12.05.2011 - Yves Günther
Lange bevor ihr in der Bullet-Time fiese Gangster ausgeschaltet habt und mit der Taschenlampe durch mystische Wälder geschlichen seid, veröffentlichte Remedy das explosive Rennspiel Death Rally, und zwar im Jahre 1996. Aus der Vogelperspektive rattert ihr mit einer von sechs abgewrackten Kisten durch schmierige Raffinerieanlagen, dreckige Städte und über vermüllte Bergpisten.
Das „Death" im Namen hat übrigens auch einen Grund: An jeder Klapperkiste habt ihr standardmäßig ein Maschinengewehr montiert, das bei Sichtkontakt automatisch Kugeln aus dem Lauf entlässt. Nach und nach schraubt ihr zudem eine Schrotflinte oder ein Scharfschützengewehr fest, die zwar entsprechend mehr am Energiebalken der Gegner kratzen, allerdings auch nicht unbegrenzt feuern können. Ist das Magazin tatsächlich mal aufgebraucht, zerstört ihr einfach eine der vielen Kisten, in denen sich Gegenstände für Nitro oder die Reparatur des Wagens verstecken. Schließlich steht auch ihr unter Dauerbeschuss durch die Kontrahenten, was ohne Erste-Hilfe-Kasten schon mal in einem Game-over-Bildschirm gipfeln kann.
Und: Es kostet euch am Ende auch noch Kohle, schließlich will die ramponierte Kiste wieder für das nächste Rennen fit gemacht werden. Wertvolles Geld, das ihr lieber in die Verbesserung des Autos in puncto Geschwindigkeit oder Handling investieren solltet. Apropos Handling: Mit einem digitalen Analog-Stick lasst ihr die Motoren aufheulen, gleichzeitig gebt ihr damit auch die Fahrtrichtung vor.
Insbesondere am Anfang ist das aber sehr gewöhnungsbedürftig. Nicht selten bleibt ihr auch aufgrund der engen Strecken hängen, erst nach mehreren Runden manövriert ihr flüssiger um die Kurven. Bei der starren Konzentration darauf, sowohl die Steuerung zu meistern als auch die Kontrahenten unter Beschuss zu nehmen, kommt aber kaum der Spielspaß auf, den das Spiel verspricht. Eine direktere Umsetzung der Lenkung, breitere Strecken und ein Blickwinkel mit mehr Übersicht hätten die Bedienung wesentlich stressfreier gemacht. Nichtsdestotrotz ist Death Rally ein Tipp für Fans actionreicher Autofahrten.
Wertung: Gut
Gruseln unterwegs und auf kleinem Bildschirm geht nicht? Geht doch! Die IronMonkey Studios haben die beliebte EA-Marke für die iOS-fähigen Geräte von Apple außerordentlich gut geschrumpft. Angesiedelt zwischen dem ersten und dem zweiten HD-Teil der Serie erfahrt ihr, wie und warum die Nekromorph-Horden die Welt erneut unsicher machen. Handlungsort ist die aus Dead Space 2 bekannte Raumstation The Sprawl, in der ihr euch Raum für Raum durchschlagt.
Und da wimmelt es nur so von schleimigen Biestern, die euch ein ums andere Mal den Einsatz von Plasma-Cutter, Reaper und anderen Tötungsmaschinen abverlangen. Isaac Clarke steuert ihr dabei mit der linken Bildschirmhälfte, rechts ändert ihr den Blickwinkel der Kamera und ballert auf die Mutanten. Aktionen, etwa eine Tür öffnen oder die Waffe nachladen, werden direkt durch Antippen ausgeführt. Um die Atmosphäre nicht weiter zu stören, verzichten die IronMonkey Studios größtenteils auf ein HUD, selbst die Lebensanzeige von Isaac ist in seinen futuristischen Anzug integriert.
So überzeugend die technische Umsetzung gelungen ist, von der teils störenden Kameraführung einmal abgesehen, so überraschend blass fällt Dead Space für iOS-Geräte spielerisch aus. Größere und kleinere Schockmomente überraschen zwar gerade am Anfang, aber nach circa einer Stunde schleift sich eine immer gleiche Vorgehensweise ein. Spätestens wenn ihr mal wieder einen Raum betretet, etwas aktivieren oder deaktivieren müsst und plötzlich rote Lichter angehen, lässt euch das nach einer Weile nur noch ziemlich kalt. Ein bisschen mehr Vielfalt und Kreativität hätte dem Spiel in dieser Hinsicht gut gestanden.
Trotz des repetitiven Spielablaufs gehört Dead Space auf das iPad jedes Action-Fans, der sich dann von der Geschichte um Isaac Clarke drei bis fünf Stunden vorzüglich unterhalten lassen kann.
