Special - Assassin’s Creed History : Meuchel-Geschichte

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Ob Altaïr, Ezio oder Connor: Seit 2007 meucheln sich Millionen von Spielern auf nahezu allen Plattformen durch die Assassin’s Creed-Serie. Bevor es in Black Flag auf hohe See geht, werfen wir einen Blick zurück auf die wichtigsten Ereignisse rund um den Konflikt zwischen Assassinen und Templer sowie den Mann im Mittelpunkt, Desmond Miles.

Doch der eigentliche Protagonist der Serie stand bei Ankündigung des ersten Assassin’s Creed gar nicht im Mittelpunkt. Vor allem männliche Spieler schmachteten eher nach Produzentin Jade Raymond - die hübsche Kanadierin geriet mehr oder minder unfreiwillig in den Fokus der Berichterstattung. Aber wer so charmante Interviews gibt, ist ja auch selbst schuld, oder? Ohnehin ging die Zockergemeinde davon aus, einfach die Rolle eines Auftragsmörders während des Dritten Kreuzzuges einzunehmen. Erst als Ubisoft einige der modernen Interface-Elemente vorstellte, war klar, dass noch mehr hinter der Geschichte stecken musste.

Und so war es dann auch: Der Barkeeper Desmond Miles wurde entführt und in das Labor der Firma Abstergo gebracht. Als direkter Nachkomme einer ganzen Reihe von Assassinen war es möglich, ihn an eine Maschine namens Animus anzuschließen, um so Erinnerungen hervorzubringen, die tief in seiner DNA verwurzelt waren. Der erste Teil der Reihe widmete sich daher Altaïr, der im Jahr 1191 Mitglieder des Templerordens in den Städten Masyaf, Jerusalem, Damaskus, Akkon und Arsur erledigen musste. Spielerisch wurde es schnell monoton: Um genügend Informationen über die Ziele zu erhalten, führte Altaïr andauernd diverse Nebenaufgaben wie Taschendiebstahl, dem Belauschen von Informanten oder Prügelattacken aus. Da konnten auch die wenigen Abschnitte, in denen man die Rolle von Desmond in der Gegenwart übernahm, nicht für genügend Abwechslung sorgen.

Wirklich zu begeistern wusste aber die flüssige Klettersteuerung, auch wenn sie manchmal fast schon zu leicht von der Hand ging. Die audiovisuelle Präsentation sorgte dann aber endgültig dafür, den Spieler trotz der beschriebenen Mängel innerhalb weniger Sekunden in den Bann zu ziehen. Wie sich im Verlauf des Spiels herausstellte, wird Abstergo natürlich von den Templern betrieben und die Erinnerungen von Desmond sollten dazu dienen, so genannte Edensplitter ausfindig zu machen, um Massenhypnosen zu ermöglichen. Dem Kapuzenpulli-tragenden Protagonisten gelang durch die Hilfe von Überläuferin Lucy jedoch die Flucht – Altaïr hingegen musste sich seinem verräterischen Meister Al Mualim stellen, besiegte diesen und fand schließlich die Aufenthaltsorte besagter Splitter heraus.

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Das technische Gerüst war also aufgebaut, daher konzentrierten sich die Entwickler nun voll und ganz auf das Gameplay und den weiteren Verlauf der Geschichte. Wie sich in Assassin’s Creed II im Jahr 2009 zeigte, können Nachfolger eben doch wesentlich besser als das Original sein. Während Desmond nach seiner Flucht vor Abstergo in Italien untertaucht, schlüpft er durch den Animus 2.0 in die Haut von Ezio Auditore da Firenze. Der redselige und schlagfertige Italiener weckte von Anfang an Sympathien und erleichterte somit die Identifikation zwischen Spieler und Spielfigur. Doch besonders am Abwechslungsreichtum hatte Ubisoft gearbeitet: Mehr Nebenaufgaben und eine spannendere Hauptgeschichte, angesiedelt im auslaufenden 15. Jahrhundert, ließen die Auftragsmorde schneller vergehen, als man „Armklinge“ sagen konnte. Apropos, durch neue Waffen wie eine vergiftete Variante der versteckten Klinge, Hämmer, Säbel, Rauchbomben oder gar eine Pistole ließen sich Widersacher sehr viel galanter über den Jordan schicken.

Im zweiten Teil ging es unter anderem nach Forlì, Venedig und Florenz. Im Laufe der Geschichte tauchten historisch-berühmte Persönlichkeiten wie Leonardo da Vinci auf. Ob das italienische Multitalent allerdings wirklich einmal Flugmaschinen oder Doppelklingen für Assassinen erfand, bleibt äußerst fraglich. Egal: Die Story war bis zum finalen Kampf gegen Papst Alexander VI. unterhaltsam. Und auch die eingestreuten Episoden mit Desmond, der nun einige Fähigkeiten seiner Vorfahren mithilfe des Animus’ erlernt hatte, trieben die Story rund um Edensplitter und den Untergang der Welt auf spannende Art und Weise an.

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