Test - Arx Fatalis : Arx Fatalis

  • PC
Von Kommentieren
Arx Fatalis
Dreckiges Geschirr und halbleere Weinflaschen.

Die Magie ist auch recht einfach zu handhaben. Im Spiel findet ihr immer wieder Runen mit speziellen eingeritzten Zeichen. Durch drücken der Alt-Taste kommt ihr in den Magiemodus und könnt nun mit der Maus auf dem Bildschirm diese Zeichen nachzeichnen .Allerdings benötigen manche Zauber-Kombinationen unterschiedliche Runen, die ihr, damit ihr den richtigen Zauber sprechen könnt, auf verschiedene Weise nachzeichnen müsst. Manchmal dauert es also recht lange, bis man schließlich den Spruch sprechen kann. Der erste Teil des Spiels ist einfach gestaltet, erzählt die Story und macht euch mit den grundlegenden Funktionen vertraut. Die ersten Rätsel wie 'Breche aus deinem Gefängnis aus' oder 'Finde ein Seil für den kaputten Aufzug' sind einfach gestrickt und sorgen für die nötige Motivation.

Schwer, schwerer, Arx Fatalis?
Sobald man aus diesem 'Tutorial' heraus ist, zeigt das Spiel seinen wahren Schwierigkeitsgrad. Auch ihr werdet früh die wirklich gelungene KI der Gegner erkennen, die, wenn es zum Beispiel brenzlig wird, auch einmal nach Hilfe suchen oder wegrennen und später mit Verstärkung zurückkommen. Bereits nach den ersten Spielstunden finden sich allerdings die ersten negativen Kritikpunkte, denn die teilweise wirklich riesigen Levels und extrem langen Ladezeiten, die den Spieler teilweise über zwei Minuten warten lassen, werden schnell zur Qual. Auch trägt das triste Ambiente der Levels nicht gerade zum Spielspaß bei. Die ersten Stunden wird man nur in dunklen Gängen, die alle recht ähnlich aussehen, verbringen.

Arx Fatalis
Ein Wächter, der uns nicht gehen lassen will …

Auch trefft ihr dort unten selten auf Leben und wenn, dann sind es Gegner, die übrigens nur vereinzelt auftauchen. Teilweise findet man zwar Bars, in denen man sich austauschen kann, aber auch diese sind recht spärlich vorhanden. Gut gelungen ist allerdings die Story, die einem immer auf verschiedenste Weise weitererzählt wird. So findet ihr zum Beispiel In den Ruinen eines Forts einen Hauptmann, der euch von einem Angriff einer speziellen Kriegerrasse erzählt oder ihr trefft in der Bar einen gesprächigen Söldner, der euch von der Gilde der Reisenden erzählt. In dieser Gilde befinden sich Menschen, die dazu ausgebildet wurden, auch auf der Oberwelt zu reisen, und somit sind sie auch die einzigen, die Informationen oder Güter von einer Stadt zur anderen transportieren können.

Arx Fatalis
Wir haben einen neuen Level erreicht.

Detaillierte Charaktere
Während der langen Streifzüge durch meist enge und einsame Gänge ist es umso erfreulicher, wenn man sich einmal einen der Charaktere genauer betrachtet. Sofort fallen die unglaublich detaillierten Gesichts- und Körpertexturen auf, aber auch die realistische Mimik und die Bewegungen des Körpers. Wie bereits erwähnt, wurde nicht an Detailvielfalt gespart.
Dennoch trüben die endlose Sucherei durch leere Gänge, die extrem langen Ladezeiten und die teilweise wirklich schweren Rätsel den Spielspaß.

 

Fazit

Gameswelt Redaktion - Portraitvon Gameswelt Redaktion
Alle eingefleischten Fans von Adventure- und Fantasy-Spielen sollten sich aufgrund der geringen Spieltiefe von JooWoDs 'Arx Fatalis' einen Kauf gründlich überlegen. Für Einsteiger in das Genre und für Spieler, die ein leicht zugängliches Spiel mit jeder Menge Rätsel suchen, ist 'Arx Fatalis' trotz des später stark ansteigenden Schwierigkeitsgrades ein echter Kauftipp. Die intuitive Steuerung, die zwar happigen, jedoch auch gelungenen Rätsel und die wirklich gute Story sorgen sicherlich für einige Stunden intensiven Spielspasses.  

Wertung

  • PC
    84
    %

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel