist. Hier kommen dann die Shotguns und automatischen Waffen ins Spiel. Auch Granaten aller Art fliegen euch hier deutlich öfter um die Ohren.

Mit Flammenwerfer und Säbel

Wie in Trailern bereits gesehen, könnt ihr zwischen den unterschiedlichen Granaten wählen. Eine davon ist die Gasgranate, die sich mit dem Aufsetzen einer Gasmaske kontern lässt. Brandgranaten und explosive Fallen sahen wir ebenfalls während unserer Spielzeit. Des Weiteren wurden uns ein Scharfschützengewehr vorgestellt, das Fahrzeuge aufs Korn nehmen konnte, und ein Flammenwerfer, der euch innerhalb von Sekunden grillt. Diese Waffen lassen sich aber nicht einfach so auswählen, sondern gehören im Grunde zu zwei weiteren Klassen, in die ihr, mit etwas Glück, einsteigen könnt.

In der letzten halben Stunde warfen die Entwickler für uns noch den Rush-Modus an, der ebenfalls auf der Map Sinai Desert gespielt wurde. Auch hier gab es keine großen Überraschungen. Die Karte erweitert sich je nach Kampfgeschehen. Verteidigt ihr die zwei Bombenplätze und verliert sie, werdet ihr zu einer weiteren Stellung zurückgeworfen, um dort erneut zu verteidigen. Rush ist immer noch der Modus, der aufgrund des kompakten Schlachtfelds für die rasantesten und chaotischsten Gefechte sorgt.

Fazit

Marek Orzechowski - Portraitvon Marek Orzechowski
Battlefield bleibt Battlefield

Im Kern ist Battlefield 1 wie seine Vorgänger und bietet mit dem neuen Szenario genügend kleinere bis mittelgroße Neuerungen Von einem neuen Battlefield erwarte ich ohnehin keine großen Innovationssprünge. Ich erwarte dafür große Schlachten, ein abwechslungsreiches Arsenal, viele Fahrzeuge und interessante Maps, die sich im Conquest-Modus spielen lassen. Genau das bringt Battlefield 1. Dass sich all das nun im Ersten Weltkrieg abspielt, ist ein netter Bonus, den ich dankend annehme. Ein frisches Szenario mit vielen Möglichkeiten, was Waffen, Fahrzeuge und das Schlachtengefühl angeht, wird der Battlefield-Reihe guttun.

Doch werde ich als langjähriger, jedoch etwas gebrandmarkter Battlefield-Fan erneut bis tief in die Nacht Conquest zocken, wenn Battlefield 1 erscheint? Im Moment stehen die Chancen dafür sehr gut. Die drei Stunden mit Sinai Desert haben Lust auf mehr gemacht. Die kommende Beta, die sehr wahrscheinlich aus dem gleichen Inhalt bestehen wird wie die dreistündige Gamescom-Demo, sollte jeder Interessierte dazu nutzen, um sich selbst ein Bild von Battlefield 1 zu machen..

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