18.06.2011 - Andreas Ludwig
Unsere drei Gaming-Flitzer statten wir mit der kompletten nötigen harten Ware aus: von der Grafikkarte, dem wichtigsten Werkzeug für die zockende Zunft, über den Prozessor bis hin zur Festplatte, dem Netzteil und einem ordentlichen Gehäuse. Wollt ihr euch einen vollständigen PC anschaffen, fehlt es also an nichts. Außen vor lassen wir lediglich Monitor, Maus, Tastatur und Soundsysteme, da es beim Zubehör sehr stark auf die persönlichen Vorlieben ankommt.
Eure alte Spielemühle kann übrigens teilweise ausgeschlachtet werden. Zwar gehören oft der Bildbeschleuniger, die CPU und eventuell das Mainboard ins Altenheim, dagegen können Festplatten, optische Laufwerke, Netzteile und das Betriebssystem häufig in euren frischen PC gestopft werden. Beim Eigenbau kann das jede Menge Knete sparen. In Sachen Windows empfehlen wir euch mindestens Windows XP für unseren 500-Euro-Kollegen, dagegen sollte bei den teureren Konfigurationen mindestens Windows Vista (am besten Windows 7) auf der Festplatte hocken. Wollt ihr die hübsche DirectX-10- beziehungsweise DirectX-11-Grafik abrufen, werden sowieso Windows Vista oder 7 fällig.
World of WarCraft: Cataclysm:
Höhere Framerate dank Compute Shader
Alien vs. Predator:
Tessellation, schöne Schatten, höhere Framerate dank Compute Shader
Battlefield: Bad Company 2:
gefilterte Schatten
Civilization 5:
Tessellation, Multithreading, höhere Framerate und schönere Texturen dank Compute Shader (insgesamt sehr viele DX-11-Features)
Colin McRae Dirt 2:
Tessellation und genutzte Compute Shader
F1 2010:
Effektvolle Bewegungsschärfe durch Compute Shader, weichere Shatten
Metro 2033:
Tessellation, effektvolle Tiefenunschärfe dank Compute Shader
Weitere Spiele mit Tessellation:
Stalker: Call of Pripyat, Lost Planet 2, HAWX 2 uvm.
Civilization 5: Voll mit DirectX-11-Effekten
Ihr wollt eure alte Festplatte übernehmen? Sofern die Scheibe mit 7.200 Umdrehungen pro Minute rotiert und die Reaktionszeit und der Cache ungefähr mit unserer Referenzkonfiguration mithalten können, sollte das kein Problem sein. DVD-Laufwerke sind noch unkomplizierter, sie können in der Regel ohne großes Nachdenken von der alten in die neue Kiste wandern. Das Netzteil sollte für den 500-Euro-Rechner mindestens 500 Watt auf dem Kasten haben und über genügend PCIe-Anschlüsse für die Grafikkarte verfügen. Für unsere PCs sind mindestens zwei 6-Pin-Anschlüsse nötig.
Die absolute Kern-Hardware hat es oft schwer. Weil Grafikkarten, Prozessoren, Arbeitsspeicher und Mainboards schneller altern als die restlichen Teile, lohnt sich eine Übernahme, wie erwähnt, nur bedingt.
Aufpassen solltet ihr bei Komplett-PC-Angeboten von großen Handelsketten. Sie werfen gerne, aber nicht grundsätzlich, mit Superlativen um sich und werben mit monströsen Festplatten und Lastwagenladungen an Arbeitsspeicher. Dahinter steckt teilweise aber der Versuch, von älteren Grafikkarten oder Prozessoren aus den Vorgenerationen abzulenken. Teure Rechner verkommen daher regelmäßig zu lahmen Enten, die selbst im Nichtschwimmerbecken untergehen würden.
