Test - Assassin's Creed: Origins : Das größte und schönste Assassin's Creed. Auch das beste?

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Greift zu, wenn...

… ihr von den letzten Assassin's-Creed-Teilen enttäuscht wart und auf eine Runderneuerung der Serie gewartet habt.

Spart es euch, wenn...

… euch eine kurze knackige Erfahrung lieber ist als eine riesige Spielwelt, die euch für viele, viele Stunden in Beschlag nimmt.

Fazit

Matthias Grimm - Portraitvon Matthias Grimm
Möglicherweise das beste, sicherlich aber das größte und schönste Assassin's Creed bisher

Nach der Kreativpause schickt Ubisoft sein Flaggschiff runderneuert an den Start: mit einem Kampfsystem, das diesen Namen auch verdient, und Rollenspielelementen, die dazu motivieren, sich mit den unzähligen Nebenquests und Betätigungen in der riesigen Spielwelt intensiv zu beschäftigen, statt sie nur für die Checkliste in der Statistik abzuarbeiten.

Die Assassin's-Creed-Reihe packt dadurch etliche grundlegende Probleme bei der Wurzel, die sie seit Jahren mit sich herumschleppt, entfernt sich dabei aber auch von seinen eigenen Wurzeln als Parcours- und Versteckspiel, als das es begann, und reiht sich in die Schlange von Open-World-Weltenbummlern wie Far Cry oder Red Dead Redemption. Und nimmt diese mal 3 oder auch mal 4.

Denn Assassin's Creed: Origins beeindruckt allein schon durch seine schiere Größe. Ganz Ägypten - von seinen Küsten im Norden, den Nil hinauf, durch die Wüsten mit ihren Pyramiden und antiken Metropolen wie Alexandria und Memphis - wurde in all seiner Pracht verschwenderisch schön nachgebildet. Da verzeiht man auch gerne gelegentlich generische Abschnitte, die bei diesem Umfang unvermeidbar sind.

Zumal überall und an jeder Ecke etwas zu tun ist. Hier ein Fort erobern, daneben noch schnell den Turm erklimmen, das Grabmal um seine Schätze erleichtern, das Banditenlager plündern. Und dann war da doch noch eine Nebenmission direkt ums Eck … Gerade letztere sind trotz ihrer Masse meist abwechslungsreich, schick inszeniert, niemals bloß langweilige Content-Auffüller.

Wer (wie ich) auf die letzten Assassin's-Creed-Teile keine richtige Lust mehr hatte, weil sie spielerisch nur noch auf der Stelle traten, für den ist Origins genau die Frischzellenkur, auf die er seit Jahren hofft. Wer auf den ganz großen Wurf gewartet hat, könnte dennoch enttäuscht sein: Etwas ungelenk wirkt das Kampfsystem mitunter, bei hohem Charakterlevel auch irgendwann zu übermächtig. Das Schleichen macht im Vergleich dazu einen etwas lustlosen Eindruck und wird derzeit auch oft von einer etwas zu scharfsichtigen KI unterbunden. Bei den zahlreichen Betätigungen herrscht nach einer Weile immer wieder Alarmstufe Eintönigkeit.

Egal. Wer nach dem Haar in der Suppe sucht, wird bei einem Spiel dieser Größenordnung zwangsläufig schnell fündig. Doch Assassin's Creed: Origins hat einfach so unglaublich viel Suppe, dass sie ein paar Haare durchaus vertragen kann.

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Überblick

Pro

  • gigantisch große Spielwelt …
  • … Randvoll mit Nebenquests und Aufgaben
  • prachtvolle Nachbildung des antiken Ägypten
  • ein Kampfsystem, das diesen Namen verdient
  • Rollenspielelemente, die dazu motivieren, sich mit der Spielwelt intensiv auseinanderzusetzen
  • entschlackte und runderneuerte Spielmechaniken

Contra

  • Größe der Spielwelt wird durch teils generisches Design erkauft
  • auf Dauer immer mal wieder repetitiv
  • Kampfsystem lässt das letzte Quäntchen Präzision vermissen

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