Wertung: Sehr gut
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Kommentare
Ich bin schon froh das ich keine Deutschen Tarife hab.
Du kannst dir ja auch so 'nen Wegwerfvertrag mit Handy ZUSÄTZLICH holen, den umgehend zum Ablauf der 24 Monate Mindestlaufzeit kündigen und deinen alten Mobilfunkvertrag mit dem neuen Gerät weiternutzen. Je nach den Konditionen kommst du da teilweise billiger als beim reinen Gerätekauf weg, weil die 24 Monate Grundgebühr eben günstiger sind als das eigentliche Gerät. Quasi ein günstiger Ratenkauf...
Sind eigentlich auch Android-Spiele-Tests geplant oder werden nur Apfel-Fans bedient? Ohne jetzt einen Streit vom Zaun brechen zu wollen, aber Android ist mir dann doch sympathischer als Apples Software-Korsett... auch wenn ich mich bislang noch überhaupt nicht zum Kauf irgendeines Smartphones oder Tablets durchringen konnte...
man kauft sich doch heutzutage die Geräte unabhängig vom Vertrag weil man da günstiger oder gleich teuer kommt. In der Regel sind die Verträge doch ohne Gerät bis zu 10 Euro günstiger. Das macht bei 24 Monaten 240 Euro Ersparnis. Die Gerätesubvention liegt meist bei ca. 200 Euro.
Da meist ein Smartphone mit einem Vertrag daherkommt ist sowas net gerade billig "mal eben ein Android zunehmen".
Und wie sieht es mit einer Gameswelt-App aus? zb für die streams, die ja dann leider noch Flash brauchen.
nimm halt Android. Da musst du nicht drauf warten bis die Webseiten angepasst wurden damit sie auch auf Apple-Geräten funktionieren nur weil Jobs einen Privatkrieg mit Adobe austrägt auf Kosten der User
DeathRace kostet gerade 0.79€ und Aralon 3,99€ also reduziert.
Naja, sind einige "nette" Games dabei aber ich würde mir kein iPad kaufen um damit zu spielen. Ich bin seit über 20 Jahren auf Pad spezialisiert und für mich gehört es auch einfach zum Spielerlebnis dazu auf einem großen TV zu zocken.
Michi und Kamerakind Tim Lenzen sind Androiden, aber der Rest der Redaktion ist tatsächlich fest in Apple-Hand.
Es ist auf jeden Fall geplant, das Thema öfter in Artikeln aufzugreifen. Da tut sich ja Tag für Tag im AppStore genug.
Eine Mobilversion (über die dank HTML5 auch Videos auf iOS-Geräten geschaut werden können) ist fest geplant, eine dedizierte App macht aus Kosten/Nutzen-Perspektive für uns aber zurzeit keinen Sinn.
Viele Grüße,
Yves
Ich werde diese Empfehlungen mal austesten und bin gespannt. Davon gerne mehr und ihr seit ja anscheinend auch alles Apple-Freunde. Sehr schön.

Jetzt aber noch mal 2 Fragen:
Wird es auch mal eine Mobilversion von der gamesweltwebsite geben(Rss und Podcast habt ihr ja schon)?
Und wie sieht es mit einer Gameswelt-App aus? zb für die streams, die ja dann leider noch Flash brauchen.
Auf das iPad 3 warten hab ich auch schon überlegt. Bis dahin könnte ich auch mehr Geld beiseite legen, das dauert halt noch ziemlich lange. erstmal wart ich aber bis September. da kommen ja schon mal die neuen iPods und vllt auch ein iPad mini, was größer als der iPod touch, aber kleiner als das iPad sein könnte.
Nope es gibt nur ein einziges iPad Spiel das einen nutzen aus dem Dualcore schöpft und das ist Infinity Blade von Epic dort hat das iPad 1 eine schwächere Grafik wie das iPhone 4/iPad 2.
zb alle Spiele, sie GW da oben zeigt laufen Ruckellos (zu 98%) ohne Grafischen unterschied auf dem iPad 1. Bis die ersten Spiele kommen die wie Infinity Blade eine bessere Hardware brauchen vergeht (Erfahrungswert) mindestens noch 8-10 Monate.
Oder und das würde ich dir empfehlen du wartest (wie ich) auf das iPad 3 den das bekommt sicher ein "Retina"-Display.
Aber laufen auf dem iPad 1 auch die Spiele mit der besseren Grafik flüßig? Das iPad 2 wird noch nicht ohne Grund den A5-Prozessor verwenden.
Kaufs dir halt das iPad 1 gebraucht hab schon Angebote um die 200 Euro gesehen.
Oh btw. die Bilder sind SEHR geschönigt.
Wäre das iPad 100€ billiger, würde ich es mir kaufen. Die Spiele sehen wirklich nicht schlecht aus.