Prozessor: AMD Phenom II X4 840 (Boxed) (80 Euro)
Prozessor-Kühler: Boxed-Kühler (0 Euro)
Arbeitsspeicher: 4 GB Corsair XMS3 DDR3-1333-Speicher (TW3X4G1333C9A) (30 Euro)
Grafikkarte: HIS Radeon HD 6870 (140 Euro)
Mainboard: MSI 870-G45 (7599-070R) Sockel AM3 (57 Euro)
Festplatte: Western Digital Caviar Blue 1.000 GB (WD10EALS) (50 Euro)
DVD-Laufwerk: Sony Optiarc AD-7240S (30658390) (18 Euro)
Netzteil: OCZ Fatal1ty 550W (OCZ550FTY) (53 Euro)
Gehäuse: Cooler Master Elite 330 (RC-330K-KWN1) (37 Euro)
Vorgeschlagenes Betriebssystem: Windows 7 Home Premium (64 Bit) (77 Euro)
Den größten Preis-Leistungswandel erlebt unser Einsteiger-PC. Im Vergleich zu unserer Konfiguration vor drei Monaten wich der Dreikern-Prozessor einem flinken vierkernigen Phenom II X4 840 mit 3,2 GHz Takt. Im 45-nm-Verfahren gefertigt, gehört seine Architektur zwar nicht zur modernsten, dafür bietet die leistungsstarke CPU ein exzellentes Leistung-pro-Euro-Verhältnis. Auch die Grafikkarte macht einen großen Schritt nach vorne. Sogar günstiger als die HD 5850 vor drei Monaten, liefert die Radeon HD 6870 mit 1.024 MB GDDR5-Videospeicher für 140 Euro etwa zehn Prozent mehr Performance. weiter...
Ratgeber Komplett-PC 10/11 - Special [5]
Welche Hardware lohnt sich für Spiele-PCs? Wir liefern euch drei Konfigurationen von 500 bis 1.500 Euro.
Ratgeber Komplett-PC 03/11 - Special [20]
Frust beim PC-Kauf? Wir konfigurieren euch drei flotte Gaming-PCs zwischen 500 und 1.500 Euro.
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Kommentare
Monitor
Hi leute,
welchen monitor (nicht größer als 22zoll) könntet ihr mir zu dem 2. system empfehlen. ich brauche ihn zum zocken, internet und word. er sollte gute und intensive farbdarstellung haben und auf keinen fall mehr als 200 euro kosten.
mfg sturmol
Vielen Dank!, ich denke ich werde beides nehmen.
Lenkrad könntest du für ~100€ das Logitech Driving Force GT -Lenkrad nehmen, das ist schon ziemlich gut für 100€. Ansonsten kann ich dir noch das Logitech FormulaEx empfehlen, was ich selbst habe. Das wirst du aber bei vielen Online-Shops nicht mehr finden. Da ist auf jeden Fall die Verarbeitung auch nicht schlecht.
Bildschirm bekommt man für 150€ schon ein paar brauchbare. Z.B. der LG E2360V-PN. der hat bessere Kontrastwerte und allgemein eine etwas bessere Bildqualität.
also ich würde sagen der bildschirm 100-150 und das lenkrad so höchstens 100. und es wäre gut wenn das lenkrad nicht nur 2 oder drei lenkstufen hat
Wie viel willst du denn ausgeben? Muss das Lenkrad einen 900°-Lenkrbereich haben oder eine 6-Gang-Schaltung? Oder reicht ein "normales" Lenkrad?
Vielen Dank für die Antwort!
Ich suche auch noch nach einem günstigen aber guten Bildschirm und einem Lenkrad, kannst du mir da auch weiterhelfen?
gruß,
memorie
PC-Wahl
Mittlere Grafikeinstellungen sollten damit auf jeden Fall gehen. Bis zu einer Auflösung von 1.680 x 1.050 kannst du sogar vieles auf hohen Einstellunegn spielen. aber ich denk das selbst ein paar aktuelle Spiele auch mit 1080p noch flüßig auf hohen Einstellungen laufen.
PC-Wahl
Hallo,
ich möchte mir einen PC zulegen auf dem ich alle spiele auf mindestens mittlerer grafikeinstellung spielen kann. wenn ich zocke dann zocke ich, mache also nebenher nicht noch programme wie photoshop. würde da das 500 euro model für mich reichen?
Danke für den netten Ratgeber. Wenn ich jetzt nen neuen PC wollte / bräuchte, würd ich mir wohl so ungefähr die schnelle Spielehaubitze für 890.-- zulegen. Wohl würde mir aber eine 560er Grafikkarte da drinnen ebenfalls genügen. Meiner Meinung nach braucht's da keine 570er. Der Performance-Unterschied ist den Preisunterschied meiner Meinung nach nicht wert.
