Test - Athens 2004 : Athens 2004

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Kurz vor dem Start der Olympischen Spiele 2004 veröffentlicht Sony das offiziell lizenzierte PS2-Spiel zum Event. Wir haben keine Daumenzerrungen gescheut und uns in die virtuellen Wettkämpfe gestürzt. Wie es uns dabei ergangen ist, lest ihr im Review zu ’Athens 2004’.

Willkommen in Griechenland

2004 ist nicht nur ein Jahr des Sports, mit der Europa-Meisterschaft im Fußball sowie den Olympischen Spielen, sondern offenbar auch das Jahr Griechenlands. Nach dem Gewinn der EM will sich das Land ab August von seiner besten Seite präsentieren und als Vater von Olympia endlich wieder die Sommerspiele zu Hause ausrichten. Falls euch die Berichterstattung im Fernsehen dazu noch nicht ausreicht, laden euch Sony und Eurocom, die Entwickler von Spielen wie 'Sphinx und die verfluchte Mumie', mit einem klassischen Sport-Titel in die Heimat von Zeus und Zerberus ein: 'Athens 2004' knüpft an die Tradition von Oldies wie 'Summer Games' oder 'Track & Field' an.

Nur der Marathon fehlt

Aus den inzwischen zahlreichen olympischen Disziplinen wurden etwa 25 ausgesucht, die zum einen typisch für die Sommerspiele sind, sich zum anderen aber auch gut für die Konsole umsetzen lassen. Wer jetzt das übliche Knöpfehämmern bis zum Gamepad-Bruch erwartet, liegt allerdings nur halb richtig: Eurocom hatte den ein oder anderen gelungenen Einfall, die Umsetzung ein wenig aufzupeppen. Besonders auffällig ist das beim Turnen: Wie in populären Musik-Spielen gilt es hier, die vier Richtungspfeile im korrekten Moment zu drücken, um euer virtuelles Abbild bei seiner Präsentation nicht stolpern zu lassen. Wer eine Tanzmatte sein Eignen nennt, kann diese sogar mit der PlayStation 2 verbinden und die Bewegungen mit seinen Füßen steuern. Beim Pferdsprung hingegen heißt es, eine bestimmte Tastenkombination möglichst schnell zu drücken. Beim Hochsprung wiederum ist dann ein gutes Rhythmusgefühl gefragt, um die vorgegebenen Fußmarkierungen präzise zu erwischen. Wer lieber möglichst schnell zwei Buttons nacheinander drückt, kommt aber natürlich ebenso zum Zuge: beim Laufen, Weitsprung, Schwimmen oder Speerwerfen. Die wohl ungewöhnlichste Disziplin ist noch das Springreiten, welche die Steuerung demzufolge vor eine harte Probe stellt; während die Bedienung ansonsten leicht und flüssig von der Hand geht, fällt das Manövrieren mit dem Gaul doch recht schwer und träge. Einsteiger dürften an dieser Stelle verzweifeln.

Echter Wettkampf

Obwohl die Umsetzung der Sportarten weitgehend gelungen, die Grafik annehmbar, der deutsche Kommentar akzeptabel und das gesamte Spiel fehlerfrei ist, kommt im Singleplayer-Modus auf Dauer keine wirkliche Freude auf. Die KI-Gegner sind schnell geschlagen und von viel Abwechslung kann man trotz besagter frischer Ideen nicht unbedingt sprechen. Spaß macht 'Athens 2004' daher vor allem mit mehreren Spielern vor einer Konsole, am besten mit vier Teilnehmern über ein Multitap. Hier taucht beim dem Kampf um Zentimeter und Sekundenbruchteile wirkliche Motivation auf, die für so manchen emotionalen Nachmittag oder Abend sorgen kann.

Fazit

von Fabian Walden
Alleine ist 'Athens 2004' etwa so spannend wie eine Übertragung von Synchronschwimmen, doch im Multiplayer-Modus blüht das Spiel auf. Wer Klassiker wie 'Summer Games' mag, wird mit ein paar Freunden auch in diesem Jahr olympischen Spaß an der Konsole finden.

Überblick

Pro

  • nette Grafik
  • viele Disziplinen
  • spannend im Multiplayer

Contra

  • wenig Abwechslung
  • alleine schnell langweilig
  • geringe Spieltiefe

Wertung

  • PS2
    74
    %

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