Test - Asterix Brain Trainer : Asterix Brain Trainer

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Wenn sich ein Spiel besonders gut verkauft, dann wird es immer Unternehmen geben, die ebenfalls an dem Trend mitverdienen wollen. 'Gehirnjogging' läuft bestens für Nintendo. Deswegen bringt Atari ein Denkspiel für die ganz Jungen heraus: 'Asterix Brain Trainer'. Als junger Gallier betreten wir das Dorf und bekommen von den bekannten Einwohnern knifflige Aufgaben gestellt. Doch wie abwechslungsreich ist das Ganze?

Kinder und Jugendliche haben oft eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne. Wenn nicht von Beginn an der Funke überspringt, dann haben es Spielzeuge meist schwer. Bei Erwachsenen ist das natürlich ebenso der Fall, aber die sollen von Asterix & Co nicht primär angesprochen werden. Schon zu Beginn weiß die Aufmachung des 'Brain Trainer' zu gefallen. Alle Zeichnungen entsprechen exakt der Vorlage und man gibt sich Mühe, im langen Intro so etwas wie eine Geschichte aufzubauen, den folgenden Denksportaufgaben also einen Sinn zu geben. Um als vollwertiger Gallier anerkannt zu werden, gilt es nun, die unterschiedlichen Charaktere im Dorf zu besuchen und deren Aufgaben zu erledigen.

„Wer ist hier dick?"

Bei Automatix, dem Schmied, setzen wir im ersten Spiel Bilderrätsel von ägyptischen Bauwerken zusammen - natürlich unter Zeitdruck. Immer sechs Bilder gehören zu einer Aufgabe. Allerdings beginnt kurz darauf das Dilemma des 'Brain Trainer'. Anstatt eine neue Herausforderung gestellt zu bekommen, müssen wir dieselben Bilderrätsel in fünf Spielstufen bewältigen. Dabei wechseln sich noch nicht einmal die Bauten ab und nach jeder bestandenen Prüfung lässt Automatix den Standardsatz ab, ob wir Architekt werden wollen. Nein, wollen wir nicht. Abwechslung wollen wir, also weiter zum nächsten Bewohner, denn mehr als zwölf Bilderrätsel hintereinander ermüden.

„Beim Teutates!"

Miraculix, unser allseits beliebter Druide, benötigt unsere Hilfe beim Zaubertrankbrauen. In vorbestimmter Zeit merken wir uns eine kurze Zutatenliste und wie wir den Kochlöffel im Kessel rühren müssen. Haben wir die Aufgabe erledigt, wartet der nächste Zaubertrank auf uns. Wie oft müssen wir das noch machen? Gut aufgepasst. In jeder Stufe sind es genau sechs Zaubertränke. Wo bleibt da die Abwechslung? Über 20 Herausforderungen gibt es im Spiel, aber nur ein Bruchteil davon steht von Anfang an zur Verfügung.

„Uns ist der Himmel auf den Kopf gefallen"

Womit wir wieder beim Thema Aufmerksamkeitsspanne sind. 'Asterix Brain Trainer' will unser Gehirn auf Vordermann bringen, schafft es aber mit Leichtigkeit, den Rest des Körpers zu ermüden. Sich für die immer gleichen Aufgaben neu zu motivieren, fällt extrem schwer. Man möchte gerne auch die weiteren Aufgaben bewältigen, aber bitte nicht, wenn vorher 30 Bilderrätsel auf einen warten. Das ist langweilig und öde. Schade eigentlich, denn die Aufmachung ist wirklich nett.

Fazit

von Dennis Hartmann
Asterix ist super. Ich mag ihn seit meiner Kindheit, als die Hefte immer im Wartezimmer des Kinderarztes rumlagen. Dieses Spiel hier will das Gehirn fördern, was die Aufgaben auch ohne Mühe schaffen, denn Konzentration und Kurzzeitgedächtnis werden mächtig gefordert. Allerdings lässt die Motivation rapide nach, wenn man merkt, dass hier immer und immer wieder dieselben Aufgaben erledigt werden müssen, damit man auch mal die anderen ausprobieren darf. Schrecklicher Designfehler, der hier begangen wurde.

Überblick

Pro

  • sehr gute Zeichnungen
  • bekannte Charaktere
  • abwechslungsreiche Aufgaben

Contra

  • nur ein Bruchteil der Aufgaben ist freigeschaltet
  • fünf Stufen à sechs Aufgaben mit immer der gleichen Thematik sind öde
  • nervige Musik, keine Sprachausgabe

Wertung

  • DS(i)
    55
    %

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