Wirklich schöner, durchdachter und übersichtlicher Artikel. Man kann sich nur wünschen, das er weiterhin aktuell gehalten wird.

Einzige Anmerkung: In die 1500 Euro Kiste würde ich bereits 8GB RAM einbauen. Hängt aber sicher auch mit dem pers. Einsatzzweck zusammen. Startet man neben Spielen gelegentlich mal Software wie Photoshop, Cinema 4D und After Effects zusammen, werden 4GB schneller knapp als einem lieb ist
Mal ne Frage: Ich selbst habe eine Gigabyte GTX 560 Ti SOC. Würde die auch gut zum 890€ PC passen? Oder sollte es da wirklich schon eine 570 sein?
Was zur Hölle ist Gamesweb? èbrigens ne zweite SSD Platte für SPiele würd ich mir überlegen. Die haste Raz Faz voll wenn du dich nicht grad ruinieren willst und ne übergrosse kaufst. Zudem laden SPiele nach meiner Erfahrung nicht sonderlich schneller. 590er ist natürlich fett. Hab aber gehört, dass bereits ne neue Generation im anmarsch ist. Von da her würd ich auch noch ein wenig recherschieren obs denn momentan den Preis wert ist.
Gib mal gamesweb.com in deinen Browser ein und dann weiste was das zur Hölle ist
Mit den Hardwareteilen ist das aber immer so, sicher ich könnt jetzt auf die nächste Generation warten. Mir die neue Graka kaufen oder die billiger gewordene alte. Aber dann will ich doch lieber die neue habe. Dann könnte ich mri aber auch wieder denken, ok, wartest bis es die neue gibt ... oder kaufst dir dann vielleicht doch die alteneue ... u.s.w dann könnte man sich ja nie einen neuen rechner kaufen wenn man das konsequent weiterführt
Sehr schöner Artikel. Ich habe von dem ganzen Technikkram wirklich keine Ahnung und bin schon beim RAM-Ein/Ausbau fast überfordert. Da hilft eine solch kurze und knappe "Anleitung" wirklich weiter. Will man kein überteuertes und oftmals überschätztes Komplettsystem kaufen, wird man ja von den unzähligen Herstellern und Bezeichnungen regelrecht erschlagen.
Da Geburtstag und Weihnachten bei mir nicht weit auseinander liegen, wäre ich für eine weitere Kolumne in diesem Zeitraum besonders dankbar. Es wird zwar am Ende wohl nur die kleine Lösung für ~500€ werden, aber mein 6/7 Jahre alter Einkernprozessor (AMD 3500+) mit anderthalb GB RAM kommt jetzt doch so langsam an seine Grenzen.
Lob!
In dem Sinne, danke an dich Andreas für die Arbeit und ich bin schon auf die folgenden Ratgeber Komplett-PC - Specials gespannt. Die Serie sollte alle 3 Monate aufgefrischt werden, ich denke mal, dass damit sehr vielen leute geholfen ist die sich ihre Systeme selber zusammenbasteln. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass du von gewissen Herstellern geschmiert wirst und wirklich nach bestem Wissen und Gewissen die Komponenten aussuchst
Gruß
Lukas
Was zur Hölle ist Gamesweb? èbrigens ne zweite SSD Platte für SPiele würd ich mir überlegen. Die haste Raz Faz voll wenn du dich nicht grad ruinieren willst und ne übergrosse kaufst. Zudem laden SPiele nach meiner Erfahrung nicht sonderlich schneller. 590er ist natürlich fett. Hab aber gehört, dass bereits ne neue Generation im anmarsch ist. Von da her würd ich auch noch ein wenig recherschieren obs denn momentan den Preis wert ist.
Ich hab so ungefähr den High-End Würfel. Zusammen mitnem 24er BenQ der 120Hz hat. Krasses DIng bin echt zufreiden mit allem. Das Netzteil braucht meines Wissens aber nicht 850W. 500 reichen da allemal. Nur sollte man dabei unbedingt auf Qualitätsprodukte zurückgreifen und nicht billig Ware aus China erwerben.