14.04.2011 - Andreas Ludwig
Rein von der Hardware-Auswahl bleibt vieles auf dem Stand von vor etwa drei Monaten. Intels Sandy-Bridge-Kraftpakete Core i5 2500K und Core i7 2600K sind weiterhin die flottesten Prozessoren in Spielen, dicht gefolgt von den wesentlich teureren Intel-Flaggschiffen aus der Extreme-Serie, wie dem gerade erst erschienenen sechskernigen Core i7 990X (3,46 GHz) und dem Vierkerner Core i7 975 Extreme Edition (3,33 GHz). Sie galoppieren den Sandy-Bridge-Kollegen hingegen in anderen, für Spieler eher sekundären Dingen davon, wie dem Rendering oder dem Verschlüsseln von Daten.
Intel Sandy Bridge und Sandy-Bridge-Wafer (rechts)
Spürbare Unterschiede gibt es im Vergleich zu unserem letzten CPU-Vergleich von Ende Januar 2011 aber dennoch, und der bereitet vor allem AMD Sorgenfalten: Innerhalb von wenigen Wochen purzelte der Preis für einen i7 2600K um 50 Euro auf mittlerweile 250 Euro, ein Core i5 2500K wandert dagegen schon für 168 Euro in euren Einkaufswagen - etwa 25 Euro günstiger. Somit fällt der Einstieg in Intels High-End-Lager für Spiele so günstig wie schon lange nicht mehr aus.
Die Folge? Intels schnelle Sandy-Bridge-CPUs pirschen sich erstaunlich nah an AMDs Preisgestaltung heran, und das auch noch im für Spieler wichtigen Segment um die 150 Euro. Der schnellste AMD-Vierkerner Phenom II X4 975 Black Edition bietet zwar einen höheren Takt als Intels 2500K (3,60 GHz statt 3,30 GHz). Das sagt aber noch gar nichts über die tatsächliche Spiele-Performance aus. Und so kommt es, dass der Core i5 2500K in Spielen im Schnitt 27 Prozent flinker schuftet, aber nur 5 bis 10 Euro mehr kostet, also mit einem deutlich besseren Preis-Leistungsverhältnis abschneidet.
AMD dürfte alles auf die herangaloppierende Bulldozer-Generation setzen. Sie könnte Intel gefährlich werden, sofern die Chip-Schmiede ihre Hausaufgaben macht. Für die im Juni 2011 kommenden CPUs wird übrigens nicht unbedingt ein neues Mainboard fällig. Erst kürzlich bestätigte AMD offiziell, dass die Bulldozer mit bisherigen AM3-Mainboards harmonieren. Lediglich das verbesserte Energiemanagement würde auf AM3-Platinen nicht funktionieren.
Bis zu den Bulldozern vergehen aber noch ein paar Wochen. Was ihr bis dahin in eure Spielekiste hämmern könnte, bröseln wir nun auf. weiter...
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Kommentare
lol
Mein X2 6000+ läßt mich bisher alle Spiele zocken, einige ruckeln in höheren Auflösungen(so ab 1600 aufwärts) bei vollen Details aber bevor ich Geld in meinen PC investiere muß mein PC schon so alt sein das ich in der kleinsten Auflösung bei niedrigsten Details zocken muß, vorher passiert garnix!Erst würde ich mir auch noch ne neue Grafikkarte reinschrauben bevor ich an den Prozessor gehe den wenn ich den wechseln will muß auch ein neues Board her da auf meinem das maximal mögliche bereits verbaut ist.Zur Not gibts auch noch massig OC Optionen die man ausreizen kann.Muß nicht alles wie aus dem Ei gepellt aussehen finde ich, das isses mir nicht mehr wert.
Die CPU muss bei höheren Auflösungen sowieso nicht mehr Arbeit verrichten. Das macht alles die Grafikkarte. Bis zu nächsten Konsolen-Gen wird deine CPU aber sicherlich reichen. Ich bin mir auch sicher, dass mein alter Q6700 @ 3,33 GHz solange noch vollkommen ausreicht.
PS. Ich kann mit dem Q6700 und meiner GTX 560 ti auch Spiele wie Just Cause 2 auf höchsten Einstellungen (inkl erhöte Schatten- und Wasserdetails) und 32XCSAA auf FullHD spielen, ohne, dass die FPS auf unter 30 absinken. Wobei ich zwischen 32xCSAA und 8xCSAA keinen Unterschied sehe. Und Crysis 2 läuft auf Hardcore auch mit durchgehend mehr als 40 FPS auf FullHD.
Nein. Wird wohl locker reichen bis zum Start der nächsten Konsolen-Gen (1-2 Jahre). Bis jetzt gibt es jedenfalls kein Spiel was meine CPU mit diesem Takt in 1920x1200 an die absolute Grenze bringt.
Was heisst ein Weilchen? 6 Monate vielleicht?
ja ich glaube mein intel i7 960 mit 4,5GHz reicht auch noch fürs erste.
Aber ich krieg ja von einem Intelfreund den neusten Prozessor, den die grade entwickeln.
Wobei man bei AMD Prozesoren erwähnen sollte, das man in der Regel eher zu den Versionen it 95W TDP greifen sollte. Goldene Regel bei AMD: Weniger TDP mehr OC-Potential.
Vermut ich auch. Selbst mein Q6700 @3,33GHz wird noch für erste ausreichen. Mit meiner GTX 560 SuperOverclocked kann ich nun alle Spiele (auch Crysis 1 & 2) auf höchster Stufe flüßig spielen. Die meisten aktuellen Titel (z.B. AC:B) auch noch zusätzlich mit 8x MSAA.
Schöne Übersicht, aber ich denke mein Core i7 920 wird mit 3,8GHz noch ein Weilchen ausreichen.
Der Phenom II X4 955 Black Edition (C3-Stepping) arbeitet mit seinen 3,2 GHz Takt und 6 MB L3-Cache so schnell wie Intels gleichteure Sandy-Bridge-CPU Core i3 2100 und lohnt sich in Verbindung mit Mittelklassegrafikkarten. Achtet allerdings darauf, auch wirklich das C3-Stepping mit 95 Watt maximaler Leistungsaufnahme auszuwählen, da das ältere C2-Stepping mit 125 Watt TDP deutliche Nachteile beim Strombedarf mitbringt.
Es gibt keinen AMD Phenom II 955BE mit 95W, es gibt nur den AMD Phenom II 955 mit 95W also ohne Black Edition bzw. ohne freien Multiplikator. Egal welche Rev. ein 955BE hat, die TDP beträgt immer 125W. Mit dem B3 Stepping wurden lediglich ein paar Fehler behoben & das OC Potential verbessert. Mehr ist das nicht.
P.S. Die 955er Version mit 95W ist zudem recht selten in Onlineshops vertreten. Die BE hingegen bekommt man überall.